wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?

Der Virus Depression

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Depression ist wie ein Virus. Dieser Vergleich drängt sich mir immer wieder auf. Sie breitet sich in meinem ganzen Körper aus, erfasst mein Denken, Fühlen und Handeln. Es ist eher ein virtueller Virus, wie wir ihn aus der Computerszene kennen, doch nicht minder gefährlich. Der Schaden, den der Virus Depression anrichtet, ist beträchtlich und wird von den Krankenkassen mit über 100 Mrd. Euro beziffert. (Quelle: Bündnis Depression). Die Wissenschaft ist den Viren schon lange auf der Spur. Man weiß, wie sie aussehen und wie sie funktionieren, aber man konnte ihrer bislang noch nicht habhaft werden. Zu schnell verändern sie sich und ihre Strategie. Auch bei virtuellen Viren ist das so. Ganze Geschäftszweige haben sich inzwischen diesem Phänomen verschrieben.
Die Depression ein Virus? Ist doch Quatsch, wird der aufgeklärte Leser jetzt vielleicht sagen! Und wenn doch? Wenn es eine Art Energie ist, die die Depression auslöst? Jeder kann diese Energie fühlen in der Gegenwart eines depressiven Menschen, diese negative Energie, die von ihm ausgeht. Obwohl sich Depressive leer und schwach fühlen, strahlen sie diese starke Energie aus. Angehörige und Freunde könne ein Lied davon singen und werden, wenn sie nicht gut für sich sorgen nur all zu schnell auch von diesem Virus befallen.
Und was fange ich nun damit an? Hilft mir dieser Vergleich, besser mit der Depression umzugehen? Zeigt er mir gar Wege auf, die Depression hinter mir zu lassen?

Hier weiter lesen: Sind Depressionen ansteckend?


9 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Im Grunde genommen weiß die Wissenschaft über die Psyche und speziell über Depressionen recht wenig.
Es gibt verschwindend wenig Ärzte für Naturheilverfahren, dafür öfter schon mal Heilpraktiker, die bei körperlichen Erkrankungen versuchen, ganzheitlich zu behandeln.
Seltsamer Weise wird das bei psychischen Erkrankungen selten bis gar nicht praktiziert.
Dabei weiß die Erfahrungsmedizin um bestimmte Faktoren, die eine Depression begünstigen, oder sogar hervorrufen können.
So hängt ein Tinnitus nicht selten mit einer Schwermetallbelastung zusammen. Werden diese mit DMPS (Dimaval) ausgeleitet, verschwindet mit ihnen häufig auch der Tinnitus.
Ein Vitamin-D3-Blut-Spiegel unter 60 macht müde, schlapp und unterhält eine Depression.
Man kann Leberwerte im Normbereich haben, und dennoch schwindet mit einer ausführlichen Leberreinigung durch Phytopharmaka nicht selten die Angst und damit häufig die Hauptursache einer Depression.
Parasiten in Darm und Leber sorgen auch nicht gerade für
Wohlbefinden. Dennoch wird das alles in der Regel kaum untersucht, weil's Geld kostet und weil die Ärzte häufig von diesen Zusammenhängen gar nichts wissen, am allerwenigsten die Schulmediziner. Das kommt im Studium nicht vor!
Für mein Verständnis von Gesundheit und Krankheit kann man Körper, Seele, Geist nicht trennen und sollte IMMER alles einbeziehen. Vor allem sollten sämtliche körperliche Erkrankungs-Faktoren bei einer psychischen Erkrankung ausgeschlossen werden, bevor nicht selten die enorme chemische Belastung mit Psychopharmaka eingeleitet wird.
Hier muss leider meistens der/die Patient/in selber tätig werden. Im Grunde muss man den Ärzten sagen, was man gerne getestet haben möchte und manchmal auch noch wo (welches Labor z.B.). Sich hier schlau zu machen, kostet viel Zeit und Energie -- und welcher Depressive hat die schon?
Aber ... es lohnt sich!
Fünf Sterne für diesen informativen und wie ich finde äußerst nützlichen Beitrag! Vielen Dank, Sigrid!
Ich danke!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ein Freund, Therapeut, hat mir immer wieder gesagt, dass man (zumindest bei Freunden, bei Angehörigen ist das ganz anders!) schon versuchen sollte, dem Depressiven beizustehen (aufmuntern geht ja nicht), aber dass man keinesfalls soweit kommen darf, dass man des anderen Depression mit durchlebt, also sich dessen Probleme zu eigen macht und versucht, sie stellvertretend zu lösen. Das kann man gar nicht, und die eigenen Kräfte werden aufgezehrt. Ich habe das zweimal erlebt, und es ging mir grottenschlecht dabei! Jetzt höre ich viel intensiver auf meine warnende innere Stimme...
Das stimmt! Man kann den Anderen nicht gesund machen. Man kann sich dabei höchstens verausgaben und sich so selbst krank machen. Die Verantwortung muss beim Betroffenen bleiben. Da gehört sie hin. Obwohl man als Partner oder angehöriger natürlich versucht ist, einzugreifen. Ich finde, es ist besser, für das eigene Wohlbefinden zu sorgen, denn wenn es einem gut geht, hat auch der Partner/Angehörige etwas davon.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Im Frühjahr habe ich mit zwei Freunden zusammen eine Freundin in der Psychiatrie besucht, uns gings an diesem Tage richtig gut und so fuhren wir gemeinsam in die Klinik um sie etwas aufzumuntern.... als wir ankamen erfuhren wir, dass sich die Nachbarin unserer befreundeten Patientin in der letzten Nacht in ihrem Zimmer umgebracht hätte.... so mussten wir auf unsere Freundin warten, denn sie hatte deshalb ein Gespräch mit ihrer Psychologin über den Vorfall. Anschließend gingen wir mit ihr in die Cafeteria. Meine Freunde saßen neben ihr und ich neben ihnen. Ich merkte die ganze Zeit, dass eine negative Energie da war. Als wir anschließend nach Hause fuhren erklärten mir beide Freunde, wie schlecht es ihnen nun gehen würde und welche negative Energie von der kranken Freundin und vom Krankenhaus auf sie eingegangen war. Dies merkte ich auch an ihrem verhalten während unserer Gespräche an diesem Tag. Sie waren total negativ geladen, obwohl ich diese Freunde sonst so nicht kannte.
Ja Gabi, das entspricht auch meinen Erfahrungen. Deshalb ist es oftmals für Freunde und Angehörige so schwer, unterstützend zu wirken. Danke für deinen Kommentar!
für freunde und angehörige mag ich gerne den film "hinter dem horizont ist nur der anfang " mit robin williams empfehlen, denn da wird gut gezeigt, wie depressive empfinden....wer es selber nicht hatte, kann kaum nachempfinden, wie es ist und wie man anderen hilfestellung geben kann
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren