Schmerzhafte Venenleiden: Stützstrümpfe zur Vorbeugung und Linderung
Schmerzhafte Venenleiden: Stützstrümpfe zur Vorbeugung und LinderungFoto-Quelle: © puhhha - www.Fotolia.com

Schmerzhafte Venenleiden: Stützstrümpfe zur Vorbeugung und Linderung

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Beitrag von myREHA.com

Im Laufe des Lebens treten bei vielen Menschen krankhafte Veränderungen der Venen auf: drei Viertel aller über 70jährigen sind von Venenleiden betroffen. Mit zunehmendem Lebensalter nehmen auch die unangenehmen Begleiterscheinungen meist weiter zu.

Schwellungen, Schmerzen, Krampfadern

Über die Hälfte aller Deutschen (56,4 Prozent) leiden nach Auskunft der Deutschen Venenliga an den typischen Beschwerden wie zum Beispiel Schweregefühl in den Beinen, Schwellungen oder Schmerzen beim Stehen.

Auch Krampfadern gehören zu den unangenehmen Begleiterscheinungen von Venenleiden. Sie können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Es kommt dabei nicht selten zu außerordentlich schmerzhaften Entzündungen der Venen oder sogar zu einer gefährlichen Thrombose.

Rechtzeitig vorbeugen und Beschwerden schonend lindern!

Bei älteren Menschen mit einer Tendenz zu Venenleiden sollte daher in jedem Fall eine Ultraschall-Untersuchung der Beinvenen durchgeführt werden. Zusätzlich können die Betroffenen eine ganze Reihe von venenerhaltenden Vorsorge-Maßnahmen ergreifen:

Durch gezielte sportliche Aktivitäten und einen gesunden Lebensstil können die Risiken deutlich verringert und bereits bestehende Beschwerden gelindert werden. Auch das Tragen von Stützstrümpfen dient der Vorbeugung. Stützstrümpfe fördern vor allem die Durchblutung. So wirken sie dem gefürchteten Blutstau in den Beinen entgegen und beugen Schmerzen und Schwellungen, Krampfadern und Thrombosen effektiv vor.

Stützstrümpfe, Kompressionsstrümpfe oder Antithrombose-Strümpfe?

Stützstrümpfe werden für ganz unterschiedliche Einsatzgebiete hergestellt. Durch den Druck, den sie auf das Bein ausüben, verbessern sie den Rückfluss des Blutes zum Herzen und sorgen dafür, dass die Venenklappen in ihrer Funktion unterstützt werden. Der Druck, den Stützstrümpfe auf die Beinvenen ausüben ist neben der Strickmethode der wesentliche Unterschied zwischen den verschiedenen Modellen:

  • Stützstrümpfe: Stützstrümpfe dienen der Vorbeugung gegen schwere oder müde Beine bei langem Stehen oder Sitzen. Sie werden zum Beispiel auch als wirkungsvolles Mittel gegen Reisethrombose getragen. Stützstrümpfe haben einen deutlich geringeren Druck als Kompressionsstrümpfe und sind ausschließlich für Menschen mit belasteten, aber im Wesentlichen gesunden Venen geeignet. Einfache Stützstrümpfe können einen medizinischen Kompressionsstrumpf nicht ersetzen.
  • Medizinische Kompressionsstrümpfe: Wenn bereits eine Venenerkrankung vorliegt, werden Kompressionsstrümpfe eingesetzt. Sie werden bei Bedarf als Hilfsmittel vom Arzt verordnet und müssen bestimmte medizinische Normen erfüllen.
  • Antithrombosestrümpfe: Diese speziellen Stützstrümpfe werden in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bei bettlägerigen oder frisch operierten Patienten zur Prophylaxe gegen Thrombose eingesetzt. Ihr Druck ist in der Ruhelage am größten ist, aber nicht so stark wie beim Kompressionsstrumpf. Aus Erkennungsgründen werden Antithrombose-Stützstrümpfe deswegen ausschließlich weiß gestrickt.