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Zecken: Vorsicht vor Krankheitserregern

Zecken: Vorsicht vor Krankheitserregern

Von wize.life Gesundheitstipp - Donnerstag, 07.05.2015 - 17:50 Uhr

Frühlingshafte Temperaturen und längere Tage machen vielen Menschen wieder verstärkt Lust auf Aktivitäten im Freien. Je nachdem, wo man sich aufhält, steigt damit aber das Risiko von Zeckenstichen. Diese wiederum bergen die Gefahr einer Infektion mit den gefährlichen Krankheiten FSME und Borreliose. Wie Sie sich schützen können und in welchen Regionen Deutschlands besondere Vorsicht geboten ist, haben wir für Sie zusammengefasst.

Was sind Zecken und warum sind sie gefährlich?


Bei der Familie der Zecken handelt es sich um Parasiten, die sich von Blut ernähren – dazu gehören bevorzugt Wildtiere wie etwa Rehe, aber auch Pferde, Hunde und Menschen. In unseren Breitengraden ist der „gemeine Holzbock“ die verbreitetste Zeckenart.

Zecken „beißen“ nicht im üblichen Sinne, sondern durchbohren mit ihrem speziell geformten Kiefer die Haut des Wirtes. Anschließend saugen sie mit ihrem Teleskop-Rüssel das austretende Blut aus der Wunde. Das dauert im Normalfall Stunden. Nachdem sich die Zecke mit Blut vollgesogen hat, lässt sie sich von ihrem Wirt fallen. Nach einer derart ausgedehnten Mahlzeit kann eine Zecke notfalls bis zu einem Jahr lang ohne einen neuen Wirt überleben.

Der Zeckenstich selbst ist für den Wirt in aller Regel ungefährlich – es handelt sich um eine eher kleine, oberflächliche Verletzung. Da Zecken jedoch beim Saugen Körperflüssigkeiten in die Wunde abgeben, können sie den Wirt mit Krankheiten infizieren. In Deutschland können Zecken vor allem Borreliose sowie die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) übertragen.

FSME verteilt sich äußerst ungleichmäßig über die verschiedenen Regionen Deutschlands. Besonders groß ist die Gefahr einer Ansteckung im Süden Deutschlands. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Wohn- oder Urlaubsort in ein Risikogebiet fällt, können Sie sich mit dieser Karte des Robert-Koch-Instituts informieren.

Wie schütze ich mich gegen Zeckenstiche?


Zecken halten sich bevorzugt in Sträuchern und im Unterholz auf und fühlen sich nur in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit wohl. Besondere Vorsicht ist daher in Laub- und Mischwäldern, aber auch im heimischen Garten geboten. Trockene und offene Flächen wie zum Beispiel ein Rasen im Park sind hingegen als Lebensraum eher ungeeignet und weisen daher nur ein geringes Risiko auf.

Tragen Sie beim Aufenthalt in gefährdeten Regionen am besten geschlossene Kleidung, also feste Schuhe, lange Hosen und idealer Weise auch langärmelige Oberteile. Wählen Sie nach Möglichkeit helle Kleidung, denn darauf sind Zecken besser zu erkennen. Durch diese Art der Kleidung haben Sie gute Chancen, Zecken schon zu entdecken, bevor sie zugestochen haben. Suchen Sie sich, nachdem sie draußen waren, möglichst zeitnah gründlich nach Zecken hab, insbesondere an geschützten Stellen mit dünner Haut wie etwa Hals, Achseln, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehlen – dort stechen Zecken bevorzugt.

Es gibt außerdem spezielle Anti-Zeckenmittel, auch als Zecken-Repellents bezeichnet, die helfen sollen, Zecken fern zu halten. In der Apotheke gibt es eine Auswahl entsprechender Mittel – lassen Sie sich über das für Sie geeignete Präparat beraten.

FSME: Impfung ist in Risikogebieten sinnvoll


Sollten Sie in einem FSME-Risikogebiet leben oder einen Urlaub dort planen, kann es sinnvoll sein, eine Schutzimpfung gegen FSME vornehmen zu lassen. Insbesondere für Menschen, die sich viel im Wald aufhalten – beispielsweise Natursportler – ist diese Impfung sinnvoll.

Gegen Borreliose kann man sich dagegen nicht impfen lassen. Sie ist aber, wenn sie früh erkannt wird, normalerweise gut mit Antibiotika behandelbar.

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