James Bond: Sex und Alkohol

Beitrag von wize.life-Nutzer

Was wäre James Bond ohne Sex? Bestenfalls Agent 08/15 und nicht „007“. Der Frauenheld profitiert vom postkoitalen Bettgeflüster, sagen US-Forscherinnen, die das Erfolgsgeheimnis erfolgreicher Spione entschlüsselt haben: Durch Sex lassen sich am einfachsten Geheimnisse hervorlocken.

In einem Experiment haben weibliche Wissenschaftler von der University of Connecticut jetzt bestätigt, was James Bond schon lange wusste: Entspanntes Kuscheln nach dem Orgasmus löst die Zunge, schwächt die Selbstkontrolle und nimmt die Angst vor dem Geheimnisverrat. Es animiert dazu, sich Dinge zu erzählen, die man sonst vielleicht eher für sich behalten würde.

Verantwortlich für das postkoitale Bettgeflüster soll das beim Orgasmus ausgeschüttete Kuschelhormon Oxytocin sein. Das freigesetze Hormon löst nicht nur Gefühle der Hochstimmung und Euphorie aus, sondern auch die Bereitschaft, sich dem Sexpartner zu öffnen und sonst streng gehütete Dinge preiszugeben. Je besser der Sex, desto enthüllender das anschließende Bettgeflüster.

Alkohol hemmt Bettgeflüster.. und mehr

Eher überraschend kommt die zweite Erkenntnis der Forscherinnen: Alkohol vor dem Sex löst die Zunge nicht wirklich. Im Gegenteil! Das Experiment hat ergeben, dass Alkohol die positive Wirkung des Oxytocins nach dem Sex teilweise aufhebt und das Bettgeflüster oberflächlicher macht. Möchte James Bond seinen Bettpartnerinnen weiterhin Geheimnisse entlocken, dann sollte er ihnen den Drink davor wohl besser vorenthalten.

Ohnehin scheint die Karriere des charmanten Geheimagenten durch den eigenen Alkoholkonsum ernsthaft gefährdet. Laut einer älteren Studie britischer Forscher drohen ihm bei der Menge an Drinks, die er vor und nach seinen Eroberungen in sich hineinkippt, nicht nur Leberzirrohse und Korsakow, sondern – schlimmer noch - Impotenz und ein früher Tod.

Bleibt nur noch die Frage, wie lange und wie oft der Alkoholiker James Bond mit nachlassenden Leistungen im Bett die Welt retten kann.

Anmerkung des Verfassers:

Der Bericht über die „Erforschung des Einflusses von Orgasmus und Alkohol auf die Kommumikation nach sexueller Aktivität“ ist im Fachblatt Communication Monographs erschienen und hier nachzulesen.

Die zugegebenermaßen nicht ganz ernst gemeinten Studie über James Bond aus der Weihnachtsaugabe der Fachzeitschrift British Medical Journal können Sie hier nachlesen.

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