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Neues Angebot: Ab Anfang kommenden Jahres sollen Patienten per App einen Ter ...

Arzttermin per Smartphone-App vereinbaren - Ab 2020 soll das in ganz Deutschland möglich sein

Von News Team - Dienstag, 30.04.2019 - 10:59 Uhr

Einen Arzttermin per App auf dem Smartphone zu vereinbaren - das soll ab Anfang 2020 in ganz Deutschland möglich sein. "Gestartet wird in den Regionen Schritt für Schritt", kündigte jetzt Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an.

"Anfang des kommenden Jahres wird das App-Angebot flächendeckend verfügbar sein", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die Entwicklung des neuen Angebots sei weit fortgeschritten. "In der Endbaustufe wird es so sein, dass man, wenn man beispielsweise einen Orthopäden sucht, verschiedene Angebote mit freien Terminen erhält. Und dann kann sich der Patient den gewünschten aussuchen", so der KBV-Chef.

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Die Terminvereinbarung per App ist ein Teil des neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), das am 1. Mai in Kraft tritt. Es soll unter anderem sicherstellen, dass Patienten schneller einen Termin beim Arzt bekommen.

Servicestellen sollen rund um die Uhr erreichbar sein

Die App soll die sogenannten "Terminservicestellen" als zentrale Anlaufstellen für Patienten entlasten. Terminservicestellen vermitteln bereits seit längerem Arzttermine, doch im Rahmen des neuen Gesetzes sollen sie bis Januar 2020 ausgebaut werden.

Sie sollen schließlich rund um die Uhr und an jedem Tag der Woche bundesweit unter der Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116117 ) erreichbar sein.
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Ihre Aufgabe: Sie sollen gesetzlich Krankenversicherten Termine bei Ärzten und Psychotherapeuten vermitteln - und zwar innerhalb einer festgesetzten Frist: Die Servicestellen haben bis zu eine Woche Zeit, um für Patienten innerhalb von vier Wochen einen Arzttermin zu vermitteln. Die Wartezeit für eine psychotherapeutische Akutbehandlungen darf höchstens zwei Wochen betragen.

Ärzte müssen ihr Mindestsprechstundenangebot von 20 auf mindestens 25 Stunden pro Woche erhöhen und erhalten Zuschläge für Zusatzangebote, so sieht es das Gesetz vor, das auch eine bessere medizinische Versorgung auf dem Land sicherstellen soll.

"Es wird ja nicht plötzlich mehr Ärzte geben"

Dass sich durch das neue Gesetz für Patienten etwas verbessere, sie also schneller einen Termin beim Arzt bekommen, bezweifelt Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

"Auch in Zukunft wird nicht jeder innerhalb weniger Tage seinen Wunsch-Termin beim Wunsch-Arzt um die Ecke bekommen", sagte er dem RND. "Es wird ja nicht plötzlich mehr Ärzte geben, die mehr Termine vergeben können. Es wird lediglich zu einer Umverteilung kommen", so Gassen.

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