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Iridium ist selten auf Erden - allerdings in Asteroiden enthalten

Iridium Schwermetall aus Asteroiden kann Krebszellen abtöten

Von News Team - Dienstag, 05.02.2019 - 15:49 Uhr

Das seltene Metall Iridium dient als Beleg für den Asteroiden-Einschlag, der vor 66 Millionen Jahren das Massensterben der Dinosaurier einleitete. Wie Forscher jetzt herausfanden, könnte es künftig in der Krebsheilung eine wichtige Rolle spielen.

Eine neue Verbindung auf Basis von Iridium kann - an ein bestimmtes Blutprotein gebunden - in den Kern von Krebszellen eindringen und sie zerstören, wie Wissenschaftler an der University of Warwick in England herausgefunden haben. Voraussetzung ist, dass das Molekül durch Licht aktiviert wird. Ihre Erkenntnisse hat die Gruppe von interdisziplinären Forschern um Chemieprofessor Peter Sadler in der internationalen Edition der „Angewandten Wissenschaft“ veröffentlicht.

Iridium kommt in Asteroiden vor

Bei Iridium handelt es sich um ein in Asteroiden enthaltenes, sehr hartes Schwermetall, das auf der Erde selten vorkommt. Sein Fund in überproportional hoher Konzentration in bestimmten Gesteinsschichten weist darauf hin, dass vor 66 Millionen Jahren gewaltige Staubmengen von Iridium auf die Erde hinabgesunken sein müssen. Die Forschung ist sich sicher, dass dies durch den gewaltigen Asteroiden-Einschlag im Golf von Mexiko verursacht wurde - der im Anschluss das Massensterben der Dinosaurier auslöste oder zumindest beschleunigte.

Aggressiver Sauerstoff tötet Krebszellen ab

Nun könnte das chemische Element die Heilung von Krebs verbessern. Bei der Behandlung von Tumoren mit Licht, der so genannten photodynamischen Therapie, werden chemische Verbindungen („Photosensibilatoren“) mit Licht aktiviert, damit sie aggressiven Sauerstoff bilden. Der wiederum tötet die Krebszellen ab. Die Behandlung gilt als besonders schonend, da Fachleute die Moleküle mithilfe von Lichtleitfasern gezielt am Krebsgewebe aktivieren können. Gesundes Gewebe wird weitgehend geschont. Darüber hinaus bleiben keine Narben zurück.

Bisher sind der Methode allerdings Grenzen gesetzt durch die beschränkte Eindringtiefe der Photosensibilatoren und des Lichts - der Einsatz von Lichtleitfasern, der das Vordringen in tiefere Schichten vorsieht, ist vergleichsweise selten.

Zwei wesentliche Vorteile des neuen Moleküls

Den Forschern gelang es, mit Hilfe einer speziellen chemischen Beschichtung Iridium an das Blutprotein Albumin zu binden. Das könnte nun zwei wesentliche Verbesserungen bringen: Das neue Molekül eignet sich den Angaben zufolge nicht nur als Photosensibilator. Mit Hilfe des Blutproteins könne die Verbindung direkt in den Kern von Krebszellen wandern, heißt es in der Pressemitteilung der Universität. Dort könne die ruhende Verbindung gezielt mit Licht aktiviert werden, den in den Zellen vorhandenen Sauerstoff in eine aggressive Spezies umwandeln - und Krebszellen von innen heraus zerstören.

Der zweite Vorteil von Albumin ist, dass es hell leuchtet. Dadurch kann der Transport der Verbindung bis in die Krebszellen verfolgt werden.

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Hoffnungsvolle Laborergebnisse

Die Forscher beobachteten den gesamten Prozess unter dem Mikroskop in Echtzeit - noch allerdings unter Laborbedingungen. „Wird diese Technologie in die Klinik übertragen übertragen, könnte sie resistente Krebszellen wirksam bekämpfen und die Nebenwirkungen von Chemotherapie reduzieren“, sagte Chemieprofessor Sadler.

Entwicklung des Wirkstoffs dauert noch

Noch befindet sich die Entwicklung des Wirkstoffes in einem frühen Stadium. Als nächstes stehen präklinische Studien an. Das seltene Metall Iridium dient als Beleg für den Asteroiden-Einschlag, der das Massensterben der Dinosaurier auslöste. Wie Forscher jetzt herausfanden, könnte es künftig in der Krebsheilung eine wichtige Rolle spielen.

4 Kommentare

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Puh, - gegen Iridium und Indium und bin ich allergisch
..sollten lieber mal mit der lebensweise beginnen die kebs verhindern kann.
Da sagste was
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