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Benno Blues

Depressionen bekämpfen

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 16.12.2015 - 14:40 Uhr

"Mir könnte das nicht passieren so wie dir. Ich bin anders. Ich bin ein Kämpfer. Ich war auch schon oft unten, da wo du jetzt bist, aber ich stand immer wieder auf." Das sind die Worte eines Mannes, der von sich glaubt, etwas besser zu wissen. Lassen wir ihm seinen Glauben. Diese Überzeugung schützt ihn davor, seinem depressiven Sohn liebe- und verständnisvoll entgegen zu treten. Kämpfen. Müssen wir wirklich immer kämpfen? Liegt im Kampf das Geheimnis des Lebens?

Man weiß, dass bei psychisch Kranken (ich hasse eigentlich diesen Ausdruck) die Gehirnchemie, sagen wir einmal, verändert ist, um nicht den gängigen Terminus "gestört" verwenden zu wollen. Der übliche medizinische Ansatz ist deshalb wohl auch, diesen "Mangelzustand" medikamentös ausgleichen zu wollen. Niemand weiß jedoch, ob die veränderte Gehirnchemie Ursache oder Wirkung der Depression ist. Warum eigentlich sollte die Evolution etwas hervor bringen, das die Spezies Mensch derart in Gefahr bringt? Vielleicht muss ja die Depression und all das was mit ihr verbunden ist gar nicht geheilt werden? Vielleicht ist ja die Depression selbst die Heilung? Geheilt werden müssten doch eher die vielen vielen Verletzungen der Seele, die noch immer offen liegen, noch nie richtig versorgt wurden, für die keine Zeit war oder die aus Scham sofort abgedeckt werden mussten, oder? Warum findet solch ein Ansatz nicht einmal den Weg in die Köpfe unserer Zeit?

hier weiter lesen: Kampf der Depression

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