Gesunde Ernährung ist ganz einfach umzusetzen.
Gesunde Ernährung ist ganz einfach umzusetzen.Foto-Quelle: GiZGRAPHICS - Fotolia

fitmio Fitness-Tipp: Der Mythos "Diät" - und wie man Körperfett wirklich loswird

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Beitrag von fitmio.de

Jede einzelne Zelle unseres Körpers ist Teil eines komplexen biochemischen Systems, in dem eine ständige Balance herrscht. Alle Aktivitäten des Organismus dienen dazu, jederzeit das Gleichgewicht zu bewahren: Zellen werden versorgt, Zellkraftwerke (Mitochondrien) verarbeiten Nährstoffe, Enzyme, Hormone und hormonähnliche Substanzen regen Stoffwechselprozesse an, Rezeptoren stellen Überfluss oder Bedarf der Zelle fest – so wird die biochemische Balance erhalten.

Bei Diäten zieht der Organismus die Notbremse

Die größte Gefahr für den Stoffwechsel ist Hunger. Radikale Diäten haben daher meist eins zur Folge: Der Stoffwechsel kommt in eine Unterversorgung durch Hunger. Dagegen wehrt sich der Körper, denn er sieht die tadellose Funktion der lebenswichtigen Organe in Gefahr. Bleibt die nötige Versorgung über die Nahrung aus, sorgt der Organismus mit unterschiedlichen Strategien dafür, dass die Versorgung sichergestellt werden kann: Das Einsparen von Energie (Herabsenken des Stoffwechsels) und das Abbauen von Energieverschwendern (der Muskulatur). Dieser Zustand stellt sich schon nach wenigen Tagen der „Hungersnot“ ein, bleibt aber nach massiven oder langen Diäten bis zu einem Jahr erhalten.

Jede Zelle kämpft um ihr Überleben

Dauert eine Diät zu lange oder werden wiederholt Diäten gemacht, können die Zellen durch stetige Unterversorgung sogar vorzeitig absterben. Um das zu verhindern, verbünden sich alle Zellen, so werden Ihre eigenen Körperzellen zum größten Gegner beim Abnehmen, gegen den Sie selbst nur wenig ausrichten können. Ihre insgesamt 60 Billionen Zellen sind stärker als Sie.

Aktive Muskelzellen machen Platz für Fettzellen

Weil die Muskulatur für die wichtigsten Vitalfunktionen Atmung, Herzschlag, Transport von Nährstoffen, Entgiftung und Verdauung zunächst keine große Rolle spielt, wird sie geopfert und durch den Abbau der Eiweiße Myosin und Aktin im Umfang und der Struktur reduziert. Die Folgen sind verheerend: Das Fett an Bauch und Oberschenkeln bleibt erhalten, doch die Muskulatur der Beine und Arme wird immer dünner.

Die einzige Chance, diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist, dass Sie Ihre Zellen ausreichend versorgen, statt mit der nächsten Diät gegen sie zu kämpfen

Dies erreichen Sie mit einer ausgewogenen und bedarfsorientierten Ernährung, verbunden mit einem leichten Trainingsprogramm. So helfen Sie Ihrem Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu kommen, den Verbrauch wieder zu erhöhen und die großen Energieverbraucher – Ihre Muskeln – nicht abzubauen, sondern aufzubauen.

Dabei gilt: Muskelaufbau funktioniert punktuell – Fettabbau nur generalisiert

Trainieren Sie zum Beispiel nur intensiv Ihre Bauchmuskulatur um einen flachen Bauch zu bekommen, kommt es folglich zu einem Aufbau der Bauchmuskulatur, jedoch leider nicht automatisch zu einer Fettreduktion in der Bauchregion. Dem schädlichen Bauchfett und auch sonst allen Fettdepots kommen Sie nur mit einem Mix aus Ausdauer-, Krafttraining und einer negativen Energiebilanz entgegen.

Erst wenn Sie dadurch einiges Fett verbrannt haben, kommen Ihre neu aufgebauten Muskeln besser zur Geltung und formen Ihren Körper neu. Fazit: Gegen Fettdepots müssen alle Muskeln trainiert werden. Um einzelne Körperpartien nach einer Gewichtsabnahme weiter zu definieren, können die entsprechenden Muskelgruppen dann gezielt trainiert und aufgebaut werden.