Die Symptome einer Depression sind bei Männern ganz anders als bei Frauen.
Die Symptome einer Depression sind bei Männern ganz anders als bei Frauen.Foto-Quelle: Pixabay

Depression: Männer zeigen andere Symptome als Frauen - Woran man es erkennt

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Beitrag von News Team

Depression gilt noch immer als Frauenkrankheit. Dabei leiden genauso viele Männer an der psychischen Krankheit. Die Symptome sind bei Männern jedoch ganz anders als bei Frauen und auch die Suizidrate ist höher.

Depression bei Männern anders als bei Frauen

Männer und Frauen verhalten sich bei einer Depression vollkommen unterschiedlich, wie "Focus Online" berichtet. Während Frauen sich zurückziehen und selbst leiden, versuchen Männer ihre Gefühle zu verdrängen und lassen sie dann an anderen aus. Darunter müssen dann der Chef, die Frau, die Arbeit oder die Kinder leiden.

Das liegt daran, dass sich Männer oft nicht trauen, sich ihre Krankheit einzugestehen. Sie haben Angst, nicht mehr in die Gesellschaft hineinzupassen. Dieses Verdrängen setzt eine Abwärtsspirale in Gang, da dadurch immer neue Konflikte vorprogrammiert sind. Die vermeintlich typischen Anzeichen einer Depression wie Antriebslosigkeit und innere Leere treten nur bei Frauen auf, weshalb eine Depression beim Mann nur schwer diagnostizierbar ist.

Symptome der Männer-Depression

Genauso wie bei Frauen äußert sich die Krankheit bei Männern durch eine innere Anspannung. Diese Anspannung versuchen die betroffenen Männer durch eine gesteigerte Aktivität aufzulösen, wie "Focus Online" weiter schreibt. Sie haben das Gefühl, ständig etwas zu tun zu haben und entwickeln eine regelrechte Arbeitssucht. Selbst an freien Tagen gönnen sie sich keine Pause.

Durch die anhaltenden Konflikte kommen sich die Männer hilflos vor, was zu Wut und Aggression führt. Selbst ruhige Personen können durch die Depression zu unbeherrschten Menschen werden. Das kann in selbstzerstörerischem Verhalten münden. Viele der erkrankten Männer entwickeln eine extreme Risikobereitschaft und schaden sich selbst durch hohen Alkoholkonsum oder exzessives Rauchen.

Suizidgefahr höher als bei Frauen

Männer sind stärker selbstmordgefährdet als Frauen. Etwa zwei Drittel der Suizide in Deutschland werden von Männern begangen. Wie es bei dem Magazin weiter heißt, weisen die meisten von ihnen die Anzeichen einer Depression auf. Während Frauen oft versuchen sich umzubringen, um ihr Umfeld auf ihre Probleme aufmerksam zu machen, scheint der Suizid für die Männer als einziger Ausweg aus ihrer Krise.

Betroffene Männer müssen sich professionelle Hilfe suchen

Männern tun sich oft schwer damit bei einer Depression Hilfe zu suchen. Diese ist jedoch lebensnotwendig. Nach Angaben des "Focus" wirkt bei Männern vor allem eine individualisierte Behandlung, bei der sie selbst auf die Lösung kommen müssen. Welche Methode am Ende die richtige ist, muss zusammen mit einem Psychologen erarbeitet werden. Hauptsache ist, dass sich die betroffenen Männer überhaupt zu einer Therapie entscheiden.