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Iberogast: Bayer muss auf diese Nebenwirkung bei Magen-Darm-Mittel hinweisen ...

Iberogast: Bayer muss auf diese Nebenwirkung bei Magen-Darm-Mittel hinweisen - 2. Todesfall bekannt

News Team
13.09.2018, 15:44 Uhr
Beitrag von News Team

Das Magen-Darm-Mittel Iberogast könnte unter bestimmten Bedingungen die Leber schädigen. Hinweise darauf finden sich jedoch auf dem Beipackzettel keine. Eine Bundesbehörde will dies endlich durchsetzen, der Bayer-Konzern weigerte sich bislang. Jetzt gibt es Neues in der Sache.

Bei Problemen mit dem Magen vertrauen Millionen Deutsche auf Iberogast. Früher vom Mittelständer Steigerwald produziert, seit der Übernahme durch Bayer im Jahr 2013 vom Leverkusener Pharmariesen. Wer nicht gleich verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen möchte, greift zu diesem rezeptfreien Naturprodukt mit dem umstrittenen Schöllkraut.

Doch schon lange gab es Ärger. Denn das Magen-Darm-Mittel soll bei zu langer Einnahme die Leber schädigen. Hinweise darauf finden sich jedoch auf dem Beipackzettel keine. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) will das ändern und um entsprechende Passagen ergänzen, Bayer wehrte sich. Das BfArM setzte sich durch.

Wie nun bekannt wurde, muss der Pharmakonzern auf dem Beipackzettel vor den sehr seltenen, aber schwerwiegenden Leberschäden warnen. Bayer habe zugesichert, die angeordneten Änderungen innerhalb von vier Wochen umzusetzen, teilte das BfArM mit.

Zweiter Fall von Leberversagen

Hintergrund sind laut BfArM neue Nebenwirkungsmeldungen von Leberschädigungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Iberogast. "Darunter befindet sich nun ein im Juli 2018 bekannt gewordener zweiter Fall eines Leberversagens mit Lebertransplantation, der jedoch letztlich tödlich endete", so das BfArM in einer Mitteilung.

Und weiter:

Durch die in guter Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft erfolgte Abklärung erhielt das BfArM bis zum 10. September 2018 weitere wichtige Informationen von den meldenden Ärzten, die im Ergebnis einen Zusammenhang mit der vorherigen Anwendung von Iberogast nahe legen.

Iberogast in der Schweiz schon lange mit Warnung

Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic ist schon seit geraumer Zeit so weit und hat die Warnhinweise zu möglichen Leberschäden durchgesetzt. Für die Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche (Grüne) war dies Anlass, sich für volle Transparenz bei der Arznei in Deutschland einzusetzen. "Bayer nimmt seine Verantwortung nicht wahr, seine Kunden über alle möglichen Gefahren und Risiken aufzuklären", ist Schulz-Asche überzeugt. "Und die Bundesregierung versucht sich mit verschwurbelten Begründungen ihrer eigenen Verantwortung zu entziehen." Leidtragende seien die Patientinnen und Patienten.

Unter Verdacht: Schöllkraut
Unter Verdacht: Schöllkraut

Schon 2008 Probleme

Dem BfArM waren schon vor zehn Jahren insgesamt 48 Fälle in Deutschland bekannt, die einen Zusammenhang zwischen Leberschäden und dem Iberogast-Wirkstoff Schöllkraut vermuten ließen. Die Bonner Behörde wollte deshalb alle Hersteller von entsprechenden Produkten mit einer Tagesdosis ab 2,5 Mikrogramm Schöllkraut verpflichten, ihre Beipackzettel um diese Punkte zu ergänzen:

+ "Wenn Zeichen einer Leberschädigung (Gelbfärbung der Haut oder Augen, dunkler Urin,
entfärbter Stuhl, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Appetitverlust, Müdigkeit) auftreten,
sollten Sie die Einahme [...] sofort beenden, und einen Arzt aufsuchen.“

+ "[...] darf nicht eingenommen werden, wenn Sie an Lebererkrankungen leiden oder in der Vorgeschichte litten oder wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel mit leberschädigenden Eigenschaften anwenden.“

+ "[...] darf von Schwangeren und Stillenden nicht eingenommen werden.“

+ "Bei der Anwendung von Schöllkraut-haltigen Arzneimitteln sind Fälle von Leberschädigungen
(Anstieg der Leberenzymwerte, des Bilirubins bis hin zu arzneimittelbedingter Gelbsucht
(medikamentös-toxischer Hepatitis) sowie Fälle von Leberversagen) aufgetreten."

+ "Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei einer Anwendung von
mehr als 4 Wochen sollten die Leberfunktionswerte (Transaminasen) kontrolliert werden."

Bayer wehrte sich noch zu Jahresbeginn

Für Bayer war der Fall im Februar noch klar: "Eine Änderung der aktuellen Patienten- und Fachinformationen hinsichtlich der Verwendung von Schöllkraut ist derzeit nicht vorgesehen", teilte das Unternehmen mit. Der für die Herstellung von Iberogast verwendete Schöllkraut-Extrakt enhalte nur eine sehr geringe Menge an Alkaloiden. Die mit der empfohlenen Tages- Dosierung von dreimal täglich 20 Tropfen Iberogast aufgenommene Menge an Schöllkraut-Alkaloiden liegt laut Bayer bei etwa 0,3 Milligramm.

"Es liegen keine neuen Fakten vor, so dass sich die Sach- bzw. Beurteilungslage von Iberogast nicht verändert hat", heißt es aus der Konzernkommunikation. "Das Nutzen-Risikoprofil zu Iberogast bleibt unverändert positiv."

Und weiter: "Iberogast enthält einen Extrakt aus der Pflanze Schöllkraut für deren Inhaltsstoffe (Alkaloide) bei einer Dosis ab 8 Milligramm Alkaloiden pro Tag vereinzelt Leberschädigungen in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben wurden." Iberogast hingegen enthalte nur eine sehr geringe Menge von 0,3 Milligramm Gesamtalkaloide in der empfohlenen Tagesdosis.

Iberogast wird bei Sodbrennen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Magen-Darm-Krämpfen oder Übelkeit eingenommen. Auch bei einem Reizmagen- oder Reizdarmsyndrom kann Iberogast in Absprache mit dem Arzt als längerfristige Therapie Linderung verschaffen, so Bayer.

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28 Kommentare

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Ich finde das super liebes WL Team, dass hin und wieder solche Warnungen hier eingestellt werden
Weiter so und habt vielen Dank dafür !!
  • 12.09.2018, 16:45 Uhr
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gute Informationen bei Wise.Life, vielen Dank!
  • 12.09.2018, 14:39 Uhr
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Nach einer längeren Einnahme von Iberogast stellen sich bei mir in der letzten Zeit vermehrt Schmerzen im Oberbauch ein, werde deshalb darüber am 02.03.18 mit einem Facharzt sprechen und komme auf diesen Vorgang zurück.
  • 01.03.2018, 10:25 Uhr
  • 12.09.2018, 12:26 Uhr
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Iberogast zeigt bei mir ohnehin keine Wirkung (z.B. bei Magen-Darm-Verstimmungen), hab das Fläschchen entsorgt.
  • 01.03.2018, 09:35 Uhr
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Ok. Ich bin nun mal nicht in einem Durchschnitts-Krankenhaus von ehemaligen Nazi-Ärzten ausgebildet worden. Daran mag es liegen, dass ich schon in der Ausbildung zur Krankenschwester gelernt habe, IMMER die einzelnen Wirkstoffe eines Medikamentes einzeln auf ihre bekannten Nebenwirkungen hin zu erforschen.

So lautet die Angabe auf dem Beioackzettel:100 ml Flüssigkeit enthalten folgende Wirkstoffe:
Auszüge aus: Iberis amara
(Bittere Schleifenblume - Frische Ganzpflanze)
(1 : 1,5-2,5) 15,0 ml
Auszugsmittel: Ethanol 50 % (V/V)
Angelikawurzel (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml
Kamillenblüten (1 : 2 -4 ) 20,0 ml
Kümmelfrüchten (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml
Mariendistelfrüchten (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml
Melissenblättern (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml
Pfefferminzblättern (1 : 2,5-3,5) 5,0 ml
Schöllkraut (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml
Süßholzwurzel (1 : 2,5-3,5) 10,0 ml

Nun zitiere ich einfach mal aus der Apotheken-Umschau zu Angelikawurzel

Angelikawurzel kann mit anderen Doldengewächsen verwechselt werden, zum Beispiel mit dem giftigen Schierling. Deshalb besser nicht selbst sammeln, sondern Angelikawurzel aus der Apotheke beziehen.

Die enthaltenen Furanocumarine können die Haut lichtempfindlicher machen und damit zu Hautreaktionen führen, die einem Sonnenbrand ähneln. Meiden Sie daher nach der Einnahme von Engelwurz-Präparaten vorsichtshalber die Sonne.

Wer an einem Magen-Darm-Geschwür leidet, darf Angelikawurzel nicht anwenden.

Ach, es geht hier gar nicht um Engelwurz? Auch Angelikawurzel genannt? Nein? Wird aber doch als erstes Mittel genannt.

Wir sind doch bitte hier alle online. Wir können also alle, wirklich alle für jeden einzelnen Inhaltsstoff selbst die Suchfunktion des Browsers nutzen. Wer hindert uns?

Der Titelträger hat gesagt? Seit wann macht ein Titel, ein Stück Papier, einen Menschen? Füllt nicht vielmehr der Mensch den Titel mit Inhalt?

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Was zu tun ist gegen Völlegefühl....?

Wir sollten im Alter eh weniger essen. Grundsätzlich empfiehlt die WHO nicht ohne sehr guten Grund bereits seit Jahrzehnten, in der Woche durchschnittlich 300 g Fleisch inklusive Wurst zu verzehren. Wollen wir aber nicht zur Kenntnis nehmen. Also bitte:
Wer nicht hören will muss eben leiden. Doch. Bei diesem Thema auf jeden Fall. Und nein: Ich bin keine Veganerin mehr und auch keine Vegetarierin.

Weiter sollten wir ältere Menschen nach dem Essen ruhen. Zumindest die meisten von uns. Ernsthaft. Versucht es doch einfach mal, legt Euch nach dem Essen - Küche und Essbereich noch eben sauber gemacht - mal einfach für eine halbe Stunde auf die linke Seite. Gönnt Eurem Verdauungsapparat Ruhe, damit er ordentlich arbeiten kann.

Alte Menschen brauchen in der Regel nicht mehr so große Portionen. Gewöhnt Euch also diese Überfresserei in kleinen Schritten ab. Nachvollziehbar war diese Überfresserei direkt nach dem Krieg. Denn damals gab es ja kaum Lebensmittel.

Jetzt ist Fastenzeit. Schaut mal nach Leberdiät. Beachtet die Empfehlungen bis Ostern.

Fastenzeit ist nicht einfach eine Erfindung irgendwelcher Religionen. In regelmäßigen Abständen zu fasten ist schlicht gesund. Gibt es online reichlich wissenschaftliche Arbeiten zu.

Nein. Das Leben funktioniert nicht wie der Umgang mit Maschinen. Es funktioniert also nicht, weiter davon auszugehen, auf dieser Erde geltende Grundregeln missachten zu können

denn es wird ja schon irgendein Mittel gegen die Folgen geben.

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In meiner Ausbildung zur Krankenschwester lagen mal in einem Zimmer zwei Männer mit den genau gleichen Werten. Gleich alt, gleiche Ernährungsgewohnheiten .... . Beide lebten allerdings in anderen Verhältnissen. Professor Heepe senior behandelte also beide unterschiedlich. Erfolgreich selbstverständlich.
  • 01.03.2018, 05:22 Uhr
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was gibt es noch für Medikamente die keinerlei Nebenwirkungen haben?
  • 28.02.2018, 19:41 Uhr
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Das Gehirn braucht man übrigens auch zum Schreiben! Der DUDEN läßt grüßen!
Mit der neuen Rechtschreibung hat das aber nichts zu tun. Damit kämpfe ich ab und an!
  • 28.02.2018, 16:55 Uhr
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Welcher Politiker legt sich schon mit der Industrie an? Deren Argumente sind doch immer nur die Arbeitsplätze. Vorschriften werden durch Rechtsverdreher legalisiert.
Transparenz wird bewusst boykottiert und ist unerwünscht.
Der Bürger soll nach Möglichkeit weiterhin für dumm gehalten werden!
  • 28.02.2018, 16:42 Uhr
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Jeder sollte sein Gehirn einschalten befohr er Medis einnimmt
  • 28.02.2018, 15:09 Uhr
was soll denn der unqualifizierte Quatsch ???? übrigens : befohr ??????
  • 28.02.2018, 16:21 Uhr
Recht hast Du, habe es ihr schon geschrieben. 2 Fehler in einem Wort ist schon eine
Glanzleistung. Da kann man wohl kaum von einem Schreibfehler reden!
  • 28.02.2018, 16:49 Uhr
Jeder sollte sein Gehirn einschalten bevor er Medis einnimmt.
Hatte 1 Tippfehler ihr Beiden .
Medis ist die Abkürzung für Medikamente.
Also kehrt doch bitte vor eurer eigenen Türe.
wize.life-Nutzer was ist daran unqualifizierter Quatsch
  • 28.02.2018, 17:00 Uhr
wer frei von Fehlern ist werfe den ersten Stein.....tztz
  • 28.02.2018, 17:13 Uhr
Sandra
Ich tippe am Handy einfach zu schnell
  • 28.02.2018, 17:23 Uhr
a geh ...schreib wie dir der Schnabl gwachsn ist...basta......mit meinen Augen ist Handy tippen auch nicht lustig..
  • 28.02.2018, 17:27 Uhr
....unqualifierter Quatsch deshalb, weil Iberogast bisher als wirksames planzliches Heilmittel galt ohne Nebenwirkungen, keine chemische Keule . Daher unverständlich, wieso jemand sein Hirn vorher einschalten soll, wenn er dieses Mittel genommen hat ...
  • 28.02.2018, 17:28 Uhr
Des glaub i dir aufs Wort.
Is immer no ned besser
  • 28.02.2018, 17:28 Uhr
Ich habe das nicht auf Iberogast alleine bezogen sondern allgemein bei Medikamenten Einnahme
  • 28.02.2018, 17:30 Uhr
ja aber pflanzliche Substanzen können auch schaden,siehe Unverträglichkeiten und Allergien,davon kann ich ein Lied singen
  • 28.02.2018, 17:31 Uhr
Ich auch.
Hatte einen allergischen Schock auf Echinacin
erlitten weil ich nicht wusste daß ich auf Korbblütler allergisch bin
  • 28.02.2018, 17:34 Uhr
bei mir war die Kamille so schlimmund nachMeerfrüchterisotto im Urlaub wär ich beinah hops gegangen....usw....usw
  • 28.02.2018, 17:40 Uhr
Ach dann hast Du ja auch solch massive Probleme mit Natürlichen Medis und Lebensmittel.
Können wir uns die Hand reichen
  • 28.02.2018, 17:42 Uhr
yepp
  • 28.02.2018, 17:44 Uhr
  • 28.02.2018, 17:45 Uhr
Wer sein Gehirn einschaltet, der liest ZUERST sehr genau online nach, welche Wirkungen UND welche Nebenwirkungen zu den einzelnen Inhaltsstoffen veröffentlicht sind.

Wer sich diese Mühe nicht wert ist, der überlässt eben irgendeinem daher gelaufenen Titelträgerchen die Sorge um das eigene Leben.

Die Natur ist da pragmatisch:

Wer zu faul ist, den bestraft das Leben.
  • 01.03.2018, 05:26 Uhr
Bevor ich ein vom Arzt verordnetes Medikament nehme , lese ich selbstverständlich den Beipackzettel . Es kommt auch vor , dass ich ein Mittel zurück in die Apotheke bringe . Bin eh ´ für Naturheilmittel . Die Milch aus der Schöllkraut—Pflanze entfernt übrigens Warzen , einnehmen würde ich es natürlich nicht ...
  • 12.09.2018, 13:38 Uhr
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