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Vor GRIPPE-WELLE - Darum schon JETZT impfen lassen

News Team
Beitrag von News Team

Alle Jahre wieder, erfahrungsgemäß meist kurz nach Silvester, wird Deutschland von einer Grippewelle erfasst. Bis dahin dauert es also vermutlich noch eine Weile. Doch jetzt im November ist nach Ansicht von Experten genau der richtige Zeitpunkt, um sich gegen die „echte Grippe“ (Influenza) impfen zu lassen – und rechtzeitig geschützt zu sein.

Warum Experten eine Impfung empfehlen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist – hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Warum könnte der aktuelle Impfstoff wirksamer sein?

Gerade in diesem Jahr könnte die Wirkung des Impfstoffs besser sein als in den Vorjahren, denn aktuell wird ein umfangreicherer Impfstoff gespritzt als bisher.

„Die Grippeschutzimpfung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung wird in dieser Impfsaison ausschließlich mit einem Vierfach-Impfstoff erfolgen“, sagt Professor Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen.

Die Kosten dafür übernehmen für bestimmte Personengruppen die Krankenkassen. Bisher haben sie nur eine Dreifachimpfung bezahlt.

Anders in diesem Jahr: Bei allen, die über 60 Jahre alt sind oder zu einer Risikogruppe gehören, ist die Grippeschutzimpfung eine Pflichtleistung der Krankenkassen. Für sie übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Impfung, in diesem Jahr eben die mit dem Vierfach-Impfstoff.

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Zur Risikogruppe gehören neben Schwangeren auch die Bewohner von Altenheimen sowie alle diejenigen, die an einer Immunschwäche oder chronischen Krankheiten wie Asthma oder Diabetes leiden.

Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen bieten die Impfung darüber hinaus im Rahmen der freiwilligen Satzungsleistungen auch anderen Versicherten an, die nicht zur Risikogruppe zählen.

Warum sollten sich ältere Menschen unbedingt gegen Grippe impfen lassen?

Weil für sie laut der Ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts ein „erhöhtes Risiko“ besteht, dass bei ihnen eine Influenza einen schweren Verlauf nimmt, zu Komplikationen wie Lungenentzündungen und Herzinfarkt oder sogar zum Tod führt. Das Risiko an einer Influenza zu erkranken könnten Ältere durch eine Grippeimpfung etwa halbieren, so die Ständige Impfkommission.

In zahlreichen Studien habe sich zudem gezeigt, „dass eine Influenzaerkrankung bei geimpften Personen milder, also mit weniger Komplikationen verläuft als bei Ungeimpften“.

Wann sollte man sich impfen lassen?

Im Oktober oder November, empfehlen die Experten des Robert Koch Instituts. Denn nach der Impfung dauere es rund zwei Wochen, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut sei. Aber auch danach könne es sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen. „Schließlich ist nie genau vorherzusagen, wie lange eine Influenzawelle andauern wird“, heißt es.

Warum sollten sich Ältere jedes Jahr impfen lassen?

Dafür sprechen nach Ansicht der Ständigen Impfkommission vor allem zwei Gründe: Zum einen wird die Zusammensetzung des Impfstoffs jedes Jahr an die Virustypen angepasst, die in dem Jahr erwartet werden. Denn in jeder Grippesaison zirkulieren andere Influenza-Virusstämme. Abhängig davon gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Empfehlung für die jeweilige Zusammensetzung der Impfstoffe.

Der andere Grund: Die Schutzwirkung einer Impfung hält vermutlich nur eine Saison an.

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