wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Die Nieren sind die Filteranlagen des Körpers.

Nieren-Schäden durch Lebensmittel - Jeder 10. ist betroffen, ohne es zu merken

Von News Team - Dienstag, 26.02.2019 - 16:47 Uhr

Nieren sind die Kläranlagen des Körpers. Sie filtern Schadstoffe aus dem Blut heraus und scheiden diese über den Harn aus. Funktionieren die Nieren nicht mehr, ist das LEBENSGEFÄHRLICH. Besonders tückisch: Nierenprobleme verursachen im Normalfall keine Schmerzen (Ausnahme: Nierensteine). Sie werden oft zu spät erkannt.

Dabei sind viele Menschen betroffen, denn auch Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck schaden den "Filteranlagen". Professor Dr. Clemens Cohen, Chefarzt der Klinik für Nieren-, Hochdruck und Rheumaerkrankungen in der Klinik Harlaching, München sagt gegenüber "Focus Online":

Jeder Zehnte hat eine eingeschränkte Nierenfunktion.

Laut dem Nordverbund "Save the Kidney" - einem Zusammenschluss aus Forschern und Ärzten – sind in Deutschland allein 90.000 Patienten auf Dialyse angewiesen.

Als Faustregel gilt: Alles, was dem Herz und den Blutgefäßen schadet, ist auch für die Nieren schlecht. Dazu gehören vor allem eine ungesunde Ernährung sowie Bewegungsmangel. Ferner kann auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten oder eine genetische Veranlagung die Niere überbelasten.

Bestimmte Inhaltsstoffe schaden den Nieren


Ein Übermaß an bestimmten Inhaltsstoffen überfordert die Nieren. Das Blut kann nicht mehr vollständig gereinigt werden, Schadstoffe verbleiben im Körper. Die Folge: Krankheiten.
Folgende Inhaltsstoffe sollte man daher nur in Maßen zu sich nehmen - besonders, wenn die Nierenfunktion bereits eingeschränkt ist:

  • Kochsalz (maximal 6 g pro Tag): enthalten in Fertigprodukten, denn Salz konserviert. Beispiele: Paar Wiener Würstchen (2 g), 250 g Brot (4 g).
  • Phosphat: Der Mineralstoff ist zwar wichtig für Knochenbau, zuviel strapaziert aber die Nieren und führt zu Gefäßverkalkung. Beispiele: Lebensmittel mit Stabilisatoren und Verdickungsmitteln (E338, 341, 343, 459, 325). Zwar ist Phosphat auch von Natur aus in Obst und Gemüse enthalten, jedoch in einer Form, die der Körper nicht aufnehmen kann.
  • Eiweiß (0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht): Eiweiß ist zwar ein wichtiger Nährstoff für die Muskeln, ein Überschuss wird jedoch in Harnstoff umgewandelt, den die Nieren wiederum abtransportieren müssen. Außerdem übersäuert der Körper, Entzündungen können entstehen. Beispiele: 100 g Rindfleisch (26 g Eiweiß), 100 g Joghurt (5 g)

Im Video|Nieren-Patient wäscht sein Blut zu Hause mittels Dialyse


Mediziner empfiehlt Mittelmeerdiät


Professor Cohen empfiehlt bei "FOL" daher die klassische Mittelmeerdiät: wenig Fleisch, etwas Fisch, viel Obst, Gemüse und Ballaststoffe sowie hochwertiges Olivenöl.

Gemüse und Obst puffern das Blut, gleichen also Übersäuerung aus.

Hinzu kommt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – am besten Wasser. 1,5 bis 2 Liter täglich reichen dabei völlig aus.

Mehr bringt für die Niere nichts, außer man hat Nierensteine

, so Cohen weiter.

Unbedenklich sind laut dem Mediziner auch bis zu drei Tassen Kaffee und einem Gläschen Alkohol pro Tag.

Lesen Sie auch

Nierenkrank nach gelegentlicher Einnahme von Ibuprofen und ASS? Studie verstärkt Bedenken

Immer mehr Keime resistent gegen Antibiotika - Phagen-Therapie kann helfen

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Es gibt Sportler die haben die vierzig nicht erreicht. Jeder muss austesten was für ihn gut ist und was nicht. Normen oder Hypes folgen ist auch nicht unbedingt gesund.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren