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Wenn das Herz ins Stolpern gerät, kann das zu einem Schlaganfall führen
Wenn das Herz ins Stolpern gerät, kann das zu einem Schlaganfall führen

Schlaganfall-Risiko senken - Darum sollten Sie regelmäßig PULS messen

Von News Team - Freitag, 01.02.2019 - 11:26 Uhr

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung.(1) Rund 1,8 Millionen Menschen sind in Deutschland daran erkrankt.(2) Und die Zahl wird voraussichtlich steigen: Jeder vierte Erwachsene mittleren Alters aus einem Industrieland wird in seiner verbleibenden Lebenszeit Vorhofflimmern entwickeln.(1) Gerade für Ältere ist es daher wichtig, regelmäßig den Puls zu messen.

Diese einfache Methode kann einen ersten Hinweis darauf geben, ob Sie womöglich Vorhofflimmern haben, das oft auch als Herzstolpern bezeichnet wird.

Zwar ist Vorhofflimmern allein nicht lebensgefährlich, durch diese Herzrhythmusstörung steigt jedoch das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen. Bei Patienten mit Vorhofflimmern ist dies fünfmal wahrscheinlicher als bei Menschen, die kein Vorhofflimmern haben.(1) Dieses Risiko lässt sich medikamentös reduzieren.

Das Tückische jedoch ist: Viele Betroffene merken nicht, dass sie Vorhofflimmern haben könnten. Die Krankheit muss nicht immer mit den typischen Symptomen wie Herzrasen, Antriebslosigkeit, Atemnot, Brustschmerzen oder Erschöpfung einhergehen. Viele spüren keines dieser Symptome und fühlen sich gesund. Sie sehen daher keinen Grund zum Arzt zu gehen. Entsprechend wird die Herzrhythmusstörung nicht diagnostiziert und nicht behandelt.

Fotolia

Auch wenn die Diagnose „Vorhofflimmern“ stets durch einen Arzt erfolgt, können Sie ihm ohne großen Aufwand wichtige Hinweise hierfür geben: Durch regelmäßiges Pulsmessen am Handgelenk.(3) Auf diese Weise können Sie selbst erkennen, ob Ihr Herz möglicherweise nicht im richtigen Rhythmus schlägt und so ein Herzstolpern bemerken.

Menschen über 65 Jahren gefährdet

Vor allem Menschen über 65 Jahren sollten regelmäßig ihren Puls messen. Denn das Hauptrisiko für Vorhofflimmern lässt sich nicht beeinflussen: Es ist das Alter.

Um selbst den Puls zu messen, sind außer einer Uhr mit Sekundenzeiger keine technischen Geräte nötig. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Der Puls sollte am besten morgens vor dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen gemessen werden. Denn nur der Ruhepuls kann einen Hinweis darauf geben, ob Vorhofflimmern vorliegt.

So messen Sie den Puls richtig:

1.) Eine Uhr mit Sekundenzeiger bereitlegen.
2.) Rechtshänder legen die Fingerkuppen von Zeige- und Mittelfinger auf die Unterseite des Handgelenks der linken Hand (bei Linkshändern ist es umgekehrt). Der Daumen der rechten Hand ruht unterdessen auf der anderen Seite des Handgelenks.
3.) Zeige- und Mittelfinger solange langsam über das Handgelenk schieben, bis der Puls der Schlagader zu spüren ist. Das sind die Herzschläge.
4.) In dieser Position 30 Sekunden lang den Puls zählen. Anschließend diese Zahl verdoppeln, um die Herzfrequenz in Schlägen pro Minute zu errechnen.
5.) Zeigen sich Unregelmäßigkeiten, eine Minute lang weiter zählen und die Zahl der Schläge nicht verdoppeln.

Entscheidend ist aber nicht nur die Herzfrequenz. Sondern auch: Ob der Herzrhythmus regelmäßig oder unregelmäßig ist.

Sollten Unregelmäßigkeiten auffallen, sollte man mit seinem Arzt sprechen. Die Diagnose kann nur er stellen: Mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG) oder einer Ultraschalluntersuchung des Herzens kann er feststellen, ob tatsächlich eine Herzrhythmusstörung wie Vorhofflimmern vorliegt.

Ergebnis schriftlich festhalten

Besonders hilfreich können für den Arzt bei der Diagnosestellung auch die Aufzeichnungen des Patienten sein. Deshalb ist es sinnvoll, die Ergebnisse des Pulsmessens auch schriftlich festzuhalten. Das ist auch nützlich für die Patienten selbst: Halten Sie die gemessenen Herzschläge pro Minute regelmäßig in einem Puls-Tagebuch fest, können Sie diese Werte direkt miteinander vergleichen und so erkennen, wenn Ihr Herz unregelmäßig schlägt.

  • Datum und Uhrzeit
  • Pulsschläge pro Minute
  • gleichmäßiger Herzschlag: Ja/Nein
  • sonstige Bemerkungen

Einen „Pulspass“ zum Herunterladen und Ausdrucken gibt es auch unter www.herzstolpern.de/download

Diese Aufzeichnungen können dem Arzt wichtige Informationen für seine Diagnose liefern.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier!

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Mit freundlicher Unterstützung von Bristol-Myers Squibb und Pfizer



Quellen:
1 = Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (Stand 2016): ESC Pocket Guideline. Management von Vorhofflimmern. 2. Überarbeitete Auflage.
2 = Kip et all (2015): Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern
3 = Kompetenznetz Vorhofflimmern (2010): Kennen Sie Ihren Puls. Die Puls-Check-Karte
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