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Willst du drüber reden?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Depression zählt leider immer noch zu den größten Tabuthemen unserer Gesellschaft. Da wird mit etwas so intimen wie Sex sogar oftmals offener umgegangen, habe ich den Eindruck. Die Depression ist ein Thema, das mit Scham behaftet. Nicht nur die Depressiven selbst schämen sich ihrer "Schwäche" auch die Angehörigen tun dies und Freunde, scheinbar schämt sich eine ganze Gesellschaft ihres Produkts. Daran ändert auch nichts, dass ab und zu mit großem medialen Interesse das Schicksal einzelner Prominenter aus Sport, Film oder Politik beleuchtet wird. Die Depression des kleinen Mannes bleibt unsichtbar, wird von der Gesellschaft nicht wahr genommen. Immerhin sind es etwa vier Millionen Menschen, die diese Diagnose führen. Die Dunkelziffer dürfte sogar noch deutlich darüber liegen. Was nun macht es uns so schwer, über die Depression zu reden? So richtig klar ist mir das auch noch nicht. Über eine Herz-OP können wir Menschen doch auch öffentlich sprechen? Und macht uns ein angeschlagenes Herz nicht etwa auch schwach, Oder Leukämie oder Diabetes? Warum die Depression? Womöglich weil wir die Depression selbst am schlechtesten annehmen können? Und dabei täte es uns so gut, wenn wir frei darüber sprechen könnten. Wenn wir uns die Sorgen und Ängste einfach von der Seele reden könnten, könnte das eine große Erleichterung mit sich bringen. Sicher ließe sich eine Depression so nicht heilen, aber zumindest doch lindern. Vielleicht öffnete sich hier und da durch ein Gespräch der Horizont und neue Handlungsoptionen würden sichtbar? Vielleicht fiele es leichter, das eigene Schicksal anzunehmen, wenn man sich nicht länger damit verstecken müsste? Womöglich wäre das schon wie eine kleine Befreiung? "Was soll ich nur den Nachbarn sagen, dass ich jetzt in Rente bin?" Am besten die Wahrheit, denke ich oder gar nichts. Wir müssen ja auch nicht jeden x-beliebigen Menschen in unser Herz schauen lassen. Da sei gewarnt vor. Es gibt aber durchaus Menschen, die dieses Vertrauen rechtfertigen und die uns so helfen können auf unserem Weg aus der Depression...

Hier weiter lesen: Reden hilft bei Depressionen


12 Kommentare

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Ich denke dass sich viele Menschen eine Depression gar nicht eingestehen, weil das in unserer Gesellschaft immer noch ein Zeichen für Schwäche ist. In einer Gesellschaft in der das Persönlichkeitsprofil so wichtig ist, ist das schwierig. Das Erkennen dass man Hilfe braucht ist schon mal ein wichtiger Schritt.
Ich leide schon lange unter Depressionen. Mein Umfeld weiß darüber Bescheid weil ich offen damit umgehe. So kann doch auch mit meinen Verhalten besser umgehen.
Das ist gut wenn deine Umgebung diesbezüglich Bescheid weiß, dann ist es auch für dich leichter.
ich leide seit 2000 unter depri,meine kinder sind eine große hilfe sonst wäre ich nicht so weit und hätte 2014 nicht geschafft,aber november-märz ist eine schlimme zeit für mich...habe aber in leipzig immer hilfe wenn ich nicht weiter weiß,bin immer dankbar dafür und ich bin nicht alleine mit meiner kaputen welt,wie ich es nenne...
Das ist sehr gut, dass du Hilfe von deinen Kindern hast und auch sonst Hilfe in Anspruch nimmst. Es gibt einige Menschen die sich diese Hilfe nicht suchen, weil es ihnen unangenehm ist, manchmal mit fatalen Folgen.
ja,am anfang war es schwer für mich hatte schon 2 mal das leben aufgegeben aber man wollte mich noch nicht gehen lassen,hatte immer ein schutzengel ach ne 2 meine kinder,war am anfang wütend darüber warum sie mich nicht haben gehen lassen aber ich war so ekoistisch jetzt bin ich ihnen dankbar,sie verstehen es auch ohne worte,denn sie brauchen mich ob gesund oder krank hauptsache ich bin da...... sagen sie immer...
Ja das Gefühl das man von den Kindern geliebt und auch gebraucht wird hilft. Man bedeutet ihnen was.
Dem kann ich nur zustimmen
Bei mir waren es auch meine Kinder die mir die Kraft gegeben haben weiterzumachen. Es gab auch Phasen wo man wirklich seelisch am Abgrund stand und man eigentlich Schluss machen wollte. Ich wusste dass sie mich brauchen und dass ich sie nicht im Stich lassen darf.
sehr klug von dir,war auch die gleiche meinung,mach weiter so und hol dir hilfe wenn du sie brauchst lg regina
Es ist dann auch gut noch professionelle Hilfe zu haben. Manchmal sind es dann auch die kleinen Dinge des Lebens die mir etwas Mut und Freude gegeben haben wie z.B. ein nettes Gespräch mit Menschen.
Ja Hilfe zu holen ist sehr wichtig. Ich stand auch wirklich schon am Scheideweg und fühlte mich verdammt elend.
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