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Die Hälfte der Deutschen ist für eine Notaufnahme-Gebühr

Forsa-Umfrage: Jeder Zweite ist für Gebühr in Notaufnahme

Von News Team - Donnerstag, 02.05.2019 - 12:29 Uhr

Überfüllte Notaufnahmen sind für zahlreiche Kliniken ein gravierendes Problem. Ein Grund für den enormen Zulauf: Immer mehr Patienten gehen in die Notaufnahme oder rufen den Rettungsdienst, selbst wenn es dafür medizinisch keinen Grund gibt.

So würde mehr als jeder Dritte der Umfrage zufolge eine Notfallambulanz aufsuchen, selbst wenn er nicht lebensbedrohlich erkrankt ist. Und selbst wenn andere Arztpraxen geöffnet sein sollten.

Sollte in der Notaufnahme eine Extra-Gebühr verlangt werden?

Ja, denn dann würden Patienten nicht wegen Kleinigkeiten die Ambulanzen blockieren.
28.6 %
Nein, denn dann würde der Geldbeutel über die medizinische Versorgung entscheiden.
71.4 %
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Das bindet medizinisches Personal, das in anderen Fällen womöglich dringender gebraucht wird. Um einem solchen Missbrauch der Notaufnahmen entgegen zu wirken, wird immer wieder eine Gebühr ins Spiel gebracht. So soll verhindert werden, dass Patienten mit leichteren Beschwerden die Ambulanzen blockieren.

Im Video:

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Die Deutschen stehen diesem Vorschlag gespalten gegenüber: Jeder Zweite ist für eine Notaufnahme-Gebühr. Etwas weniger (48 Prozent) lehnen dies ab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännischen Krankenkasse. Dafür wurden im Januar 2019 rund 1000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 70 Jahren befragt.

"Medizinische Versorgung darf keine Frage des Geldbeutels sein"

Gegen eine solche Gebühr spricht sich KKH-Chef Dr. Wolfgang Matz aus: „Medizinische Versorgung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Statt einzelne Patienten für ihr Verhalten zu sanktionieren, sollten bessere Steuerungskonzepte und die Qualität der ambulanten Behandlung Betroffene gar nicht erst dazu verleiten, Notfallambulanzen wegen Bagatellerkrankungen aufzusuchen."

Gründe für den Besuch der Notaufnahme
KKHGründe für den Besuch der Notaufnahme

Als Grund für den Besuch in der Notaufnahme hatten 41 Prozent der Befragten die "bessere medizinische Versorgung" angegeben. Für fast ein Viertel (24 Prozent) war die sofortige Behandlung ohne Termin der ausschlaggebende Grund.

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