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Awalu Gololo auf Al-Kawari („Versprechen“) in Kebbi, Nigeria

Wie 150 Kamele den Kampf gegen Kinderlähmung in Nigeria unterstützen

Von News Team - Freitag, 03.07.2015 - 09:44 Uhr

Nigeria steht kurz vor Abschluss seines ersten Jahres ohne einen einzigen neuen Fall von Polio. Die letzte Infektion wurde am 24. Juli 2014 gemeldet.

Das wäre ein wichtiger Meilenstein für das Land, denn Nigeria wird bislang noch als eines der wenigen Länder eingestuft, in denen Kinder regelmäßig mit dem Poliovirus infiziert werden.

Und wie hat das Land es geschafft, die gefährliche Infektionskrankheit einzudämmen?

Dank Al-Kawari! Das nigerianische Kamel mit dem schönen Namen „Versprechen“ leistet ganze Arbeit im Kampf gegen die Kinderlähmung.

Seine Aufgabe ist es, Lebensmittel, Wasser, Viehfutter und praktisch alle anderen wichtigen Dinge des täglichen Bedarfs zu den Menschen zu bringen, die in den entlegensten Winkeln Westafrikas leben.

Für die Fulbe ist es jedes Mal ein freudiger Anlass, wenn Al-Kawari vollbepackt bei ihnen eintrifft. Das nomadisierende Hirtenvolk lebt überall im nigerianischen Bundesstaat Kebbi, verteilt in kleinen Dörfern aus Strohhütten.

Al-Kawari bringt den Menschen in Kebbi jedoch mehr als nur alltägliche Dinge.

Seit zwei Jahren transportiert das treue Lasttier auch freiwillige Impfhelfer mit dem wichtigen Polioimpfstoff zu den abgelegenen Nomadendörfern, damit auch wirklich kein einziges Kind vor den schrecklichen Folgen der Kinderlähmung ungeschützt ist.

Awalu Gololo aus dem Bundesstaat Kebbi ist einer dieser freiwilligen Helfer.

„Man weiß nie genau, wann die Fulbe weiterziehen“, sagt er. „Von den Kamelführern erfahren wir dann, wo sie sich aufhalten. Wir setzen wirklich alles daran, dass jedes Kind den wichtigen Impfschutz erhält.“

Im Zeitalter des Handys rufen Awalu und seine Kollegen einfach bei den Anführern der Fulbe an, um zu erfahren, ob eine neue Gruppe bei ihnen eingetroffen ist. Wenn ja, lassen sie sich auf den Kamelen dorthin bringen.

Al-Kawari ist eines von 150 Wüstenschiffen, die mit den Impfhelfern auf dem Rücken häufig hunderte Kilometer zurücklegen, um den Impfstoff in Nigeria zu verteilen – nach Gwandu, Jega, Arewa, Augie, Birnin Kebbi, Aleiro, Suru und in die Gebiete von Bagudo im Bundesstaat Kebbi.

Der Wert ihres Einsatzes ist nicht zu unterschätzen. 2013 waren es meistens ungeimpfte Kinder in abgelegenen Regionen, die von einer Neuinfektion betroffen waren. Ohne das Engagement der kamelberittenen Helfer stünde das Land jetzt nicht kurz davor, sein erstes poliofreies Jahr abzuschließen.

Doch der Einsatz der Helfer und Kamele ist noch längst nicht vorbei.

Drei Jahre ohne Neuinfektion braucht Nigeria, um als poliofrei eingestuft zu werden.
Deshalb unterstützt die Kampagne One Last Push die freiwilligen Impfhelfer (und die Kamele) in ihrem unermüdlichen Einsatz zur Ausrottung des Poliovirus in Nigeria.
Auch Sie können die Arbeit der freiwilligen Helfer unterstützen, indem Sie noch heute unser Polioversprechen unterzeichnen:
„Ich möchte, dass jeder Mensch auf der Welt geschützt ist, damit der Poliovirus niemanden mehr infizieren kann. Deshalb unterstütze ich die freiwilligen Helfer in ihrem mutigen Einsatz zur endgültigen Beseitigung von Polio.“

Wenn Sie unser Versprechen unterstützen möchten, klicken Sie bitte HIER.


Bitte machen Sie außerdem all Ihre Freunde und Bekannten auf diesen Artikel und die wertvolle Arbeit der freiwilligen Impfhelfer in Nigeria aufmerksam, damit sich die frohe Botschaft verbreitet und noch mehr Menschen die Kampagne One Last Push zur endgültigen Beseitigung des Poliovirus unterstützen.

2 Kommentare

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Ich habe ebenfalls unterschrieben. Wenn es helfen kann(?).
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Natürlich habe ich mit unterschrieben.
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