Ministerpräsidentin Maly Dreyer will anderen Patienten Hoffnung machen
Ministerpräsidentin Maly Dreyer will anderen Patienten Hoffnung machenFoto-Quelle: SPD Rheinpfalz

MS: Malu Dreyer (SPD) gibt anderen Hoffnung - "Mir geht es heute aber besser als vor 10 Jahren"

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Beitrag von News Team

Die an Multipler Sklerose erkrankte rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) träumt von sich oft als Gesunde. „Das kommt wohl daher, dass ich heute wieder Dinge tun kann, die ich vor zehn Jahren nicht konnte, ich kann wieder ziemlich gut laufen“, sagt sie in einem Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Als bei ihr 1995 die Krankheit diagnostiziert wurde, hieß es nur, „alles wird immer schwieriger, es werde einem schleichend immer schlechter gehen und niemals wieder besser“, so Dreyer weiter. Bei ihr treffe das aber nicht zu. „Mir geht es heute aber besser als vor 10 Jahren.“ Sie könne sich selbstständiger bewegen, brauche den Rollstuhl weniger. „Und ich hoffe, dass mein Beispiel anderen Mut macht.“ Deshalb spreche sie auch öffentlich über ihre Krankheit.

SPD-Spitzenpolitikerin war nach Diagnose erschüttert

Dreyer machte ihre Erkrankung erst elf Jahre nach der Diagnose öffentlich. Eine Krankheit sei generell etwas „zutiefst Privates, auch bei Politikern“, so Dreyer weiter. Nach der Diagnose sei sie erschüttert gewesen, habe ihr Leben neu sortieren und herausfinden müssen, wer sie mit der Krankheit sei und wie sie mit ihr leben könne. „Ich hätte die Fragen, die die Öffentlichkeit an mich gehabt hätte, zu dem Zeitpunkt gar nicht beantworten können.“