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Gürtelrose – Warum Menschen über 50 besonders gefährdet sind und Vorbeugung  ...

Gürtelrose – Warum Menschen über 50 besonders gefährdet sind und Vorbeugung sinnvoll sein kann

News Team
03.09.2018, 14:24 Uhr
Beitrag von News Team

Gürtelrose hat mit der Kinderkrankheit Windpocken zu tun, betrifft jedoch vor allem ältere Menschen. Die ersten Anzeichen sind unspezifisch, deshalb zögern Betroffene oft, zum Arzt zu gehen. Dabei wäre eine rasche Behandlung wichtig, um die Krankheitsdauer zu verkürzen, Schmerzen zu lindern und gefürchtete Komplikationen wie die sogenannte postzosterische Neuralgie, durch die Gürtelrose verursachte, anhaltende Nervenschmerzen nach Abheilen des Hautausschlags zu verhindern.

Der Erreger der Gürtelrose oder medizinisch Herpes Zoster ist das Varizella-Zoster-Virus. Dabei handelt es sich um das gleiche Virus, das die Windpocken hervorruft. Wer einmal Windpocken hatte, meist als Kind, ist lebenslang gegen Windpocken immun. Allerdings verschwinden die Viren nach der Infektion nicht gänzlich aus dem Körper, sondern ziehen sich in Nervenknoten entlang des Rückenmarks zurück. Dort schlummern sie inaktiv, oft für Jahrzehnte. Denn ein starkes Immunsystem verhindert in dieser Zeit die Reaktivierung der Viren.

Kleine, rote Punkte und Bläschen auf der Haut - äußeres Zeichen von Gürtelrose
Kleine, rote Punkte und Bläschen auf der Haut - äußeres Zeichen von Gürtelrose

Warum das Risiko für Gürtelrose mit zunehmendem Alter steigt


Mit zunehmendem Alter lässt die Schlagkraft des Immunsystems nach. Es kann Viren nicht mehr so gut in Schach halten wie in der Jugend oder bei jungen Erwachsenen. Die Varizella-Zoster-Viren können deshalb zu neuer Aktivität erwachen. Sie vermehren sich, wandern über die Nervenbahnen zur Haut zurück. So entsteht die Gürtelrose. In Europa erkrankt jeder Dritte im Laufe des Lebens an Gürtelrose, zwei Drittel davon sind über 50 Jahre alt.

Wichtiges Symptom: Schmerzhafter, brennender Hautausschlag

Anders als bei einer Windpockeninfektion, bei der sich der charakteristische Hautausschlag am gesamten Körper ausbreitet, treten bei Gürtelrose Flecken und später flüssigkeitsgefüllte Bläschen örtlich begrenzt auf. Der typische Hautausschlag tritt halbseitig entlang derjenigen Hautregion auf, die von den jeweils befallenen Nervenknoten versorgt wird. Meist ist dies die Brustkorb- und Rumpfregion. Betroffene berichten häufig von einem stark brennenden, stechenden und ziehenden Schmerz.

Erste Anzeichen: Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen

Die ersten Anzeichen einer Gürtelrose sind meist nicht eindeutig: Erschöpfung, allgemeines Krankheitsgefühl und manchmal auch Fieber. Nicht immer denkt man dabei sofort an eine Gürtelrose (Link). So kommt es leider auch, dass eine Behandlung, die die auftretenden Schmerzen lindern und das Risiko für mögliche Komplikationen senken kann, oft nicht früh genug eingeleitet wird.

Mögliche Komplikationen der Gürtelrose

In einzelnen Fällen können die mit Gürtelrose verbundenen starken Schmerzen anhalten, auch wenn der Ausschlag schon abgeklungen ist. Bestehen diese länger als drei Monate, spricht man von einer sogenannten postzosterischen Neuralgie (PZN). Mit 5 bis 30 Prozent aller Gürtelrosefälle ist sie die häufigste Komplikation. Die ausgeprägten Schmerzen entstehen, weil die Viren den betreffenden Nerv nachhaltig geschädigt haben. Eine postzosterische Neuralgie kann die Lebensqualität von Betroffenen längerfristig stark beeinträchtigen.

Belastend, schwierig zu behandeln und oft langwierig – kann man denn nichts gegen das Auftreten einer Gürtelrose tun?


Um einer Gürtelrose vorzubeugen, gibt es für jeden Erwachsenen ab 50 Jahren die Möglichkeit einer Impfung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.impfen.de oder fragen Sie Ihren Hausarzt.

In Kooperation mit  
gsk
DE/ZOS/0078/18, Aug18