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Immer mehr Hautkrebs: Nach Rekordsommer schlagen Ärzte Alarm - Sonnencremes schützen nicht

News Team
Beitrag von News Team

Der Sommer 2018 hat Deutschland richtig verwöhnt. Kaum Regen, viel Sonne. Die Leute genossen die Wärme im Freien - beim Baden im See, im Straßencafé, auf dem Sportplatz. Doch zu viel Sonne kann schädlich sein. Dermatologen warnen nun eindringlich vor steigenden Hautkrebs-Raten.

Wie die Ärztezeitung berichtet, warnt der Tübinger Hautkrebsexperte Claus Garbe vor dem weit verbreiteten Irrglauben, dass Sonnenschutzmittel komplett vor Hautkrebs schützen. "Vor Sonnenbrand ja, vor Hautkrebs nicht."

IM VIDEO: Gefährliche UV-Strahlung - So schützt ihr euch vor Hautkrebs


Bereits sehr niedrige Dosen UV-Strahlung verursachten demnach Veränderungen des Erbguts in der Haut, welche wiederum das Krebsrisiko vergrößern können. Der Dermatologe an der Eberhard Karls Universität Tübingen weiter: "Sobald die Haut braun wird, sind schon Mutationen ausgelöst." Eine Studie mit knapp 2000 Kindergartenkindern habe gezeigt, dass Sonnenschutzmittel nicht vor Hautmutationen schützen, lange Kleidung aber sehr wohl.

Immer mehr Fälle von Hautkrebs

Bis 2030 erwartet der Top-Mediziner gar eine Verdoppelung der Zahl an Neuerkrankungen. Dann gebe es hierzulande so viele neue Hautkrebs-Fälle im Jahr wie bei allen anderen Krebsarten zusammen.

Weil der Sommer in diesem Jahr so plötzlich und früh eingesetzt hatte, "war kein langsames Vorbräunen, keine Gewöhnung der Haut möglich", erklärt Ralph von Kiedrowski vom Vorstand des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD). Zwar mache ein Sonnenbrand allein noch keinen Hautkrebs. "Aber die Haut addiert auf."