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Warum wir endlich die Helmpflicht für Radfahrer brauchen - und Argumente der ...

Warum wir endlich die Helmpflicht für Radfahrer brauchen - und Argumente der Gegner makaber sind

Wolfgang Stegers
23.06.2017, 13:49 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Helmpflicht für Radfahrer, kaum ein Thema wühlt so auf, wie der Pflichtschutz für Radler. Nun ist diese Verkehrsspezies per se in der Diskussion, sei es, dass manche glauben, sich eigene Freiheiten herausnehmen zu dürfen, andere wiederum sich permanent vom Autoverkehr in die Enge gedrängt fühlen. Wenn es aber um die eigene Sicherheit geht, ist es erstaunlich wie sich Befürworter und Gegner einer allgemeinen Helmpflicht gegenseitig anfeinden.

Gesundheit des Einzelnen gegen Abschreckung vor dem Fahrradfahren


Die Befürworter argumentieren, der Helm führe zu mehr Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer, gerade für die Jungen und die Alten. Kopfverletzungen werden abgemildert oder gar verhindert. So sieht es auch die Allianz, als Deutschlands größter Versicherer. Die Gegner werfen ein, eine Pflicht schrecke die Fahrradfahrer ab und glauben sich auf Statistiken aus Australien und den USA berufen zu können.

Sollte eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer eingeführt werden

Ja
46.3 %
Nein
53.7 %
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Öl in diese feurige Diskussion hat jüngst eine neue Studie aus Münster gegossen, in der sich der Verkehrswissenschaftler Gernot Sieg über Kosten und Nutzen einer solchen Pflicht ausgelassen hat. Der Wissenschaftler kommt ganz leidenschaftslos zu dem Ergebnis, dass die Kosten einer Helmpflicht deren gesamtgesellschaftlichen Nutzen übersteige. Angenommen wird, jeder zweite durch eine Kopfverletzung getötete Radfahrer würde durch den Helm überleben und jeder zweite schwer Verletzte erleide nur leichte Verletzungen am Kopf.

Der Wert des Menschen und die Kosten der Helme


Um über Kosten in Euro und Cent reden zu können, muss man den Preis des Lebens kennen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO beziffert ihn für Westeuropa mit 1,5 Millionen Euro. Schwere Verletzungen kosten 205.000 Euro. Nun kann man die Rechnungen endlos weiterführen, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass weniger Fahrrad gefahren und dafür mehr Auto oder der öffentliche Personennahverkehr.

Menschen sind lernfähig

Selbst wenn diese Annahme stimmt, ist es nur eine Zeitaufnahme und berücksichtigt nicht, dass Menschen ihr Verhalten ändern. Auch werden die Anschaffungskosten der Helme mit 315 Millionen Euro gegengerechnet; die Volksgesundheit der Radler gegen die Nichtradler gestellt und derlei mehr Faktoren hinzugezogen, kommt dann das Ergebnis heraus wie es ist. Punkt. Oder, na und? Für mich kann auch noch die Zahl der überfahrenen Regenwürmer oder der Mücken auf der Windschutzscheibe mit eingerechnet werden.

Skihelm ja – Fahrradhelm nein?


Für mich ist das alles „Hätte, hätte, Fahrradkette“, denn der Helm schützt und zwar nachhaltig und davon lasse ich mich nicht abbringen, genauso wenig wie ich beim Motorradfahren einen tragen muss. Auch hat es nicht der Skiunfälle auf den Pisten bedurft, dass ich einen Skihelm trage. Denn bei aller Tragik um den Unfall von Michael Schumacher, ohne seinen Helm würden wir heute nicht hoffen, dass seine sporadischen Aufwachphasen zu einem guten Ende führen. Beweist doch der Unfall, dass selbst bei minderen Geschwindigkeiten das Verletzungsrisiko für den Kopf sehr hoch ist.

Kleinkinder sollen ihn tragen – Eltern dienen als Vorbild


Eltern bleuen zurecht ihren Kindern ein, den Helm zu tragen und gehen mit gutem Beispiel voran. So gewöhnen wir uns daran und fühlen uns unwohl, ihn nicht zu tragen. Ich bin für die generelle Helmpflicht der Zweiradfahrer ebenso wie für das Anschnallen, den Airbag, das Verbot des Telefonierens außerhalb geschlossener Ortschaften während der Fahrt, selbst mit Freisprechanlage bin. Gutachten über den volkswirtschaftlichen Nutzen einer solchen Helmpflicht halte ich für mehr als makaber, wenn nicht das abstrakt Allgemeine sondern der konkrete Einzelfall betrachtet wird. Und der kann ich sein.

114 Kommentare

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Schon seltsam.... beim Autokauf legen wir großen Wert auf Fahrzeuge mit hoher Sicherheit für die Insassen aber unser eigener Kopf beim Radfahren ist uns keine 50 € wert. Ganz abgesehen davon, dass die meisten Unfälle fremdverschuldet passieren.
  • 24.06.2017, 10:22 Uhr
Was nützt ein Helm, wenn ich mir beim Sturz das Genick breche?
  • 24.06.2017, 17:11 Uhr
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Was wir brauchen, sind mehr und breitere Radwege separat vom Autoverkehr.
  • 24.06.2017, 09:16 Uhr
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Siecher ist nun mal siecher (Hausmeisterlein Krause....)
  • 23.06.2017, 18:53 Uhr
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Ich fordere Helmpflicht am Rollator- wegen allgemeiner Unfallgefahr!! Im Sinne von Hannelore Kohl!!!!!!! Und auch Rückspiegel und ABS.......
  • 23.06.2017, 18:52 Uhr
Hannelörchen ist aber nicht als Helmmuffel verstorben- aber der werte Ex-Gatte vielleicht: der trug im Rollstuhl keinen Helm und keinen Überrollbügel- das kommt von das-sonst wäre er vielleicht noch 100 geworden, Seine Wichtigkeit???
  • 24.06.2017, 19:19 Uhr
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Da müßte man schon auf dem Dreirad- extrem gefährlich wegen wacklig!!!!
  • 23.06.2017, 18:48 Uhr
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eine vielzahl kann drauf verzichten,
sehe ich hier in ffm ,
wenn sie stürzen kann nichts kaputtgehn ,
kein hirn, und blind sind sie sowieso...
  • 23.06.2017, 18:43 Uhr
Trägst Du am Rollator auch vorbildlich einen Helm (und Protektoren natürlich), damit nichts Wertvolles Schaden nehmen kann??
  • 23.06.2017, 18:50 Uhr
Die Versicherung jubelt!!!!!
  • 23.06.2017, 18:53 Uhr
ich fahr s-klasse ,800000 km unfallfrei...
  • 23.06.2017, 19:02 Uhr
Mercedes-Benz S 500 CO2-Emissionen156 g/km; Umweltzone4 (grün); SchadstoffklasseEuro 6 ... Monat; Gesamtkosten pro km133 ct / km; Versicherungsklasse20 HF / 30 TK / 30 VK; KFZ-Steuer407 € / Jahr .... Benzin,...
  • 23.06.2017, 20:03 Uhr
Der Highend-Rollator.......
  • 24.06.2017, 19:15 Uhr
Mein Rollator fährt 210- schwupp, die Polizei hats nicht gesehn........
  • 25.06.2017, 12:47 Uhr
Mein Rollator hat sogar einen Mercedes-Stern!!!
  • 25.06.2017, 12:47 Uhr
Eingebaute Vorfahrt.......
  • 25.06.2017, 12:48 Uhr
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Ich lasse mich nach 50 Jahren Radfahrer ohne Kopfverletzung nicht zum Helmmodel machen!!!
  • 23.06.2017, 18:35 Uhr
Hatte ehedem sehr weite Etappen helm- und unfallfrei absolviert- aber nun naht das Rollatoralter- also Mütze auf etc.!!!
  • 24.06.2017, 19:22 Uhr
Bei der Armee durfte man auch nie ohne Helm- die wußten wohl warum......wohl weil die Bomben tief flogen?
  • 24.06.2017, 19:23 Uhr
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Ich fahre bereits lange Rad- und zwar ohne Helm- wozu noch ein unnützes Zubehör? Der Radler liebt es entspannt, ohne unnützen Trödel- ist doch nur wieder Geldschneiderei- bald kommen dann noch Protektoren- welche ich selbst für nützlicher halte!! Habe übrigens immer ein Erste-Hilfe-Selt dabei mit Pflaster etc.!!!! Halte ich für besser als einen verunzierenden Helm!!!!!! In Gedenken an Hannelore Kohl.....
  • 23.06.2017, 18:27 Uhr
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Helmpflicht für Radler? Ja bitte, ja sofort, ja gleich, und mit wunderschön hässlichen Helmen.
Das schreckt Radler ab und macht das Zufußgehen sicherer.
Alternativ geht auch, verpflichtend, ein Bierdeckel mit Wäscheklammer, der über die Speichen rattert.
Dann hört man das Unglück wenigstens kommen.
  • 23.06.2017, 18:07 Uhr
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So ein Unsinn, wo soll das noch alles Enden. Jeder sollte für sich selbst entscheiden. Oft frage ich mich wie konnten wir Früher nur erwachsen werden ohne all die Vorschriften und Masregelungen die unsere "Sicherheit" betreffen.
  • 23.06.2017, 18:01 Uhr
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