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Ebola und die Macht der Medien
Ebola und die Macht der MedienFoto-Quelle: © efks - www.Fotolia.com

Ebola und die Macht der Medien

Von Monika Preuk - Dienstag, 28.10.2014 - 16:38 Uhr

„Ebola wird immer beängstigender“, „Ebola erobert New York“, „Ebola-Patient fuhr mit der U-Bahn“. Zeitungen und Websites überbieten sich derzeit mit Horrormeldungen über Ebola. Viele, die noch vor einem Monat vernünftig argumentierten, werden jetzt in den Sog der allgemeinen Panik gezogen. Manche Medien sorgen sogar mit einem Live-Ticker dafür, dass die Angst quasi im Minutentakt geschürt wird.

Ebola zur Steigerung der Auflage

Klar, die viel zitierte Informationspflicht der Medien verlangt es, dass über eine so gefährliche Krankheit wie Ebola informiert wird. Dabei jedoch ständig Schrecken zu verbreiten, als würde die Pest vor der Tür stehen, ist unverantwortlich. Was inzwischen allen klar sein müsste: Ebola verbreitet sich – Gottseidank – nicht wie Schnupfen oder die Windpocken. Unbestritten schenkt das Thema Ebola jedoch den Printmedien hohe Auflagen und den Websites viele Klicks.

Mehr Aufklärung, mehr medizinische Hilfe

Die „Aufklärungsarbeit“, die Medien in Europa und den USA momentan durchführen, sollte besser in den von Ebola betroffenen Ländern stattfinden. Immer noch werden Ebola-Patienten zu spät ins Krankenhaus gebracht, an Ebola Verstorbene von den Angehörigen angefasst und geküsst. Außerdem wichtig: gezielte medizinische Hilfe. Doch dafür braucht es viel Geld. Die EU hat deshalb ihre Hilfe auf rund eine Milliarde Euro verdoppelt.

21 Tage Quarantäne für jeden, der aus Ebola-Gebieten kommt

Und endlich werden nun erstmals Helfer, die aus Ebola-Gebieten kommen, 21 Tage lang unter Quarantäne gestellt. Das ist die Zeitspanne, in der die Krankheit ausbricht, falls eine Infektion stattgefunden hat. Leider gibt es diese Quarantäne vorerst nur in den USA. Wünschenswert wäre, wenn dieses Beispiel in allen Länder Schule machen würde – davon liest man aber sogar in den Ebola-Live-Tickern leider nichts. Die verängstigen nur weiter. Dabei weiß jeder, dass Angst immer ein schlechter Berater ist. Schön wäre es in diesem Zusammenhang, mal über die engagierten und unerschrockenen Helfer zu berichten, die auch in deutschen Kliniken Ebola-Patienten versorgten.

7 Kommentare

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Eine gesunde Angst lässt vorsichtiger werden....nur man kann nicht vor allem flüchten..Panik ergreift die ,die mittendrin sind und dabei...und das ist für mich verständlich...aber sich einfach mal Gedanken machen über das was in den Medien kund gegeben wird ist nicht das Verkehrteste..Welche das sind, ist was anderes..
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In dieser Welt hat sich doch nichts geändert,früher predigten die
Pfarrer der Kirchenkanzel herunter was das Volk zu Tun hat.
Heute machen das die Politiker und Parteien mit Hilfe ihren Medien
mit denen sie dem Volk sagt,was es zu Tun hat.
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Wenn die Medien dieses Thema viel eher konsequent aufgegriffen hätten, wäre jetzt die Panik nicht mehr so groß und wir würden anders damit umgehen. Vor allen Dingen wäre die Politik zu schnellerem Handeln gezwungen worden.
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Ebula ist ein Elend für die Kranken,und zugleich ein Segen für die
Weltpresse.
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ebula ist der beste verfechter einer pantemie.ist man so blöd zu meinen, man kriegts in den griff? infizierte ins land zu holen ist schon irre.vor der ausreise quarantäne für ausreisende,das wär vernüftig,ums nicht noch zu verteilen. den medien ist das wurscht.
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Leider ist ein großer Nachteil unseres virtuellen Zeitalters, dass so vieles schneller verbreitet wird, als es vorhanden ist. Will sagen, die Medien sind dermaßen schnell mit ihrer Verbreitung von Nachrichten, dass sie sich nicht mehr die Zeit dies zu überprüfen bevor sie es verbreiten.
Wichtig ist, dass möglichst schnell ein Impfserum gegen Ebola gefunden wird. So weit ich weiß, ist ja bereits etwas in Arbeit.
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Gewiss machen Medien mit Schlagzeilen Kasse. Ob das legitim ist oder nicht, will ich nicht bewerten. Panik zu generieren ist grundsätzlich keine gute Idee.
Das Problem an Ebola ist aber, dass es um ein Virus handelt, dass nicht behandelbar ist. Im Gegensatz zur Pest, hier ist der Erreger ein Bakterium, da greift Antibiotika.
Aufgurund unserer wunderbar globalisierten Welt sind die Wege von Erregern kurz, um in ein anderes Land zu gelangen. Ebola ist nun mal hochinfektiös und ohne entsprechende hygienische Maßnahmen kann es sich gut verbreiten. Eine Inkubationszeit von 21 Tagen ist sehr lang, der Verlauf oft genug tödlich und höchst unschön, da es zu äußeren und inneren Blutungen kommt.
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