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EBOLA, NIX FÜR UNS?

Von wize.life-Nutzer - Montag, 13.10.2014 - 23:40 Uhr

An den Flughäfen in Brüssel, Paris oder London landen täglich Flugzeuge aus Guinea, Liberia und Sierra Leone und hier stehen die Tore für das Virus weit offen. Auch mehrere afrikanische Länder mit Anschlussflügen nach Europa werden aus dem Epidemiegebiet angeflogen. Eine Fieberkontrolle bei der Einreise, wie sie derzeit von der EU erwogen wird, ist sinnlos, weil zwischen Ansteckung und Auftreten der Symptome bis zu 21 Tage vergehen.

Wir können uns daher nicht darauf verlassen, dass jeder importierte Fall sofort erkannt wird, bevor es zu weiteren Infektionen kommt. In Nigeria verursachte ein einziger Ebola-Kranker einen Ausbruch mit 20 Infizierten und acht Toten. Um das Virus wieder einzufangen, mussten rund 900 Kontaktpersonen ermittelt und 18 500 Befragungen durchgeführt werden.

In Deutschland gibt es sieben Sonderisolierstationen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart), die theoretisch bis zu 50 Patienten behandeln könnten. Praktisch ist aber nur die Hälfte der Betten sofort verfügbar, weil die teuren Spezialeinrichtungen nie ausgelastet waren, daher Personal abgezogen und die Isolierbetten für andere Patienten verplant wurden. Ein Problem ist auch die geografische Verteilung. In Berlin wären in kurzer Zeit bis zu 24 Isolierbetten verfügbar, in ganz Nordrhein-Westfalen gibt es nur drei und in anderen Bundesländern überhaupt keine Behandlungsplätze für Ebola-Patienten. Auch gibt es nur wenige Spezialfahrzeuge für hoch infektiöse Patienten, die zudem über ganz Deutschland verstreut sind. Auch für umfangreichere Quarantänen, z. B. beim Auftreten von Ebola in einer Gemeinschaftsunterkunft, stehen keine geeigneten Einrichtungen zur Verfügung.

Ein begrenzter Ebola-Ausbruch ist also auch in Deutschland nicht auszuschließen. Trotzdem behauptet die Bundesregierung in einer Mitteilung vom 07. Oktober 2014: "Eine Gefährdung der Bevölkerung in Deutschland besteht nicht."

Auszug aus einem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 12. Oktober 2014

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4 Kommentare

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Stellt Euch mal vor, die IS-Dschihadisten würden ein paar ihrer Leute (Freiwillige finden die ja immer) mit dem Ebola-Virus infizieren und auf die europäischen Länder loslassen.
Es gab ja auch schon HIV-Infizierte, da andere bewusst angesteckt haben.
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Inzwischen haben sich eine Pflegehelferin in Spanien und eine Krankenschwester in USA mit dem Ebola-Virus angesteckt.
Ein einziger falscher Handgriff beim Ausziehen kontaminierter Schutzkleidung (Handschuhe, Brille, etc.) reicht schon, um mit dem Erreger in direkten Kontakt zu kommen und sich zu infizieren.
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Bei uns in Mannheim funktioniert schon der einfache Rettungsdienst nicht, die Rettungsleitstelle ist so unterbesetzt, dass selbst Patienten mit Schlaganfall zu spät abgeholt werden. Am vergangenen Wochenende musste eine 73-jährige, unter andauerndem Erbrechen unklarer Ursache leidende Frau sieben (!) Stunden warten, bis sie abgeholt und zur Behandlung gebracht wurde. Inzwischen beschäftigt sich aufgrund der Medienberichte die Staatsanwaltschaft mit dem Sachverhalt.
Gerade in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG gelesen: Erbrechen ist ein Symptom für Ebola!!!
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