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Schmalkalden: 120 Kinder an Krätze erkrankt – Erste Fälle auch in Hessen

News Team
Beitrag von News Team

Innerhalb von nur einer Woche sind im thüringischen Schmalkalden 120 Kinder an Krätze erkrankt. Betroffen sind laut "Focus Online" alle kommunalen Kindergärten und Schulen. Die Dunkelziffer könnte aufgrund der langen Inkubationszeit von vier bis sechs Wochen noch höher sein.

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Es herrscht weiterhin Ansteckungsgefahr.
Neuerkrankungen sind weiterhin wahrscheinlich
, gab das Landratsamt bekannt. Geschlossen wurden die Einrichtungen allerdings nicht.

Auch Hessen meldete Anfang der Woche erste Fälle. In Burghaun im Kreis Fulda wurden vier Kinder von Milben befallen. Die Ritter-von-Haune-Grundschule sowie die Krippe der Kindertagesstätte wurden daraufhin geschlossen. Dies bestätigten die Leiterinnen der Einrichtungen gegenüber "Osthessennews".

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Keine Ansteckung durch kurzen Hautkontakt


Grund zur Panik gebe es aber nicht. Denn für eine Ansteckung reicht kein bloßer Hautkontakt. Durch einen Händedruck oder eine Umarmung könne die Krätze nicht übertragen werden. Die Milben können auch nicht springen oder fliegen.
Da müssten die Kinder schon zehn Minuten unter einer Decke kuscheln

, so die Grundschulleiterin.

Krätze ist kein Anzeichen für mangelnde Hygiene. Vielmehr kann man bei Gartenarbeit und Aufenthalt unter Bäumen befallen werden.

Krätze ist keine hochinfektiöse Krankheit


Die Erkrankung ist nicht allgemein meldepflichtig, gab das Gesundheitsamt bekannt.

Wir können alle Eltern insoweit beruhigen, dass es sich um keine gefährliche oder hochinfektiöse Krankheit handelt

, so Dr. Waldemar Olk, hygieneverantwortlicher Arzt im Gesundheitsamt. Zwar sei Krätze unangenehm, hinterlasse aber keine bleibenden Schäden und sei gut zu behandeln.

Viele Personen lassen in Hessen lassen sich jetzt aber prophylaktisch behandeln. Das Amt gab Hygiene-Informationen heraus, wie man die Krätze bei Befall am besten eindämmt.

Milben nisten sich in Haut ein


Scabies – wie die Krankheit auch heißt – wird durch Milben verursacht. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, Haustiere sind nicht betroffen. Die Milben vermehren sich auf der Haut.

Während die Männchen sterben, nisten sich die Weibchen in den oberen Hautschichten ein, legen Eier und scheiden Kot aus. Das Immunsystem reagiert mit Rötungen, Schwellungen und Juckreiz.

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