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Nase-Bohren fördert gefährliche Bakterien - so schützt ihr Eure Kinder

News Team
Beitrag von News Team

Weltweit sterben jedes Jahr mehrere Millionen Menschen an einer durch Pneumokokken-Infektion. Darunter 826.000 Kinder unter 6 Jahren. Eine aktuelle Studie hat einen gefährlichen Zusammenhang aufgedeckt: Auch Nase-Bohren kann die gefährlichen Bakterien verbreiten.

Die Bakterien können Lungenentzündungen, Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen verursachen.


So können Eltern vorbeugen:

  • Bei Erwachsenen wie bei den Kindern auf eine gute Hand-Hygiene achten.
  • Spielzeuge und Oberflächen regelmäßig reinigen.
  • Ab dem vollendeten 2. Lebensmonat (und dann im Alter von 4 und 11-14 Monaten) wird eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.

Wie die Kinderärzte im Netz berichten, untersuchten Wissenschaftler zwischen April und Mai 2017 40 gesunde erwachsene Teilnehmer auf ihre Anfälligkeit auf Pneumokokken. Die Probanden wurden angewiesen, entweder an den Bakterien zu schnüffeln oder direkten Kontakt mit der Oberfläche der Nasenschleimhaut herzustellen, ähnlich dem „Nasenbohren“ oder Zupfen an der Nase. 9 Tage später hatte sich bei 20% der Teilnehmer eine Pneumokokken-Kolonie gebildet. Diejenigen, die gebeten wurden, ihre Naseund ihre Nasenschleimhaut zu berühren, hatten mit 40 Prozent die höchste Kolonisierungsrate. Victoria Connor, Forscherin an der Liverpool School of Tropical Medicine und dem Royal Liverpool Hospital, erklärte:

Wir wissen, dass Kinder viel häufiger Pneumokokken in ihrer Nase beherbergen als Erwachsene, und aus anderen Studien geht hervor, dass Kinder die Hauptüberträger dieser Bakterien in der Gemeinschaft sind. Daher sind die Ergebnisse dieser Studie bei Erwachsenen wahrscheinlich für Kinder von großer Bedeutung.