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Zwei Drittel aller Frauen sind betroffen - ein Grund ist das Schuhwerk
Zwei Drittel aller Frauen sind betroffen - ein Grund ist das Schuhwerk

Hallux valgus: Wann Betroffene unbedingt zum Arzt gehen sollten

Von wize.life Gesundheitstipp - Donnerstag, 31.01.2019 - 15:38 Uhr

Manche meinen, ein Hallux valgus oder umgangssprachlich „Ballenzeh“, ist nur ein kosmetisches Problem. Doch es gibt bestimmte Anzeichen, die ein Signal dafür sind, dass ärztliche Behandlung wichtig wird. Auf welche Symptome Sie achten sollten.

Zuerst wölbt das Zehengrundgelenk, der Ballen, nur unauffällig nach außen, der Großzeh neigt sich etwas nach innen. In diesem Stadium macht der Hallux valgus, so die medizinische Bezeichnung, meist keine Probleme. Mit zunehmenden Jahren jedoch verstärken sich diese Symptome. Betroffen sind vor allem Frauen.

Warum vor allem Frauen Probleme mit dem Hallux valgus haben

Sie tragen oft Schuhe, die vorne schmal sind und den großen Zeh in diese unnatürliche Position zwingen. Auch hohe Absätze können mit eine Ursache für Hallux valgus sein. Denn High Heels konzentrieren das gesamte Körpergewicht auf den Vorderfuß. Dadurch schiebt sich das Zehengrundgelenk nach außen.

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Allerdings gibt es auch eine genetische Komponente, oder der Hallux bildet sich im Rahmen einer entzündlichen Erkrankung wie Rheuma – deshalb sind auch manchmal Männer von dieser Fußdeformation betroffen.

So lange keine Schmerzen auftreten und die Schuhe noch problemlos passen, werden die kleinen Veränderungen meist nur als unästhetisch empfunden. Doch ein Hallux wird nach und nach immer ausgeprägter. Denn die Schwellung der Gelenkkapsel am großen Zeh ist mit Entzündungen verbunden, dadurch wird die Kapsel schwächer, der Ballen dicker und der Zeh knickt immer weiter nach innen.

Symptome bei Hallux valgus, die Sie nicht ignorieren sollten


Deutliche Anzeichen dafür, dass Sie zum Arzt, am besten gleich zum Orthopäden gehen sollten, sind:

- die bisher gewohnten Schuhe drücken und scheuern an den Ballen
- das Zehengrundgelenk ist rot, schwillt an, ist heiß
- starke Hornhautbildung am großen Zeh und unter den Köpfchen der anderen Zehen
- Schmerzen beim Gehen
- Großzehe lässt sich nicht mehr richtig bewegen, versteift.

Der Gang zum Arzt ist dann wichtig. Denn ein unbehandelter Hallux valgus tut nicht nur weh. Er bedrängt auch die Nachbarzehen, die sich zu Hammer- und Krallenzehen verformen können. Die Schmerzen nehmen dadurch deutlich zu, jeder Schritt wird zur Qual und das Gangbild verändert sich. Das hat wiederum zur Folge, dass weitere Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden, etwa Sprunggelenk, Knie und Hüfte.

Hallux valgus kann sogar zu Hüftproblemen führen

Ein nicht behandelter Hallux valgus kann also nicht nur Schmerzen und Gehprobleme nach sich ziehen, sondern Folgen in allen benachbarten Gelenken haben. Deshalb sollten Sie sicherheitshalber bereits bei den ersten Anzeichen einen Orthopäden aufsuchen.

Als nachhaltige Lösung bleibt meist nur ein operativer Eingriff. Rund 70.000 Operationen werden pro Jahr allein in Deutschland durchgeführt, bei denen die Zehe begradigt und mit ein bis zwei Implantaten fixiert wird. Die positiven Auswirkungen für die Lebensqualität rechtfertigen die sogenannte Umstellungsosteotomie allemal.

Bislang bestanden die zur Verfügung stehenden Implantate ausschließlich aus Edelstahl oder Titan. Die Fremdkörper im Knochen mussten nach der ersten OP dementsprechend in einer Folge-Operation wieder entfernt werden. Im Hinblick auf Narkoseschäden und Infektionen wäre es aber natürlich ideal, wenn das mit einer Entfernung herkömmlicher Metallimplantate verbundene Operationsrisiko ausgeschlossen werden könnte. Möglich ist das nun mit den Implantaten aus MAGNEZIX®. Diese lösen sich auf und werden zu Knochen. Damit ist eine Folge-OP nicht mehr notwendig.