Schwedische Herzinfarkt-Forscher finden heraus: Risiko hängt vom Wetter ab
Schwedische Herzinfarkt-Forscher finden heraus: Risiko hängt vom Wetter abFoto-Quelle: Pixabay

Herzinfarkt-Forscher finden heraus: Risiko hängt vom Wetter ab

News Team
Beitrag von News Team

Schweden. Forscher der Universität Lund haben herausgefunden, dass das Risiko eines Herzinfarkts bei bestimmten Wetterlagen deutlich höher ausfällt. Das Verhältnis zwischen der Herzerkrankung und den Wetterkonditionen haben sie anhand meteorologischer Daten und von fast 300.000 Einträgen aus dem schwedischen Herzinfarktregister „Swedeheart“ ermittelt.

Dies berichtet die „Pharmazeutische Zeitung“ (PZ) unter Berufung auf das Fachjournal „JAMA Cardiology“. Demnach hat das Forscherteam um die Wissenschaftler Moman A. Mohammad und Dr. David Erlinge festgestellt, dass an kalten Tagen mit niedrigem Luftdruck, starkem Wind und wenig Sonnenphasen das Risiko eines Herzinfarkts am höchsten ist.

Laut den Forschern bestand die stärkste Assoziation mit der Lufttemperatur, wobei um jede 7,4 Grad, die die Temperatur anstieg, das Risiko eines Herzinfarkts um 2,8 Prozent sank. Am häufigsten erleiden Menschen einen Herzinfarkt, wenn die Temperatur unter null Grad Celsius sinkt.

Mit der Untersuchung bestätigten die Forscher eine bereits bekannte Vermutung. Wie die PZ schreibt, gelten Kältereize schon heute als Risikofaktor sowohl für Herzinfarkte als auch Atemwegserkrankungen. Während der Grippesaison erhöhen sie das Infarktrisiko um das Sechsfache.

Nun wollen schwedische Forscher in einer weiterführenden Studie testen, ob eine Grippeimpfung das winterliche Infarktrisiko senken kann.

IM VIDEO | An diesen 4 Todesursachen stirbt jeder zweite Mensch weltweit

feb

Mehr zum Thema