Aluverpackung
AluverpackungFoto-Quelle: DEF

Aluminium - ein unbedenklicher Alleskönner?

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern

Kaum ein Stoff hat in den letzten Jahren so unbeschwert Einzug gehalten in alle Lebensbereiche wie Aluminium. Wegen seiner Eigenschaften ist dieses Leichtmetall aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Es wird nicht nur in Autos und Haushaltsgeräten verwendet, sondern auch in Form von Alufolie oder als Verpackungsmaterial für Getränke, auch in Medikamenten, Deos, Cremes und Zahnpasta ist es zu finden. Doch das Leichtmetall ist in Verruf geraten und die Hinweise häufen sich, dass es gesundheitlich höchst bedenklich ist.

In reiner Form kommt Aluminium in der Natur sehr selten vor. Das Aluminium-Erz wird meist großflächig im Tagebau abgebaut. Die Aluminiumanteile werden dann mit Hilfe von Natronlauge gelöst. Die Herstellung von Aluminium ist sehr energieintensiv. Für die Herstellung einer Tonne Aluminium werden rund 14.000 kWh Strom benötigt. In Deutschland werden jährlich 1,4 Millionen Tonnen Aluminium hergestellt. Der Bund der Energiever- braucher sagt, dass dafür ebenso viel Strom verbraucht wird, wie wir für Kochen und Beleuchtung brauchen. (www.energieverbraucher.de)

Auswirkungen auf die Gesundheit


Parallel zur umweltschädigenden Gewinnung des Metalls ist im „Zeitalter des Aluminiums“ ein merklicher Anstieg verschiedener Erkrankungen zu beobachten, wie z.B. Allergien, Osteoporose, Autoimmunkrankheiten, Rheuma und sogar Brustkrebs, Erkrankungen des Ner- vensystems, Epilepsie, Alzheimer, Multipe Sklerose. Aluminium hat auch eine starke Tendenz, sich in unseren Gehirnen einzulagern.

Aluminium im Alltag vermeiden!


Aluminium kann im Alltag vermieden werden. Dabei stehen Veränderungen in Ernährungs- und Kochgewohnheiten an erster Stelle:

- Aluminium- und Teflon-Küchenutensilien (Pfannen, Töpfe, Thermoskanne) vermeiden
- Kleinstverpackungen wie z.B. Kaffeekapseln vermeiden

- auf Alufolie, Grillschalen, Getränkedosen (vor allem mit säurehaltigen Softdrinks), Konservendosen verzichten
- alternativ Papier, Glas und Stahl bei Verpackung und Kochgeschirr verwenden
- statt Tuben Glasbehälter kaufen (z.B. Tomatenmark, Senf )
- vor allem bei saurem Inhalt wird mehr Aluminium herausgelöst. Saure Lebensmittel nicht mit Alufolie abdecken (z.B. Erdbeeren, Tomaten, Rhabarber).
- Natürliche Lebensmittel verwenden.

Aluminium ist im Trinkwasser ein natürliches Spurenelement. Der Wert von 0,2 mg – 0,4 mg / Liter sollte nicht überschritten werden.
Aluminium befindet sich als Stabilisator, Farbstoff, Backtriebmit- tel oder Trennmittel vor allem in Backmischungen, Fertigbackwaren, Süßigkeiten und Babynahrung, Käse und Tafelsalz.
Die E-Nummern wie E173, E520, E521, E523, E554, E555, E556 und E598 verraten Aluminium und Aluminiumverbindungen.

Aluminium in Kosmetika


Aluminium ist zur Schweißhemmung und Desinfektion oder als Emulgator in Kosmetika zu finden.
Deshalb als Empfehlung:
• Nur Deodorants ohne Aluminiumchlorid verwenden.
• Bei Zahn- und Sonnencremes auf die Inhaltsstoffe achten und zu Produkten ohne Aluminiumchlorid oder -fluorid greifen.
• Medikamente ohne Aluminium verlangen.
• Bei medizinischen Mundspülungen und Impfstoffen wird Aluminium als entzündungshemmend bzw. als Hilfsstoff zur besseren Wirkung verwendet.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:
www.bfr.bund.de, www.vbz-bayern.de www.verbraucherservice-bayern.de, www.lebens- mittel.org, www.lgl.bayern.de

Aluminium und dessen vielfache Auswirkungen auf unser tägliches Leben wird aktuell ebenso in TV-Sendungen nachgegangen. Mit diesem Beitrag kann ich nur einige Aspekte der Aluminium-Thematik aufgreifen, um damit einen (Um-)Denkprozess anzustoßen. Informieren Sie sich!
Jede/r kann für sich entscheiden, welche Produkte gekauft bzw. verwendet und gegessen werden. Wollen wir umsichtig mit unserem Körper und der Umwelt umgehen und nach Alternativen zu Alufolie und Co. Ausschau halten!

Marianne Gast-Gehring,
Vorsitzende AEH-Förderkreis Bayern

def aktuell 3/2014
download auf www.def-bayern.de