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Rauchen in Autos in Anwesenheit von Minderjährigen könnte verboten werden. N ...

Bundesweites Rauchverbot im Auto: NRW plant entsprechenden Vorstoß

Von News Team - Donnerstag, 14.03.2019 - 20:16 Uhr

Rauchen die Eltern im Auto, müssen die Kinder den Qualm mit einatmen. Um Minderjährige und Schwangere zu schützen, wollen die Landtags-Fraktionen in Nordrhein-Westfalen ein entsprechendes Verbot initiieren. Ein entsprechendes Rauchverbot soll die Regierung als Bundesratsinitiative auf den Weg bringen.

Diese Woche einigten sich die Fraktionen im Düsseldorfer Landtag auf einen gemeinsamen Antrag, in dem die Landesregierung gebeten wird, über den Bundesrat einen Gesetzentwurf einzubringen, der „das Rauchen in Autos in Anwesenheit von Minderjährigen oder Schwangeren verbietet und sanktioniert“.

Breite Unterstützung

„Wir haben eine breite Unterstützung für unseren Vorstoß. Ich gehe davon aus, dass die Landesregierung eine Bundesratsinitiative deshalb alsbald auf den Weg bringen wird“, sagte der familienpolitische Sprecher der SPD, Dennis Maelzer, der „Rheinischen Post“.

Qualm schadet Kindern besonders stark

Die gesundheitlichen Schäden sind für Kinder gravierender als für Erwachsene.
So atmet ein Kind in einem verqualmten Raum pro Stunde so viele Schadstoffe ein, als würde es selber eine Zigarette rauchen. Würde es täglich mitrauchen, nähme sein Körper in kurzer Zeit das Gift von einigen hundert Zigaretten auf, wie das Portal kindergesundheit-info.de schreibt, das zum Informationsangebot der Bundesregierung gehört.

Erhöhtes Risiko des plötzlichen Kindstodes

Weiter wird davon ausgegangen, dass das Risiko des plötzlichen Säuglingstodes (SIDS) durch elterliches Rauchen zwei- bis vierfach höher ist als in einem rauchfreien Zuhause. Wie stark sich das Risiko erhöht, hängt unter anderem davon ab, wie viele Zigaretten geraucht werden und wie lange das Kind dem Passivrauchen ausgesetzt ist.

Fünfmal mehr Schadstoffe im Auto als in einer Bar

„Gerade in geschlossenen Räumen sind Minderjährige dem Passivrauchen verstärkt ausgesetzt“, heißt es der RP zufolge im fraktionsübergreifenden Antrag. Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums liegt die Schadstoffkonzentration in einem verrauchten Auto fünfmal so hoch wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar.

"Eltern handeln verantwortungslos"

Der Antrag wird auch vom NRW-Gesundheitsminister unterstützt. „Eltern, die in der Gegenwart ihrer Kinder im Auto rauchen, handeln verantwortungslos“, sagte Karl-Josef Laumann (CDU).
Kommende Woche soll über den Antrag im Plenum abgestimmt werden. Als nächsten Schritt müsste die Landesregierung ein Ministerium beauftragen, das Gesetz zu erstellen und es als Bundesratsinitiative einbringen. Findet es in der Länderkammer Zustimmung, müsste noch der Bundestag darüber abstimmen.

Auch Drogenbeauftragte dafür

Zustimmung gab es bereits in der Vergangenheit auf Bundes- und Länderebene: Sowohl die Gesundheitsministerkonferenz als auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, plädierten bereits dafür. In vielen anderen europäischen Ländern besteht das Verbot bereits, unter anderem in Griechenland und Österreich.

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