Das Robert Koch Institut rät in diesem Jahr zu einem Vierfachimpfstoff.
Das Robert Koch Institut rät in diesem Jahr zu einem Vierfachimpfstoff.Foto-Quelle: Pixabay

22.900 Tote pro Jahr in Deutschland: So schützt ihr euch vor der nächsten Virenwelle

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Beitrag von News Team

Bis zum Beginn der Grippewelle im Dezember und Januar ist es noch eine ganze Weile hin. Doch um dann optimal geschützt zu sein, sollte man schon bald handeln. Laut dem Robert-Koch-Institut ist der beste Zeitraum für eine Grippe-Impfung von Oktober bis November.

Nach dem Piks dauert es bis zu zwei Wochen, ehe der vollständige Schutz aufgebaut ist. Bei jungen Erwachsenen sinkt das Risiko einer Erkrankung dann um 80 Prozent. Ältere können ihre Wahrscheinlichkeit um die Hälfte senken.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) des RKI betont in diesem Jahr besonders die Notwendigkeit einer Impfung für bestimmte Bevölkerungsgruppen. Denn die Erkrankungen in den vergangenen Jahren sind rapide angestiegen.

So verzeichnete das RKI für die Saison 2016/17 allein in Deutschland 22.900 Grippetote.

Die Zahlen für 2017/18 liegen noch nicht vor, sind aber schätzungsweise noch höher.

Folgenden Bevölkerungsgruppen wird die Impfung dringend geraten:

  • Senioren - alle ab 60 Jahren
  • Bewohner von Pflegeheimen
  • Patienten mit chronischen Krankheiten
  • Schwangere (Schutz betrifft auch das Baby in den ersten Monaten)
  • Medizinisches Personal (damit sie die Erreger nicht an Patienten weitergeben)

Auch Nicht-Risikogruppen können sich jederzeit impfen lassen

Stiko empfiehlt erstmals Vierfachimpfstoff


Erstmals empfiehlt die Stiko einen Vierfachimpfstoff mit jeweils zwei Komponenten gegen A- und B-Linien des Influenzavirus. Bisher war hauptsächlich ein Dreifachimpfstoff mit zwei A- und einer B-Komponente gebräuchlich. Weil in der vergangenen Saison viele Menschen überraschend an einer B-Linie erkrankten, jetzt die Änderung.

Wichtig: Wurde die Vierfachimpfung bislang hauptsächlich Privatpatienten angeboten, profitieren jetzt auch Kassenpatienten.

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