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Mein Wort zum Sonntag: Was ist Krankheit?
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Mein Wort zum Sonntag: Was ist Krankheit?

News Team
Beitrag von News Team

Wenn wir krank sind, haben wir eine Krankheit. Aber was ist das? Denken wir vielleicht gelegentlich noch in Kategorien des Mittelalters? Hier einige Auffassungen und ihre Konsequenzen.

Auffassung (1): Krankheit ist eine Strafe Gottes.

Diese Auffassung war im Mittelalter und zu anderen Zeiten die allgemeine Meinung der Gelehrten und des Volkes. Selbst heute noch, im Zeitalter einer Geschlechtskrankheit mit dem seltsamen Namen AIDS, gab es Zeiten, da man dieser Auffassung wieder nahe kam. Das ausschweifende Leben der Menschen, die Rache der gequälten Natur, usw. Womit ich nicht sagen will, dass diese Auffassung falsch oder lächerlich ist. Ich will nur zeigen, dass sie tief in uns verwurzelt ist und immer noch unser Denken bestimmt. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Wenn Gott uns das Leiden geschickt hat, kann es auch nur Er wieder nehmen. Also braucht und kann man auch nichts dagegen tun. Nun ja, man könnte versuchen, Ihn umzustimmen, durch Gebete, ein frommes Leben und Weihrauchspenden an die Dorfkirche. Andrerseits wird Er schon gewusst haben, warum Er uns diese Krankheit (meist eine Seuche) zukommen ließ. Die Menschen haben's verdient, also lasst sie auch daran leiden. Isoliert die Kranken, damit wenigstens ein paar gesund bleiben. Und bessert Euch; dann verschwindet die Seuche von alleine.

Auffassung (2): Krankheit ist ein Betriebsunfall der Natur.

So denken wir im Allgemeinen, wenn uns ein unvorhergesehener Zwischenfall, ein Unfall, ein Durchfall oder sonst ein unangenehmer Vorfall ans Bett fesselt. Wir können dann nicht mehr richtig funktionieren, unsere Arbeitsleistung ist eingeschränkt. Damit sinkt auch unser Ansehen in der Gesellschaft, möglicherweise sogar unser Lohn, und eigentlich ist es nicht ganz erlaubt. Jedenfalls sollte man/frau möglichst schnell wieder gesund werden. Um aber dem Boss zu zeigen, dass man sich als harter Mann/harte Frau von ein paar lächerlichen Bakterien nicht unterkriegen lässt, geht man so lange ins Büro, bis man zusammenbricht und die Krankheit mit harten Chemikalien bekämpfen muss. Aus reiner Solidarität werden auch noch die Kollegen angesteckt.
Die Konsequenzen einer solchen Auffassung sind klar: Die Folgen der Arbeitsunfähigkeit müssen so schnell wie möglich und um jeden Preis beseitigt werden. Funktionsfähigkeit ist Pflicht. Welche Nachfolgen, Nebenwirkungen und Dauerschäden sich aus der Behandlung mit chemischen Bomben ergeben, spielt keine Rolle. Hauptsache, die Schraube im Getriebe sitzt wieder an ihrem Platz - und wartet auf den nächsten Unfall.

Auffassung (3): Wer krank ist, der ist besessen.


Meist sind es böse Geister, Dämonen, untote Tote und anderes Gesindel, was da von einem Besitz ergriffen hat. Und die muss man austreiben oder töten, koste es, was es wolle. Raten Sie mal, in welcher Zeit man so dachte. Sie erraten's doch nicht: Es ist unsere heutige Auffassung von Krankheit! Einziger Unterschied zu den Zeiten finsteren Aberglaubens: Die Dämonen heißen nicht mehr "Beelzebub" oder "Vampir", sondern "Bazillus staphyllococcus" oder "Ebolavirus". "Krankheit" hat in unserer Zeit eigentlich nur eine wissenschaftliche Ursache: Bakterien und Viren. Oder Slow-Viren, die besonders langsam wirken. Oder Retroviren, die besonders heimtückisch sind. Oder slow-slow-Viren, die sich erst nach dem Tod des Opfers entwickeln. Oder ... Und die vielen Krankheiten, bei denen man keine solchen Dämonen findet (und das sind alle wichtigen Krankheiten unserer Zeit), sie können nach diesem Denkschema nicht geheilt werden. Was auch der Fall ist.
Zum Beispiel auf Krebs. "Stört dich dein Auge" heißt es in der Bibel, "dann reiß es heraus". Genauso verfahren wir. Erst verteufeln wir die Krebszellen als aggressive Zerstörer (was sie nicht sind), dann schneiden wir sie heraus oder töten sie mit radioaktiven Strahlen. Und den Menschen gleich dazu. Die Pharma-Industrie liefert die entsprechenden Waffen, z.B. "chemische Keulen". Dass dabei nicht nur "der Feind", sondern auch der Mensch vernichtet wird, das kommt uns oft gar nicht zu Bewusstsein.
Die Konsequenzen dieser Auffassung sind klar: Der Feind muss vernichtet werden. Sitzt der Feind im Körper, wird dieser Teil des Körpers entfernt oder getötet. Wo der Körper selbst zum Feind wird - wie bei den zahlreichen Auto-Immun-Krankheiten - da steht die medizinische Wissenschaft hilflos vor ihrem Denken und kommt nicht weiter.
Mehr dazu hier.

9 Kommentare

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Krankheit ist keine Strafe Gottes. Gott straft grundsätzlich nicht. Der Mensch straft sich immer selbst.
Die Naturgestze sind allerdings so komplex, wer dagegen verstösst, fördert seine eigene Strafe. Die ganze Natur ist ein Geschenk. Auch Frauen und Sex! Mit Geschenken sollte man jedoch liebevoll umgehen.
Wenn man die Bibel liest, muss man feststellen, dass das keine heilige Schrift ist. Im gegenteil: sie hat mit Gott nichts zu tun, sondern mit Jahwe.
Auch Adam und Eva sind nicht die ersten Menschen, sondern geschöpfe Jahwes. Lt Bibel haben die Nachkommen von A und E. unter Leitung von Jahwe später zigtausende samt Frauen und Kinder umgebracht.
Trotzdem morden sie immer noch.
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Krankheit
..'.ist nicht gut oder schlecht. Sie ist die bestmöglichste Überlebensstrategie des Körpers angesichts schlechter Möglichkeiten. '
Zitat M.T.Morter.JR., D.C.
und
'Der Ausbruch einer Krankheit geschieht nicht zufällig. Sie ist immer die Wirkung von zuvor stattgefundenen und oft selbst gesetzten Ursachen. Die Entwicklung hin zu einer Krankheit findet in den Wochen, Monaten, ja in den Jahren vorher statt. Man kann sagen, dass ihre Vorgeschichte die eigentliche Krankheit ist und ihr Ausbruch der Versuch einer Verarbeitung oder Lösung.' Zitat Dr. med. M. Doepp

Für mich stellt sich immer die Frage unserer Leidensfähigkeit. Das sind wir gelegentlich ziemlich hart im nehmen, was nicht grundsätzlich falsch ist. Nur übersehen wir nur allzu gern die frühe Symptomatik, um gegen zu steuern.
Die 'Besessenheit' ist eine interessante Sichtweise. Was stimmt ist, dass die Keime grundsätzlich esrt einmal nicht schädlich
sind. Die Menge und ein schwaches Immunsystem sind die beiden Komponenten, die zukommen müssen.

Das Krebs durch Operation und andere Maßnahmen gelindert od. gar geheilt werden können, ist gut. Das geht so lange, bis probatere Mittel gefunden werden.
I
Ich darf wohl nicht mitreden. Ich war mein Leben lang Hektiker und praktisch nie krank. In den letzten 50 Jahren
4 mal Schnupfen.
Meine Frau war leider häufiger krank. Man macht sich dann Vorwürfe, ob man ganz unschuldig ist.
Ach Georg, natürlich kannst Du mitreden. Mir sind viele begegnet, die ihr Lebtag kein Krankenhaus von innen gesehen haben und sich sonst bester Gesundheit erfreuten. Ist doch super und beneidenswert.
Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, warum, wieso, weshalb Krankheit entsteht. Es gibt Einflüsse, die lassen sich nicht steuern und jeder reagiert auf solche Einflüsse anders. Der eine kriegt ein Magengeschwür, der andere Kopfschmerzen bei der selben Beslastung. Es spielen reichlich Faktoren eine Rolle, um letztlich Krankheit auszulösen. Vorwürfe musst Du Dir sicher nicht machen, denn Du hast ganz sicher nicht schadend auf Deine Frau eingewirkt. Es ist wie es ist. Wir hätten immer etwas besser machen können im Leben. Fehler, so es denn welche sind, sind dafür da, sie zu machen. Das Ergebnis heißt dann Einsicht, Erfahrung und wahrscheinlich Richtungswechsel.
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Was ist Krankheit? Und was ist Gesundheit?
Wieviele Krankheiten gibt es? Kann jemand die vielen Namen dafür zählen?
Wieviele Gesundheiten gibt es? Ich kenne nur einen Namen "Gesundheit". Kennt jeman noch mehr Namen dafür?
Wieviel Zeit investieren wir in unsere Gesundheit? So lange wir meinen sie zu haben nehmen wir sie als selbstverständlich hin. Was tun wir um sie uns so lange wie möglich zu erhalten? (Bewußt oder auch unbewußt)
Nehmen wir die kleinen sanften Zeichen unseres Körpers wahr, die er uns sendet, wenn er nicht zufrieden mit uns ist? Wenn wir ihn nicht gut behandelt haben? Gönnen wir ihm eine Pause für Erholung und Regeneration?
Die meisten von uns greifen zur chemischen Keule. Rein mit der Pille - weg mit den Schmerzen, dem Sodbrennen, dem ....
Die Symptome sind weg - die Ursache nicht!!!
Der Chef verlangt von und 150% Verfügbarkeit, Perfektion, Kreativität, Leitungsfähigkeit und, und, und ...
Eigentlich bin ich noch lange nicht fertig, doch die Zeichen hier leider begrenzt
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ein sehr interessanter beitrag, peter, der zu denken gibt.
herzl. grüße
barbara
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