Anzeige
Offenheit statt Scham
Offenheit statt SchamFoto-Quelle: © Rainer Sturm / www.pixelio.de

Ein Mal ist kein Mal? Oder doch ernst zu nehmen?

Service Tipp
Beitrag von Service Tipp

Es gibt Themen, über die sprechen auch Frauen nicht so gern. Und Männer schon gar nicht. Ganz obenan steht ein besonders sensibles Thema: Mann möchte und kann nicht. Wenn es nur ein einziges Mal passiert, ist das wohl für niemanden ein wirkliches Problem. Geschieht es häufiger, entstehen schnell Fragen, Selbstzweifel, Scham und Sprachlosigkeit. 



Statistisch gesehen, erlebt fast jeder zweite Mann über 40 Jahre diese Situation, nicht zu können, ein Mal oder mehrfach in seinem Leben. Ein befreundeter Arzt sagt: „Du glaubst nicht, wie schwer das Sprechen fällt. Selbst Patienten, die ich schon lange kenne und die sonst ganz offen und direkt ihre Probleme ansprechen. Als Mann kann ich das sehr gut verstehen, als Arzt würde ich mir wünschen, dass wir dieses Tabu durchbrechen. Es belastet nämlich nicht nur den betroffenen Mann, sondern in aller Regel auch die Partnerin und irgendwann ihre Beziehung.“


Wann ist ein Mal nur ein Mal?


Ganz einfach beantwortet: wenn es nur ein Mal passiert und dann nicht mehr oder nur in langen Abständen und sehr selten auftritt. Wird Mann älter - d.h. 40 plus - und erlebt dies häufiger, kann dies ein Frühhinweis, ein Signal für organische Probleme sein.



Mediziner wissen, psychische Faktoren wie dauerhafter Stress oder Partnerschaftskonflikte sind nur in 20 bis 30% der Fälle die führende Ursache für Erektionsstörungen. Rund 70 bis 80% aller Erektionsstörungen haben organische Gründe.

Zunehmendes Alter ist dabei ein wichtiger Faktor, weil mit der Zahl der Jahre die Gefäßerkrankungen zunehmen. Gerade der Penis aber besitzt sehr feine Blutgefäße, die besonders anfällig sind für Ablagerungen. Wer raucht, viel Alkohol trinkt oder übergewichtig ist, begünstigt diese Entwicklung. 


Wenn das Alter sich bemerkbar macht…


… dann treten zusätzlich zu den Erektionsstörungen oft auch Prostatabeschwerden auf, meist nach dem 50. Lebensjahr. Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, kann sich bis auf die Größe einer Orange vergrößern. 



Wenn man bedenkt, dass sie in jungen Jahren nur kastanienklein ist, kann man sich gut vorstellen, wie sich ihre Vergrößerung auswirkt: Häufiger Harndrang, auch nachts, Probleme beim Wasserlassen verändern das Leben und beeinträchtigen den Alltag. Mann ist sozusagen ständig auf der Suche nach der nächsten Toilette und muss nachts oft raus. 


Ärzte empfehlen: Lieber Klarheit als Selbstzweifel.


Organische wie auch psychische Ursachen können heutzutage sehr gut abgeklärt  und behandelt werden werden. Sie sollten es angehen - sich selbst zuliebe und aller Scham und Sprachlosigkeit zum Trotz. Schließlich können sich dahinter ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes ankündigen. 



Die Untersuchungsmethoden geben weiteren Aufschluss. Der Einstieg in ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt ist dennoch für viele noch schwierig. 



Ein möglicher Anfang könnte der Satz sein: „Intimität ist für mich und meine Partnerin nicht mehr so einfach wie früher. Ich habe das Gefühl, es könnte an mir liegen.“ Er wird dies sehr gut verstehen und sehr gut und individuell helfen können. Bei den nächsten Sätzen wie auch bei der „Lösung des Problems“. 



Der Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Lilly.



Mehr erfahren unter https://www.antworten-zur-maennergesundheit.de