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Zuckerhaltiges: Nervennahrung die gar keine ist.

Studie deckt Irrtum auf: Zucker macht gar nicht glücklich - im Gegenteil

Von News Team - Montag, 15.04.2019 - 16:33 Uhr

Schokolade als "Nervennahrung" oder "Stimmungsaufheller" - viele Menschen sind das von überzeugt, dass Zuckerkonsum dem Gemüt gut tut. Forscher behaupten jetzt aber das Gegenteil. Laut "Oekotest" soll Zucker eher negativen Einfluss auf unsere Laune haben. Analysiert wurden 31 Studien mit insgesamt 1259 Teilnehmern.

Konstantinos Mantantzis von der Humboldt-Universität Berlin sagt "Oekotest":

Die Idee, dass Zucker die Stimmung heben kann, ist so verbreitet, dass Menschen auf der ganzen Welt zuckerhaltige Getränke trinken und süße Snacks verzehren, um schnell ihre Laune zu verbessern, aufmerksamer zu werden oder ihre Müdigkeit zu bekämpfen. Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass solche Annahmen jeder Grundlage entbehren – wenn überhaupt, dann sorgt der Zucker dafür, dass wir uns schlechter fühlen.

Testpersonen, die Zucker konsumiert hatten, fühlten sich in den Studien in der ersten halben Stunde müder, innerhalb der ersten 60 Minuten sogar unaufmerksamer als jene, die nur ein Placebo erhalten hatten. Auch wer danach Sport oder andere energiefordernden Tätigkeiten ausübte, verspürte kein Stimmungshoch.

Ausschlaggebend ist die Kombination mit Koffein oder Fett


Doch warum hält sich der Glaube des stimmungsaufhellenden Zuckers so hartnäckig? Die Wissenschaftler vermuten, dass viele Menschen den Energieschub, der tatsächlich eintritt, mit besserer Laune gleichsetzen. Denkbar sei auch, dass Zucker in Kombination mit Koffein oder Fett tatsächlich aufmerksamer macht und sich positiv auf das Gemüt auswirkt. Dies wurde in der Studie nicht berücksichtigt.

Fest steht aber: ZUCKER ALLEIN MACHT NICHT GLÜCKLICH!

Elizabeth Maylor von der University of Warwick sagt:

Wir hoffen, dass unsere Arbeit in diesem Zusammenhang dazu beiträgt, das Zuckerhoch als Mythos zu enttarnen und öffentliche Maßnahmen zur Reduzierung des Zuckerkonsums anzuregen.

Ein gesunder Lebensstil sei wichtig und müsse gefördert werden. Gerade in Zeiten, in denen Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes längst zu Volkskrankheiten gehören. All dies kann durch ein Übermaß an Zucker hervorgerufen werden.

Im Video | "Herzgesunde" Ernährung: Diese Lebensmittel wirken Gefäßverkalkung entgegen


Täglich nicht mehr als 17 Stück Würfelzucker


Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten 50 Gramm Zucker pro Tag nicht überschritten werden. Dies entspricht in etwa 17 Stück Würfelzucker. Die Deutschen liegen allerdings noch 25 Prozent über diesen Werten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet mit noch strengeren Werten. Hier gelten schon 25 Gramm Zucker pro Tag als Obergrenze.

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