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Diclofenac erhöht Risiko für Herzinfarkt - Neue Studie über beliebtes Schmer ...

Diclofenac erhöht Risiko für Herzinfarkt - Neue Studie über beliebtes Schmerzmittel veröffentlicht

News Team
03.10.2018, 10:59 Uhr
Beitrag von News Team

Diclofenac ist das weltweit am häufigsten verkaufte nicht-steroidalen Antirheumatikum. Auch in Deutschland ist das Schmerzmittel, das u. a. unter dem Handelsnamen Voltaren verkauft wird, äußerst beliebt. Eine neue Studie aus Dänemark beweist allerdings, dass der Wirkstoff das Herz schwer schädigen kann. Auch im Vergleich zu anderen Antiphlogistika wie Paracetamol oder Ibuprofen schnitt Diclofenac deutliche schlechter ab.

Wie das medizinische Fachportal „Medical Tribune“ berichtet, fanden Forscher der Universität Aarhus heraus, dass die Einnahme von Diclofenac zu schweren Herz-Kreislauf-Komplikationen führen kann.

Es bestehe eine erhöhte Gefahr eines Vorhofflimmerns oder -flatterns, Herzversagens, Herzinfarkts oder des Herztods. Gleiches gilt für den ischämischen Schlaganfall. Das Risiko nahm unabhängig von Geschlecht, Alter und Dosis zu.

Höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Forscher um Dr. Morten Schmidt untersuchten im Zeitraum von 1996 bis 2016 mehr als 1,3 Millionen Patienten, die Diclofenac erstmals verschrieben bekamen. Zum Vergleich wurden 3,9 Millionen Ibuprufen-, 765.000 Paracetamol- und 291.000 Naproxen-Patienten sowie 1,3 Millionen Menschen ohne Schmerzmittel herangezogen.

Das Ergebnis: Diclofenac-Anwender hatten im Vergleich zu unbehandelten Patienten ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko innerhalb von 30 Tagen nach Behandlungsbeginn eine schwere Herz-Kreislauf-Komplikation zu erleiden. Im Vergleich zu Patienten, die Ibuprofen und Paracetamol einnahmen, lag das Risiko um 20 Prozent höher. Verglichen mit Naproxen-Nutzern um 30 Prozent.

Auch bei Blutungen im Magen-Darm-Trakt gab es bei Diclofenac-Patienten ein deutlich erhöhtes Auftreten.

Diclofenac schon länger im Verruf


Es ist nicht das erste Mal, dass der Wirkstoff Diclofenac in der Kritik steht. Die Europäische Arzneimittelagentur warnt schon länger vor kardiovaskulären Risiken, vor allem wenn das Schmerzmittel in hoher Dosierung und über einen längeren Zeitraum eingenommen wird.

Das Problem bei Diclofenac ist unter anderem auch die kurze Halbwertszeit von nur ein bis zwei Stunden. Laut Ärzteblatt brauche man daher eine höhere Dosis, um Schmerzen langfristig zu bekämpfen.

Auch wenn Patienten, die hin und wieder zu Diclofenac greifen, laut der Wissenschaftler nicht in Panik verfallen sollten, fordern die Forscher doch, dass der Wirkstoff nicht mehr rezeptfrei erhältlich sein sollte.

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