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Depression und Erwerbsminderungsrente

22.05.2013, 15:48 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Depressionen sind mit der Hauptgrund für Frühverrentungen in Deutschland, wenn nicht sogar der Hauptgrund. Viele Anträge auf Erwerbsminderungsrente werden aber zunächst erst einmal abgelehnt. Woran mag das liegen? Und geht es auch anders? Es ist ein Dilemma, dass Menschen, die psychisch doch schon am Ende sind, nun um ihre Rente kämpfen müssen. Woher sollen sie die Kraft denn nehmen? Wenn sie diese Kraft hätten, bräuchten sie ja die Rente nicht erst beantragen, sondern könnten ihre Lebensenergie darauf verwenden, den Alltag zu meistern. Aber genau diese Kraft haben sie jetzt nicht. Das macht doch eine Depression aus, nieder gedrückt zu sein, gleichsam am Boden zu liegen, keine Energie mehr zu haben, wozu auch immer. Ich werde oft gefragt, weshalb ich wohl so ein Glück hatte und die Rente mir beim ersten Antrag sofort bewilligt wurde, ohne Widerspruchsverfahren, ohne Klage vor dem Sozialgericht. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber ich habe einmal für alle Interessierten Informationen eingesammelt, die ich in diesem Zusammenhang für wichtig halte. Mehr unter: Rente wegen Depressionen - Antrag und Gutachter

6 Kommentare

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Hallo,
gibt es hier niemandem, der über dieses Thema o. Problem diskutieren o. sprechen möchte??
  • 26.07.2017, 10:07 Uhr
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Hallo, ich bin 55 Jahre und steche ganz schön im Amts-mist !!
Und das frisst mich so langsam auf, ich habe mittlerweile jede Hoffnung verloren, trotz Krankheit noch ein relativ normales Leben zu führen.
Aber, nun von Anfang an. Ich hatte vor ca. 33 Jahren einen Arbeitsunfall, im Stahlwerk, 10t Stahl sind mir vor den Kopf geschlgen (6 fach Schädel, Hirn Trauma), 1 Woche Koma, ca. 1.5 Jahre Amnesie (bis heute weiß ich nur das was mir erzählt wurde von vor dem Unfall).
Kur, Reha Kur, 50% schwer behindert, die Knochen sind geheilt, du blutest nicht mehr also geh wieder arbeiten. Und so habe ich mich 23 Jahre durch geschlagen, dann Umschulung zum Berufskraftfahrer, 10 Jahre bei 12 - 17 Std täglich durchgehalten, dann Nervenzusammenbruch und nun geht der Stress erst richtig los.
Krankenschein, gekündigt, Krankengeld, 1. Klinik(echte Klapsmühle), 2. Klinik (war schon besser), weiter krank (dauer Kopfschmerzen, Depressionen u. noch so einige Sachen), 3. Klinik (Reha Kur), mittlerweile schon über 1 Jahr krank geschrieben, werde dort für 2 Jahre Erwerbsgemindert geschrieben. Dann Begutachtung zwecks Renten Verlängerung, super Gutachterin, nach 10 min. Unterhatung über Job als LKW Fahrer und diverser Test`s, die ich alle nicht bestanden habe, Bin ich wieder voll arbeitsfähig. Widerspruch abgelehnt, Klage eingereicht und warten (bis 2Jahre). Nun arbeitslos melden, Rückfall, Zusammenbruch, wieder krank geschrieben, nach 6 Wochen Vertrauensarzt und nun hänge ich total in der Luft, weil ich nicht weiß, ob weiter Krankengeld oder Arbeitsamt (dann an Erwerbsleben teil nehmen, Arbeiten), sonst kein Geld.
So langsam bin ich so fertig u. mit den Nerven runter, das ich schon am überlegen bin, mich untern Baum zuhängen, ich weiß keinen Ausweg mehr u. das macht mich noch mehr fertig. Man hat keinerlei Möglichkeiten was dagegen zu tun. Und das frisst einen auf.
So,nun genug ich hoffe das es Euch besser geht und mein Bericht Euch helfen kann.
In Deutschland geht es einem nur gut, wenn man gesund ist und ins System passt. Wirst Du Krank rutscht Du durchs Raster und Hast die große A.....Karte gezogen.
  • 20.07.2017, 11:44 Uhr
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Bin 54 Jahre und weiss einfach nicht mehr weiter. Seit 2 Jahren aus dem Berug gerissen, 50 % Schwerbehinderung, seit mehr als 12 Monaten Teilhabe am Arbeitsleben, aber es geht immer mehr bergab. Und jetzt auch noch Depressionen.
  • 19.11.2013, 10:22 Uhr
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Es ist sehr interessant, hier über ein Thema zu lesen, das auch mich selbst betrifft.
Psychische Erkrankungen sind leider auch in der heutigen Zeit noch ein sehr
sensibles Thema; von Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen ist wenig
Verständnis zu erwarten. Oftmals können nur Betroffene verstehen, was so
eine Erkrankung bedeutet.
  • 22.05.2013, 12:50 Uhr
Mangelndes Verständnis, mangelndes Interesse und sogar Angst vor dem Themenkreis "Psychische Erkrankungen" haben mich u.a. dazu bewogen, mein Thema Depression öffentlich zu machen. Glaub mir, du stehst nicht allein da. Es spricht halt nur kaum jemand darüber, sei es aus Scham oder aus Angst. Mir hat diese Offenheit jedoch geholfen, meinen Weg durch die Depression gehen zu können.
  • 22.05.2013, 13:23 Uhr
Auch ich bin betroffene u. habe die volle Erwerbsminderungsrente bekommen bis zur Regelrente.Nicht so wie viele andere die ich kenne immer erstmal auf Zeit.Bei mir kommt noch eine PTBS dazu u. die Depression ist jetzt kronich .Da diese Depression schon der 3 große Schub war hat es vielleicht gleich geklappt. Viel Kraft für euren Kampf.
  • 08.11.2013, 18:52 Uhr
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