18 von 20 getesteten Adventskalender aus dem Supermarkt fallen durch.
18 von 20 getesteten Adventskalender aus dem Supermarkt fallen durch.Foto-Quelle: Pixabay

Adventskalender im Öko-Test: Krebserregende Stoffe gefunden

News Team
Beitrag von News Team

Bald ist es wieder so weit: Kinder und Erwachsene dürfen ab Dezember die Türchen ihres Adventskalenders öffnen. Eigentlich soll ihnen damit die Zeit bis Weihnachten versüßt werden. Doch wie Öko-Test nun herausgefunden hat, sind die meisten Kalender mit Mineralöl belastet. In 18 von 20 untersuchten Produkten wurden gefährliche Rückstände gefunden.

Getestet wurden unter anderem die Kalender von:

  • Aldi Süd
  • Penny
  • Alnatura
  • Minderleinsmühle
  • Ferrero
  • Heilemann
  • Lindt
  • Rübezahn
  • Confiserie Heidel
  • Windel
  • Müller
  • Milka

Das erschreckende Ergebnis: Gesättigte Kohlenwasserstoffe waren in allen Kalendern.


Allerdings war die Menge in zwei Kalendern so gering, dass Experten diese nicht abwerten.

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Diese Produkte können überzeugen

Zwei Kalender wurden von Öko-Test mit der Note "sehr gut" ausgezeichnet. Das sind:

  • „Adventskalender Mini Emotis“ von Lindt Hello
  • „Die Besten Adventskalender“ von Ferrero

Diese Produkte fallen durch

Leider fanden sie auch „stark erhöhte Gehalte“ in Produkten. Betroffen sind:

  • „Adventskalender Puzzle“ von Alnatura
  • „Plami So Free Milk Organic Chocolate Alternative“
  • „Adventskalender“ von Windel
  • „Douceur Mein Adventskalender 2018“ von Penny

Die Experten vermuten, dass die Stoffe über die Verpackungen, Zutaten oder Transportverunreinigungen in die Produkte gelangt sind. Auf der Homepage von Öko-Test heißt es:

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Die nachgewiesenen Gehalte in acht weiteren Adventskalendern bewerten wir als „stark erhöht“. Gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe reichern sich im Fettgewebe und in Organen, etwa der Leber, an. In Tierversuchen haben MOSH Schäden an Leber und Lymphknoten verursacht. POSH sind noch wenig erforscht. Wir bewerten sie wie MOSH, da sie sich im Labor nicht abtrennen lassen und möglicherweise ähnlich wirken. Gesetzliche Grenzwerte gibt es bislang nicht.

Potenziell krebserregend


Aromatische Minderalölkohlenwasserstoffe (MOAH) wurden in den Produkten "Dragons Vollmilch-Schokoladen-Adventskalender"," Nickelodeon Paw Patrol Adventskalender" und "Windel Adventskalender" nachgewiesen.

Diese Kalender wurden daher mit einem „mangelhaft“ ausgezeichnet. MOAH steht im Verdacht, krebserregende Verbindungen zu enthalten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung heißt es, dass diese Mineralölbestandteile überhaupt nicht in Lebensmitteln auftauchen sollten.

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