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Ist der Giersch mehr als nur ein Unkraut?

Von Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern - Donnerstag, 25.06.2015 - 11:00 Uhr

Allgegenwärtig ist der Giersch. Gewaltige Mengen haben wir schon vom Beetrand und aus dem Beet selbst ausgerottet, Wurzeln gezogen, zwei, drei Eimer voll bestimmt. Dennoch, der Giersch ist unausrottbar. Sein Wurzelwerk ist so umfassend, dass er vielleicht die "bestvernetzte" Gartenpflanze überhaupt ist. Gartenpflanze? Ja, ist der Giersch denn mehr und anderes als ein fürchterliches Unkraut?

Na, zumindest schadet er nicht. Er ist sogar essbar und recht gesund. Sein frisches Grün tut schon den Augen wohl. Die mittelgroßen zackigen Blätter sind vielfach verwendbar, in Kräuterbüscheln oder im Salat. Auch blanchiert als Spinat ist der Giersch zuzubereiten, andere kochen Suppe davon oder fügen ihn beim Kochen bei. Auch als eine Pfannkuchenfüllung, vielleicht in Kombination mit Frischkäse oder zerbröckeltem Schafskäse ist er denkbar.

Viele weitere Nutzungen nennt der Agrarinformationsdienst und lobt den Giersch auch als gesund: Er enthielte sehr viel Vitamin C, Kalium, Eisen und weitere Mineralstoffe. Darüber hinaus wirke er immunisierend und auch entwässernd.

Wer den Giersch nicht essen mag: Sowohl die Blätter mit ihrem frischen Grün als auch die zarten weißen Blütenpunkte machen den Giersch zu einer idealen Beipflanze in allerhand Blumensträußen. In der Kombination mit den verschiedensten Pflanzen bis hin zur Gartenkönigin der Rose machen sich ein paar Gierschstengel nicht schlecht, da sie immer dezent wirken und im Hintergrund bleiben. Also vielleicht können Sie sich mit dieser Nutzung anfreunden? - Sie bringen ihn ja doch nicht los.


Quelle für die gesundheitlich wirksamen Stoffe: aid newsletter vom 29. April 2015

2 Kommentare

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Hier ein Rezept!

Giersch-Ravioli
Für 4 Personen
Zubereitung: ca. 1 Stunde
Ruhen: ca. 1 Stunde

Für den Nudelteig:
120 g Pastamehl (aus dem ital. Feinkostladen; ersatzweise Spätzlemehl)
80 g Hartweizengrieß
½ TL Salz
2 Eier
1 TL Olivenöl

Für die Füllung:
50 g Giersch
120 g Pecorino
1 Bio-Limette
1 Chilischote
200 g Ricotta
Salz

Für die Soße:
100 g Giersch
5–6 EL Butter

(1) Für den Nudelteig Mehl, Grieß und Salz in einer Schüssel mischen. Die Eier und das Olivenöl hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde ruhen lassen.

(2) Inzwischen für die Füllung den Giersch waschen und trocken schütteln, die dicken Stängel entfernen
(3) und die Blätter grob hacken. Die Hälfte des Pecorinos fein reiben. Den restlichen Käse hobeln und zugedeckt beiseitestellen. Die Limette heiß waschen, trocken reiben und die Schale abreiben. Die Chilischote längs halbieren, putzen, waschen und fein hacken. Den Ricotta mit dem geriebenen Pecorino, Limettenschale, gehacktem Giersch, Chili und Salz in einer Schüssel verrühren.

(4) Den Nudelteig portionsweise mehrfach durch die Nudelmaschine drehen, bis gleichmäßige, 1–2 mm dünne Platten entstehen. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.

(5) Aus den Nudelplatten mit einem Teigrädchen ca. 12 x 12 cm große Quadrate ausschneiden. Jeweils 1 gehäuften EL Füllung in die Mitte der Teigstücke geben und diese diagonal zusammenklappen, sodass dreieckige Teigtaschen daraus entstehen. Die Ränder fest andrücken. Die Ravioli im Salzwasser 3–4 Minuten siedend garen, bis sie nach oben steigen.

(6) Für die Soße den Giersch waschen und trocken schütteln. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und den Giersch darin kurz schwenken. Die Ravioli in ein Sieb abgießen und auf Tellern anrichten. Den Giersch mit der Butter darüber verteilen und alles mit dem gehobelten Pecorino bestreuen.

Tipp: Besonderen Biss bekommen die Ravioli, wenn Sie sie vor dem Servieren mit knusprigen Laugen- Croûtons bestreuen: Dafür ein Laugenbrötchen oder eine Laugenstange fein würfeln. 3 EL Butter in einer Pfanne zerlassen und die Würfel darin rundherum knusprig braten.
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