wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Automobil bleiben wollen: Aber welches Fahrzeug für uns Alte?

Automobil bleiben wollen: Aber welches Fahrzeug für uns Alte?

Wolfgang Stegers
02.12.2015, 14:03 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Fahren oder gefahren werden? Diese Frage heißt jetzt nicht mehr, sich selbst hinters Steuer setzen oder ein Taxi rufen. Schon im nächsten Jahr wird zum ersten Mal ein Großserienfahrzeug zu kaufen sein, das sich weitestgehend autonom im Straßenverkehr bewegt. Das ultimative Automobil für die Seniorbook-Generation – Drive Pilot

Drive Pilot – fahre du, Pilot. Ich überlasse dir das Steuer. Du kannst es eh besser. Oops, Entschuldigung, das soll nun jetzt keine Diskriminierung für die Seniorbook-Gemeinde sein. Aber es ist nun mal eine Tatsache, dass mit zunehmenden Lebensjahren die Fähigkeiten nachlassen, Formel-1-Weltmeister zu werden. Darum geht es auch nicht. Aber wenn die Sehkraft der Augen nachzulassen droht, das immer komplexer werdende Verkehrsgeschehen bisweilen überfordert, die Reaktionen nicht mehr blitzschnell ablaufen und auch das Ein- wie Aussteigen Mühe bereiten, dann macht sich jeder schon Gedanken welches Modell man fahren und bedienen möchte.

Assistenzsysteme vernetzen


Derzeit ist es ja so, dass eine schier unübersichtliche Flut an elektronischen Helferlein in modernen Autos, den Benutzern das Fahren erleichtern möchte. Aber oft verwirren sie mehr, als sie helfen. Denn die Assistenzsysteme leiden darunter, dass sie noch zu wenig miteinander vernetzt sind und zentral gesteuert werden. Ein solcher Master-Computer im Fahrzeug ist dann sogar in der Lage, das Fahrzeug selbst zu steuern.

Zukunftsmusik? Bei weitem nicht. Die neueste Software-Version beim Elektrofahrzeug Tesla S erlaubt schon das automatisierte Fahren auf Highways und Autobahnen. Und auch die im nächsten Jahr auf den Markt kommende neue E-Klasse wird sie frei auf den Straßen bewegen, ohne dass der Fahrer eingreifen müsste. Füße von den Pedalen, Hände vom Lenkrad.

Der Steuermann heißt Drive Pilot


Drive Pilot ist der elektronische Master, das „automobile Supergehirn“, der die E-Klasse steuert. Aber nicht nur die, nach seiner Premiere wird er nach und nach auch in den anderen Fahrzeugklassen von Mercedes-Benz eingebaut. Und nicht nur dort. Es ist kein Geheimnis, dass bei allen namhaften Herstellern wie Audi, BMW oder Volkswagen das automatisierte Fahren höchsten Stellenwert genießt.

Was der Drive Pilot alles kann? Nun, besser das Auto fahren? Vielleicht nicht unbedingt besser aber auf jeden Fall sicher. Vielleicht vergleichbar mit einer modernen Automatik, die besser als jeder normale Autofahrer beschleunigt und auch sparsamer fährt. Oder die ABS-Bremse und das ESP. Sie bremsen besser und fangen das Fahrzeug frühzeitig ein, ohne dass das Superkönnen eines Rallyepiloten gefordert wäre.

Entspannt reisen wie im ICE


Auf weiten Strecken muss beim teil-autonomen Fahren nicht mehr gelenkt werden. Auch die Pedale bleiben unbenutzt, wenn abgebremst oder wieder beschleunigt wird. Straßenschilder werden erkannt, Tempolimits befolgt, die Blinker gesetzt, Spur gewechselt, Fahrzeuge überholt. Und während die Limousine das eingegebene Ziel ansteuert, sitzt der „Fahrer“ zwar hinter dem Steuer, aber total entspannt. Er kann sich angeregt mit den Passagieren im Fond unterhalten, sich umdrehen und ihnen Aufmerksamkeit widmen. Aber ähnlich wie der Lokführer, muss er aber dem System immer wieder signalisieren, dass er bereit ist, notfalls ins Geschehen einzugreifen.

Verantwortung bleibt beim Fahrer


Wenn er sich nicht gemeldet hat, startet das Alarmprogramm. Eine dichte Folge an immer dringlicheren Warnungen bricht. Lichter blinken, Töne schnarren und es fehlt noch, dass der menschliche Fahrer in seinem Sessel wachgerüttelt wird. Aber bevor es dazu kommt, fährt der Pilot an den Fahrbahnrand und hält an. Die gesetzlichen Vorgaben sind streng. Denn dem Fahrroboter wird im juristischem Sinne keine Verantwortung übertragen. Die behält der leibhaftige Mensch auf dem Fahrersitz.

3 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wenn ich nicht mehr fahren kann ist mein leben zuende - dieses gefühl der freiheit ist durch nichts zu ersetzen.
  • 23.01.2016, 17:27 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Zu deiner Frage, welches Fahrzeug bleibt für Alte = der Letzte ist der Leichenwagen !
Das vorletzte Auto sollte verkauft werden, BEVOR es zu einem schlimmen Unfall kommt. Die Gründe hast du selbst gründlich aufgeführt.
Gerade Wir sollten eine jährliche oder halbjährige
FahrtauglichkeitsPrüfung beim Gesetzgeber fordern. Die jüngeren würden uns bestimmt zustimmen.
Wie soll man+frau noch verantwortungsbewusst fahren können, wenn
die Beine oder Augen oder Reaktionen nicht mehr können ?
  • 26.12.2015, 19:26 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Für Senioren gilt jetzt schon: Hoch sitzen, gute Sicht und große Aussenspiegel. Ob alle die neuen Assistenz-Systeme lernen können, ist fraglich. Derzeit kann doch sowas nur von entsprechenden Leuten genutzt werden. Für uns Senioren gilt: Die Bedienung so einfach wie möglich.
  • 02.12.2015, 14:51 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren