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Zahl der Masern-Fälle steigt in Deutschland - Lage ist laut WHO besorgniserregend

News Team
Beitrag von News Team

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Die Zahl an Masern-Infektionen ist seit November 2017 weltweit um 10 Prozent gestiegen, im Vergleich zu 2016 sind es rund 40 Prozent mehr Ansteckungsfälle. In Deutschland ist die Lage besorgniserregend.

Hochgradig ansteckend: Dramatischer Anstieg von Masern-Erkrankungen


„Wir werden Opfer unseres eigenen Erfolgs“, sagte Martin Friede von der WHO-Fachabteilung Impfungen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Denn gerade deshalb, weil die Zahl der Ansteckungen weltweit seit 2000 um 85 Prozent zurückgegangen ist, sind viele Menschen - insbesondere Eltern - den Masern gegenüber „leichtsinnig“ geworden.

Von den 53 Staaten der WHO-Region haben bisher 37 die Masern eliminiert, wie die „Pharmazeutische Zeitung“ berichtet. Deutschland zählt jedoch nicht dazu.

Nach Angaben der deutschen Nationalen Verifizierungskommission Masern/Röteln (NAVKO) wurden 2017 929 Fälle gemeldet. 2016 waren es nur 325, also zwei Drittel weniger.

Weltweit Zehntausende von Kindern an Masern gestorben

Wie die WHO berichtet, wurden im Jahr 2017 190.000 Fälle von Masern bekannt. 110.000 Menschen seien an der Krankheit gestorben, die meisten davon Kinder.

„Masern sind eine höchst ansteckende, bisweilen tödliche Krankheit mit vielen Komplikationen“, warnt WHO-Impfexpertin Ann Lindstrand.

Doch für WHO-Experte Friede dürfte die Zahl der Ansteckungen weltweit deutlich höher liegen: Der Fachmann rechnet mit rund 6,7 Millionen Erkrankten weltweit.

Ursprüngliches Ziel der Weltgesundheitsorganisation war es, bis zum Jahr 2020 die Masern auszurotten.

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