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Trotz Pflegebedürftigkeit zu Hause bleiben
Trotz Pflegebedürftigkeit zu Hause bleibenFoto-Quelle: © Robert Kneschke - www.Fotolia.com

Trotz Pflegebedürftigkeit zu Hause bleiben

Service Tipp
Beitrag von Service Tipp

Zum Leben eines Menschen gehört, älter zu werden. Fit und gesund ein hohes Alter erreichen, wer möchte das nicht. Leider gehört es zum Altern ebenfalls dazu, sich über die eigene spätere Pflegebedürftigkeit Gedanken zu machen. Eine plötzliche Krankheit, ein Schlaganfall oder ein Unfall tritt stets unangekündigt ein.

Jahrzehntelang hat man sein Leben selbst gemeistert, sich ein Leben aufgebaut, sich um sich selbst gekümmert. Über die eigene Pflegebedürftigkeit nachdenken, das bedeutet sich mit dem Gedanken an die eigene Unselbstständigkeit zu befassen. Die meisten Menschen vollen niemandem zur Last fallen, erst recht nicht den eigenen Angehörigen. Oft merkt man selbst nicht, dass sich das Alter bemerkbar macht und man langsam 'abbaut'.

Wer soll einen im Pflegefall betreuen?


Es sind nicht nur die rechtlichen Angelegenheiten, die für den Pflegefall geklärt werden müssen. Auch Angehörige sollten in die Entscheidungen mit einbezogen werden. Es geht um die Frage, ob man später in einem Altenheim, in der eigenen Wohnung oder bei der Familie leben möchte. In der eigenen Wohnung zu bleiben, bedeutet, dass ein Mitarbeiter eines mobilen Pflegedienstes regelmäßig vorbeischaut und die Aufgaben übernimmt, die man selbst aufgrund der Pflegebedürftigkeit nicht mehr wahrnehmen kann. Auch das Einstellen einer Haushaltshilfe macht es möglich, dass man im Falle der Pflegebedürftigkeit weitestgehend selbstständig bleiben kann.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich von Angehörigen pflegen zu lassen. Leider sind nicht in allen Haushalten ausreichend Räumlichkeiten vorhanden, um den pflegebedürftigen Opa oder die Oma aufzunehmen. Neben dem nötigen Raum muss auch der Wille zur Pflege vorhanden sein. Hiernach sollte man stets direkt fragen und nicht von vornherein „niemandem zur Last fallen“ wollen. Angehörige können sich von außerhalb bei der Pflege unterstützen lassen. Viele kümmern sich gern. Man muss ihnen nur die Chance dazu geben.

Ist das Leben in der eigenen Wohnung wegen sehr starker Pflegebedürftigkeit nicht mehr möglich und haben auch die Angehörigen keinen Platz, so bleibt noch die Möglichkeit, in ein Pflegeheim einzuziehen. Viele Menschen fühlen sich in diesem Fall abgeschoben und unwohl. Konnte man in den erstgenannten Fällen noch ein halbwegs eigenständiges Leben führen, so ist man im Pflegeheim vollständig von den jeweiligen Zeitvorgaben im Heim abhängig. Das gefällt nicht nur vielen Bewohnern nicht, sondern auch nicht deren Angehörigen.