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Tanzen regt das Gehirn an, haben Neurowissenschaftler herausgefunden

Schutz vor Demenz: Warum ihr tanzen solltet, statt Kreuzworträtsel zu lösen

Von News Team - Montag, 29.04.2019 - 15:08 Uhr

Tanzen ist die beste Medizin. Die Bewegung zu Musik ist nicht nur gut für die körperliche Fitness, sondern auch die geistige. Denn: Tanzen könne vor Demenz und anderen Krankheiten schützen, fordere das Gehirn heraus und mache glücklich.

Das behauptet die Neurowissenschaftlerin Julia F. Christensen vom Frankfurter Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik. Tanzen sei "ein Gehirnjogging, damit kann sich kein Kreuzworträtsel messen", sagte sie jetzt im Deutschlandfunk Kultur.

„Im Tanzen werden so viele Prozesse gleichzeitig angesprochen, wir brauchen so viel von uns, um zu tanzen – und das kommt bei anderen Disziplinen einfach nicht so zusammen", so die Wissenschaftlerin im Interview mit dem Radiosender.

Im Video:

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Dass Tanzen eine Art Allheilmittel ist - darüber hat die promovierte Neurowissenschaftlerin, die selbst begeisterte Tangotänzerin ist, zusammen mit ihrem Kollegen Dong-Seon Chang das Buch "Tanzen ist die beste Medizin" geschrieben. Untertitel: "Warum es uns gesünder, klüger und glücklicher macht".

Tanzen regt das Gehirn an

Der Clou beim Tanzen sind demnach die Bewegung, aber auch die Berührung, Musik und die Raumwahrnehmung. Anders als alltägliche und bekannte Bewegungen sei Tanzen "jeden Tag Neuland", sagte sie im Deutschlandradio Kultur. „Das ist für unser Gehirn total toll, weil da neue Verbindungen geknüpft werden.“

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Mehrere Studien haben laut Christensen gezeigt, dass Tanzen besser vor Demenz oder Herzkrankheiten schütze als andere Hobbies.

So haben griechische Wissenschaftler die Gehirnaktivität von 44 Menschen im Alter von über 60 Jahren untersucht. Sie wurden für die Studie in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Teilnehmer der einen Gruppe trafen sich 24 Wochen lang, um zweimal in der Woche griechische Tänze zu lernen. Die andere Gruppe sah dagegen Videos über Kulturthemen.

Prävention von Demenz

Ergebnis: Die Tänzer waren nach den 24 Wochen körperlich fitter als vorher und auch als die Teilnehmer der Kontrollgruppe. Ihr Gehirn verarbeitete schneller Informationen als vor dem Tanztraining. Die Forscher sahen darin einen Beleg dafür, dass Tanzen das Gehirn älterer Menschen anregen und dadurch auch eine wichtige Rolle bei der Prävention von Demenz spielen könne.

Ganz allgemein lege die Studie nahe, so die Forscher, dass Tanztraining eine gute Möglichkeit ist, um die körperliche und geistige Fitness von älteren Menschen zu stärken - ganz ohne Medikamente.

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