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Puls messen: Die Ruhepulsfrequenz kann laut einer Studie ein Hinweis auf die ...

Studie: Hoher Ruhepuls erhöht Risiko eines frühzeitigen Todes ab einem gewissen Alter

Von News Team - Dienstag, 07.05.2019 - 16:47 Uhr

Die Höhe des Ruhepuls unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Bei gesunden Erwachsenen gelten gemeinhin 60 bis 80 Herzschläge pro Minute als normal, wenn sie keiner körperlichen Anstrengung ausgesetzt sind.

Doch bei Menschen ab 50 Jahren sind mit Blick auf die Lebenserwartung niedrigere Werte besser. Das legt eine aktuelle Studie nahe.

Mit hohem Puls verdoppelt sich das Risiko eines frühen Todes

Darin kommen Forscher der Universität Göteborg zu dem Ergebnis, dass eine Ruhepulsfrequenz von 75 Schlägen pro Minute offenbar das Risiko eines frühen Todes verdoppelt. Sie hatten 798 Männer über einen Zeitraum von 20 Jahren untersucht, die zu Beginn der Untersuchung allesamt 50 Jahre alt waren, berichtet das Gesundheitsportal Heilpraxis.net und bezieht sich auf die Studie, deren Ergebnisse im Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlicht wurden.

Im Video:

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Ein Ergebnis ist, dass Männer mit einem Ruhepuls von 75 doppelt so häufig in den folgenden 20 Jahren starben wie Männer mit einem Ruhepuls von 55 oder weniger.

Risiko steigt mit jedem zusätzlichen Herzschlag

Der Studie zufolge wirkte sich ein Ruhepuls von 55 Herzschlägen pro Minute besser auf die Gesundheit aus. Mit jedem zusätzlichen Herzschlag stieg das Risiko eines vorzeitigen Todes um 3 Prozent. "Zusätzliche Herzschläge waren auch mit einem um 1 Prozent höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer um zwei Prozent höheren Wahrscheinlichkeit für eine koronare Herzkrankheit verbunden", heißt es bei Heilpraxis.net.

Bei einer koronaren Herzkrankheit wird das Herz wegen verengter Blutgefäße nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Erkrankung kann schlimmstenfalls sogar zu Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche führen.

Wichtig: Stabiler Ruhepuls im Alter zwischen 50 und 60 Jahren

Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass Männer, deren Ruhepulsfrequenz im Alter zwischen 50 und 60 Jahren nicht anstieg, sondern stabil blieb, mit Blick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesünder waren. Das Risiko, daran zu erkranken, war bei ihnen fast um die Hälfte (44 Prozent) geringer als bei Männern, deren Ruhepuls in dieser Zeit nach oben ging.

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Teilnehmer der Untersuchung mit einem Ruhepuls von über 55 Schlägen pro Minute waren häufiger Raucher, sesshaft oder gestresst und litten öfter unter Bluthochdruck oder Fettleibigkeit.

Was kann man gegen eine zu hohen Puls tun?

Daraus lässt sich ableiten, was Betroffene gegen einen zu hohen Puls tun können. Und damit gegen das Risiko eines vorzeitigen Todes, wie es die schwedische Studie nahelegt: Stress reduzieren, sich mehr bewegen und Sport treiben, sich gesund ernähren, das Rauchen aufgeben.

Ein Arzt kann erkennen, ob der erhöhte Puls ein Hinweis auf eine Krankheit ist, die durch Medikamente behandelt werden muss.

1 Kommentar

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Wie...Puls 55 ??? Ich sehe nach, ob ich überhaupt noch Puls habe, wenn der unter 80 ist
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