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Patientin wacht nach 27 Jahren im Koma wieder auf.

Medizinische Sensation in Deutschland - Frau wacht nach 27 Jahren im Koma auf

Von News Team - Mittwoch, 24.04.2019 - 06:39 Uhr

Manchmal gibt es Wunder. Die 59-jährige Munira Abdulla ist der lebende Beweis dafür. 1991 fiel die Mutter aus Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem Autounfall ins Koma. 27 Jahre später wacht sie wieder auf. Selbst die behandelnden Ärzte in der Schön-Klinik Bad Aibling haben so etwas noch nicht erlebt.

Eine Patienten, die nach so langer Zeit wieder so gut kontaktfähig wurde, habe ich noch nicht erlebt

, so Chefarzt Dr. Friedemann Müller gegenüber "Bild".

Munira - damals 32 Jahre alt - hatte bei einem Autounfall schwere Hirn-Verletzungen erlitten, lag seither im Wachkoma. Ihre Umgebung nahm sie nicht wahr. Ihr Sohn Omar - zum Unfallzeitpunkt 4 Jahre alt - erzählte der Zeitung "The National" aus Abu Dhabi, wie sich das Unglück ereignet hatte.

Nach Zusammenstoß mit Bus im Koma


Demnach hatten Munira und ihr Schwager den kleinen Omar aus der Schule abgeholt, ehe ihr Wagen mit einem Bus kollidierte. Der 4-Jährige wurde dank des Einsatzes seiner Mutter nur leicht verletzt.

Meine Mutter saß bei mir auf dem Rücksitz. Als sie den Unfall kommen sah, umklammerte sie mich, um mich zu schützen.

Die Ärzte hatten keinerlei Hoffnung, dass Munira noch einmal erwachen würde. Ihr Sohn gab die Hoffnung jedoch nie auf. Er besuchte seine Mutter fast täglich.

Für mich war sie wie Gold. Je mehr Zeit verging, desto wertvoller wurde sie für mich.

Königshaus finanziert Behandlung in Deutschland


2017 erfuhr das Königshaus in Abu Dhabi von Muniras Schicksal und finanzierte eine Verlegung und Therapie in Bad Aibling. Die Schön-Klinik gilt als eines der größten neurologischen Fachzentren Deutschlands.

Im Juni 2018 dann das Wunder: Munira wachte 27 Jahre, nachdem sie ins Koma gefallen war, auf. Sie rief den Namen ihres Sohnes, der im selben Zimmer schlief.

Als die Patientin zu uns kam, war sie im Stadium eines Syndroms des minimalen Bewusstseins. Wir konnten öfter beobachten, dass sie ihren Blick kurz auf etwas richtete, in der Regel das Gesicht ihres Sohnes

, so der Chefarzt.

Zielgerichtete Bewegungen seien jedoch nicht erkennbar gewesen. Außerdem litt Munira unter "massiven und erheblichen Komplikationen des Schädel-Hirn-Traumas".

Zurück in der Heimat


Mittlerweile ist Munira wieder zurück in ihrer Heimat. Sie wird weiterhin behandelt und macht gute Fortschritte.

Sie kann uns sagen, wo sie Schmerzen hat und ich kann Gespräche mit ihr führen

, sagte der Sohn.

Der 32-Jährige entschied sich dazu, die Geschichte seiner Mutter öffentlich zu machen, um anderen Menschen in einer ähnlichen Situation Hoffnung zu geben.

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