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2019 ändert sich Vieles im Gesundheitswesen

Wichtige Änderungen 2019 im Gesundheitswesen - Das sollten alle Patienten JETZT wissen

Von News Team - Samstag, 29.12.2018 - 12:48 Uhr

Mit dem Jahreswechsel treten wichtige Neuerungen im Gesundheitsbereich in Kraft. Dabei gibt es einige Entlastungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung und eine Neuregelung bei der Organspende. Was sich alles ändert, zeigt ein Überblick der Stiftung Gesundheitswissen.

Krankenkassen-Zusatzbeiträge werden geteilt

Ab dem 1. Januar 2019 werden die Zusatzbeiträge bei der gesetzlichen Krankenversicherung zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beziehungsweise Rentnern und Rentenversicherung bezahlt. Bisher mussten die Versicherten alleine für die Zusatzbeiträge aufkommen. Zugleich wird der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für 2019 von einem Prozent auf 0,9 Prozent gesenkt. Wie hoch er für die Versicherten jedoch tatsächlich ausfällt, entscheiden die Krankenkassen.

Kleinselbständige beim Krankenkassenbeitrag entlastet

Selbstständige mit geringen Einkünften und Existenzgründer waren bisher häufig von den hohen Beiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) überfordert. Das soll sich ändern. Zum Jahreswechsel werden freiwillig versicherte Selbstständige bei den Mindestbeiträgen den übrigen freiwillig Versicherten in der GKV gleichgestellt. Die Mindestbemessungsgrundlage für Selbständige liegt dann bei 1.038,33 Euro. Damit verringert sich ihr Mindestbeitrag zur Krankenversicherung um mehr als die Hälfte von rund 360 Euro auf rund 156 Euro.

Auch interessant.. Rente: Diese Gruppe muss ab 2019 weniger Krankenversicherung zahlen


Höhere Bemessungsgrenzen bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Auch 2019 werden die Bemessungsgrenzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wieder an die Lohnentwicklung vom Vorjahr angepasst. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt ab Januar 2019 bei 54.450 Euro pro Jahr. Sie markiert den Grenzwert, bis zu dem das Einkommen bei der Berechnung des Beitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung herangezogen wird. Gleichzeitig steigt die Versicherungspflichtgrenze von 59.400 Euro auf 60.750 Euro pro Jahr. Nur wer mehr verdient, kann in die private Krankenversicherung wechseln.

Im Video: Krankenkasse, Rente, Mindestlohn: Diese 13 Änderungen für 2019 müsst ihr kennen


Beiträge für die Pflege werden teurer

Versicherte müssen ab dem Jahreswechsel mehr für ihre Pflegeversicherung zahlen. Zum 1. Januar 2019 steigt der Satz um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Beitragszahler ohne Kinder liegen dann bei 3,3 Prozent.

Hoffnung auf kürzere Wartezeiten beim Arzt

Oft brauchen Kassenpatienten für einen Termin beim Facharzt einen sehr langen Atem. Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz, das voraussichtlich am 1. April 2019 in Kraft treten wird, soll sich dies ändern. Es verpflichtet Ärzte, mindestens 25 statt bisher 20 Sprechstunden pro Woche für die Behandlung von gesetzlich Versicherten anzubieten.

Niedergelassene Fachärzte wie Gynäkologen, Hals-Nasen-Ohren- oder Augenärzte sollen zudem mindestens fünf Stunden pro Woche eine offene Sprechstunde ohne Termin anbieten.

Einladung zum Darmkrebs-Screening

Grünes Licht für das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung von Darmkrebs. Für die Versicherten bedeutet das: Voraussichtlich noch im Sommer 2019 werden sie von ihren Krankenkassen die ersten Schreiben mit Informationen zu Untersuchungen, Datenschutz, Widerspruchsrechten und Programmbeurteilungen erhalten.

Das Einladungsverfahren ist Teil des neuen Darmkrebs-Screenings, das auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses deutschlandweit eingeführt wird. Dazu gehört auch, dass Männer künftig bereits ab einem Alter von 50 Jahren auf Kassenkosten eine Darmspiegelung vornehmen lassen können, fünf Jahre früher als bisher. Für Frauen bleibt es vorläufig beim Einstiegsalter von 55 Jahren für eine Darmspiegelung.

Widerspruch oder Zustimmung? Neuregelung der Organspende

Das Bundesgesundheitsministerium strebt bis Mitte 2019 einen Bundestagsentscheid zu möglichen neuen Regeln für Organspenden an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plädiert für eine doppelte Widerspruchslösung. Damit würde künftig jeder als Spender gelten. Wer das nicht möchte, muss ausdrücklich widersprechen. Ist dies nicht mehr möglich, werden die Angehörigen gefragt. Bisher sind Organentnahmen nur bei ausdrücklicher Zustimmung erlaubt.

Lesen Sie auch.. Widerspruchslösung: Streit um Organspende in Deutschland


Rechtlicher Anspruch auf ärztliche Zweitmeinung

Patienten haben vor bestimmten planbaren Operationen einen rechtlichen Zweitmeinungsanspruch. Dazu zählen bisher Mandeloperationen und das Entfernen der Gebärmutter. Weitere Eingriffe sollen folgen.

Die Umsetzung der geltenden Verfahrensregeln wird in den ersten Monaten 2019 erwartet. Bis dahin sollen erste Ärzte eine Genehmigung für die Zweitmeinung erhalten haben. Zur Zweitmeinung gehört die Durchsicht vorliegender Befunde und ein Anamnesegespräch. Hinzu kommen ärztliche Untersuchungen, sofern sie zwingend erforderlich sind, um einen Befund zu stellen oder die Indikation zu überprüfen.

Nur noch zweite Generation der eGesundheitskarte gültig

Achtung: Ab 1. Januar 2019 sind nur noch elektronische Gesundheitskarten (eGK) der zweiten Generation, sogenannte G2-Karten, gültig. Ältere Karten können dann nicht mehr eingelesen werden.

Ob Sie die richtige Version zur Hand haben, erkennen Sie an dem Kürzel "G2" oder "G2.1", das rechts oben unter dem Schriftzug "Gesundheitskarte" aufgedruckt ist.

Eine weitere Änderung: Auf der eGK werden ab dem 1. Januar 2019 neben den Stammdaten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Versichertennummer und Versichertenstatus auch Notfalldaten und ein Medikationsplan gespeichert sein, wenn der Patient zustimmt.

Ohne viel Bürokratie: Taxi zum Arzt für Pflegebedürftige

Für schwer Pflegebedürftige, die ein Taxi zum Arzt nehmen, wird die Abrechnung einfacher: Ab Januar 2019 gelten die Taxikosten für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 und Menschen mit Behinderungen mit der ärztlichen Verordnung als genehmigt. Bisher wurden die Fahrtkosten dafür nur auf Antrag und nach vorheriger Genehmigung durch die Krankenkasse übernommen. Zudem sieht das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz vor, dass kurende Angehörige ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder in der gleichen Einrichtung betreuen lassen können.

12 Kommentare

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solange gierige weisskittel mit Organen handel treiben, bin ich gegen die geplante neuregelung und lehne sie für mich ab, sorgt endlich für Ordnung und eine Bestrafung der verbrecherischen Mediziner, dann werden viele mitmachen und leben retten
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..... stimmt Herrr Peter Hänisch - was hilft -dürfen WIR alles ALLEINE zahlen..... und auch BIO - so eine LÜGE
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Wir haben gar kein Gesundheitswesen, sondern eine Krankheitsindustrie.(Organisierte Massenverdummung) Für die Gesundheit ist jeder Mensch selbst verantwortlich.Auch die AOK als sog. Gesundheitskasse übernimmt nicht die Rechn. von meinem biol.Gemüse.
Wo doch Essen nach der TCM Medizin ist. Schon starkes Stück, dass man Nahrung selbst zahlen muss.
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Die meisten Ärzte mit Praxis sind doch selbstständige Unternehmer, oder? Denen kann man doch nicht vorschreiben wie lange sie ihre Praxis geöffnet haben müssen, es sei denn, die Kassen haben das Recht die Zulassung mit einer Mindeststundenzahl zu verbinden.
Selbstständig hin und selbstständig her. Hier geht es doch nicht um längere Öffnungszeiten der Praxis. Ist bei einem Allgemeinmediziner eh egal. Hier geht es doch um die Fachärzte. Selbst wenn du als Kassenpatient einen Termin um 08:30 Uhr hast, kannst du froh sein wenn du die Praxis um 12:00 Uhr endlich verlassen kannst. Jeder Privatversicherte kommt da noch vor dir dran. Selbst dann wenn er ohne Termin kommt. Dabei ist es das selbe ob privat oder gesetzlich. Hier geht es doch nur um die Bezahlerei. Der Private bekommt seine Rechnung, überweist das Geld an den Arzt und reicht die Rechnung bei seiner Kasse ein und bekommt es zurück. Da hat der Arzt sein Geld spätestens nach 14 Tagen. Doch das Geld vom gesetzlich Versicherten bekommt er auch. Halt erst noch 3 Monaten oder so.
Die Öffnungszeiten bleiben doch die selben. Der Arzt muss nur die Stunden für Privatversicherte zurückschrauben und dafür Gesetzlich Versicherte behandeln. Kann nicht sein das wie bei mir, nach einer Implantation eines Herzschrittmachers mit Defibrillator und einer Ablation des Herzens, mein Kardiologe mir erst 13 Wochen nach der Krankenhausentlassung einen Termin gibt, weil alle Termine davor fast nur an Privatpatienten vergeben wurden.
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Warum soll ein Arzt eigentlich mehr Stunden arbeiten wie jeder andere Angestellte, Arbeiter??? Mein Arzt hat offizielle Öffnungszeiten von 35 Std die Woche, der kann aber nicht pünktlich gehen, weil ja die Patienten die im Wartezimmer sitzen noch abgearbeitet werden müssen, dann kommen noch Hausbesuche und Büroarbeit, sowas kennt ja ein Herr Minister nicht....es sollte den Ärzten überlassen werden wir viele Stunden sie arbeiten....genauso wie er glaubt wenn er sagt es werden mehr Pflegekräfte eingestellt...nur woher nehmen sagt er nicht, die sind ja schlichtweg nicht da...vielleicht sollte da mehr in die Ausbildung derjenigen investiert werden, die uns versorgen sollen. Die muß ja bei manchen Berufen noch bezahlt werden....
Habe es oben schon geschrieben. Er muss halt die Stunden für Privatpatienten herunterschrauben und dafür Kassenpatienten nehmen und schon stimmt alles. Keine Ahnung warum hier so viele User auf die gleichen Gedanken kommen wie du oder du auf die Gedanken der anderen?
mein Arzt hat keine extra Stunden für Privatpatienten
Die Hausärzte nicht. Bei meinem geht es immer schön der Reihe nach. Bei den Fachärzten dann schon. Du hast da was falsch verstanden mit den Stunden. Die haben ihre 40 Stundenwoche. Meist sogar noch mehr. Mit den Stunden herunterschrauben meine ich. in dieser Arbeitszeit mehr Zeit für Kassenpatienten anstatt für Privatpatienten aufzuwenden. Wenn ihm dann das Geld nicht genug sein sollte, muss er sich halt überlegen wie er das Problem mit den Privaten in den Griff bekommt. Denn die sind das Problem. Die Vorsätze der Regierung laufen da schon in die richtige Richtung. Kassenpatienten müssen was das betrifft, den Privatversicherten gleichgestellt werden. Hast du doch im Winter 2017 zu 2018 gesehen. Beim Grippeschutz hat der Private die 4-fach Impfung bekommen. Der Kassenversicherte jedoch nur die 3-fach, Die bei der Wirkung versagt hat. Wir brauchen, was die Gesundheit betrifft, kein 2 Klassensystem.
Ach wenn mich jetzt alle steinigen, ich habe noch nie einen Unterschied bemerkt zwischen Privat und Kassenpatienten, ich bin Pflichtversichert und werde immer zuvorkommend behandelt und muss auch nicht lange auf einen Termin beim Facharzt warten. Ich renn aber auch nicht wegen jedem Furz in der Quere gleich zum Arzt, vielleicht macht es das aus, wenn man sachlich mit den Leuten bei der Anmeldung spricht....eine Bekannte die ist privat versichert, die wir überversorgt, was der alles angedreht wird an Behandlung und Therapien, die letztendlich nicht helfen, weil die Frau psychisch labil ist...
Warum sollte dich da einer steinigen? Nicht der Versicherte verursacht diese Unstimmigkeiten, sondern der Arzt. Er verdient an den Privatversicherten mehr. Deine Behandlung stellt er dir komplett in Rechnung. Je nach dem was gemacht wurde bekommst du dann alles oder fast alles wieder von der Kasse zurück. Für den Kassenpatienten bekommt er weniger. Da gibt es feste Sätze. Weil die Kasse vorher festgelegt hat was sie für die jeweilige Art der Behandlung zahlt. Zudem muss der Arzt den Abrechnungsschein ausfüllen und bei der Krankenkasse einreichen. Du bekommst eine Rechnung oder zahlst gleich in Bar. Die Rechnung schickst du dann zur Krankenkasse und bekommst dann irgendwann alles oder einen Teil des Rechnungsbetrages zurück überwiesen. Meine Hausärztin, nicht Fachärztin, ist eine Klassenkamerdin mit der ich von 1960-1968 zusammen in einer Schulklasse war. Da haben wir das Thema schon durchgekaut. Sie muss 2 Komma und noch was Kassenpatienten behandeln bis sie das Geld hat was sie für einen Privatpatienten bekommt. Nur wegen des Geldes gibt es bei den Vergaben von Terminen diese Unterschiede. Und auch genau darum werden auch kurzfristige Termine an Privatversicherte und nicht an Kassenpatienten vergeben. Der Privatversicherte kommt dann beim Facharzt halt noch nach dir in die Praxis und verlässt sie auch wieder vor dir. Darum sitzt man dann auch so lange. Meine Hausärztin macht das nicht. Da kommen die Patienten in der Reihenfolge dran wie sie sich in der Praxis angemeldet haben. Außer Notfälle. Die haben dann natürlich Vorrang. Und hält man sich dann auch noch an die Bestellzeit, ist in maximal einer Stunde alles erledigt. Dann geht es nur noch in die Apotheke und dann wieder Heim. Wäre ein Traum wenn das bei Fachärzten auch passieren würde. Da bist du für 8:30 Uhr bestellt und kannst zufrieden sein wenn du um 12:00 Uhr, wenn die Mittagspause beginnt, die Praxisräume wieder behandelt verlassen kannst.
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