Es gibt auch gutes Cholesterin
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Es gibt auch gutes Cholesterin

Dr. Hittich
Beitrag von Dr. Hittich

Na, wie sind deine Werte? Wer diese Frage im Freundeskreis hört, denkt automatisch an seinen Blutdruck – oder an den Cholesterinspiegel. Und oft kommt dann gleich noch ein schlechtes Gefühl. Denn mit Cholesterin verbinden wir vor allem schlechte Botschaften, wie verkalkte Blutgefäße, Durchblutungsstörungen oder Herzinfarkte.

Dabei ist Cholesterin ziemlich wichtig. Es unterstützt den Körper bei der Fettverdauung und bei der Produktion von Sexualhormonen. Was viele nicht wissen, ist, dass es zwei Arten von Cholesterin gibt. Das „gute“ HDL und das „schlechte“ LDL. Beim Arzt wird meistens beides gemessen. Der Wert des HDL sollte über 40 mg/dl liegen und das LDL unter 160 mg/dl. Gutes Cholesterin entsorgt im Körper das schlechte und bringt es in die Leber zurück.

Der Spiegel beider Cholesterinarten ist bei den meisten Menschen beeinflussbar: durch Ernährung und auch durch Sport. Die HDL-Werte steigen bei körperlichem Training und auch, wenn man zu rauchen aufhört. Die LDL-Werte steigen durch einen ungesunden Lebensstil. Zum Beispiel bei wenig Bewegung und durch fett- und zuckerreiche Ernährung.

Das Gute daran: Auch ein hoher Cholesterinspiegel lässt sich oft relativ leicht verändern: durch einen Speiseplan, auf dem mehr Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Fisch (wegen der Omega-3-Fettsäuren) steht. Und wer dazu noch dreimal die Woche eine halbe Stunde walkt, schwimmt oder radelt, hat gute Chancen, dass sich die Werte von alleine wieder einpendeln.

Manchmal ist ein hoher Cholesterinspiegel auch angeboren oder von einer chronischen Leber-, Gallen- und Nierenerkrankung, einer Schilddrüsenunterfunktion oder falschen Medikamenten verursacht. In diesen Fällen helfen manchmal nur cholesterinsenkende Tabletten.

Wer hat seinen Cholesterinspiegel in den Griff bekommen?

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