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VWs Kleinster wird frech, peppig und kraftvoll: Auf geht’s, Up

VWs Kleinster wird frech, peppig und kraftvoll: Auf geht’s, Up

Wolfgang Stegers
24.06.2016, 08:29 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Die Zahl neun, Symbol der Weisheit und Vollkommenheit, spielt beim kleinsten vierrädrigen Vertreter im VW-Reich eine große Rolle. Der Mini aus Wolfsburg jongliert in seiner Neuauflage, dem Facelift nach fünf Jahren, mit der 9 – bei Preis, Gewicht, Leistung und Beschleunigung.

Neuntausend plus einigen zerquetschten Euros kostet er. Neunhundert plus etlichen Kilos wiegt er. 90 PS, glatt, leistet er. In 9 plus Neunzehntel Sekunden hat er Tempo 100 erreicht. Das sind sie, die „alle Neune“ beim Up. So hat der Kleinstwagen von Volkswagen geschafft, preiswerter und leistungsfähiger zu werden und in der Liga der Zahlensymbolik eine große Rolle zu spielen. Die Neun, als höchste natürliche Zahl, zwischen acht und zehn.

Zahlenesoterik mit und um die Neun

Natürlich ist dies mit einem Augenzwinkern zu sehen. Esoteriker und Zahlenmystiker mögen sich bitte nicht aufregen. Aber erstaunlich ist es schon, dass Volkswagen mit dem Up wichtige Zehnermargen unterschritten hat. In der Automobilbranche spielen sie eine große Rolle.

Fahrleistungen wie der legendäre Golf GTI

Konnte doch der legendäre erste GTI mit zur damaligen Zeit „fulminanten“ Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerten aufwarten, die den turbobefeuerten Up heute, vierzig Jahre später, so sportlich machen. Bei der Endgeschwindigkeit ist der Up schneller, beim Gewicht – je nach Motorisierung und Ausstattung - um 150 Kilo und mehr schwerer. Ganz und gar nicht GTI-like jedoch der Preis. 12 000 Mark wurden für den heutigen Kultwagen aufgerufen. Was das in Euros sind, will ich gar nicht wissen. Aber machen wir uns doch mal ehrlich, so viele Neufahrzeuge mit einem vierstelligen Europreis werden gar nicht angeboten.


Der Up treibt’s bunt

Ja, der Up ist richtig chic geworden. Gerade im Innenraum wird mit Farbe nicht gegeizt. Es werden gar so viele unterschiedliche Farben (13 Lackierungen) und Designs (drei Color- und Dachpakete) angeboten, dass die hauseigenen Stilberater von VW eigene Pakete geschnürt haben, um schöne und harmonische Zusammenstellungen zu garantieren. So kann man zwischen den unterschiedlichst eingefärbten und folierten Armaturentafeln wählen, alle passend zur Innen- und Außenfarbe. Der Individualisierung scheinen keine Grenzen gesetzt. Ein Trend, der in dieser Klasse vom Opel Adam initiiert wurde.

Rollende Disco-Summe als Sonderausstattung

Innenraum geht nicht ohne Beschallung. 300 Watt dürfen es in der letzten Ausbaustufe der Verstärker sein – verteilt auf sieben Lautsprecher samt fettem Subwoofer in der Reserveradmulde der angesagten us-amerikanischen Kopfhörer- und Lautsprecherfirma in Händen von Apple. Da wird der 3,60 Meter kurze Wagen, auch mit vier Türen plus Heckklappe erhältlich, auf Wunsch zur Wuchtbrumme.

Perfekte Integration der Smartphones

Aber Musik oder um Wilhelm Busch zu folgen, Lärm, ist nicht alles. Bei der Kommunikation ins und im Fahrzeug ist das eigene Smartphone vollkommen integriert. Über die App „Up“ können iOs- oder Android-basierte Geräte synchronisiert werden. Sie sind dann für die Navigation zuständig, spielen die eigene Musikbox ab und greifen auf das Telefonbuch zu. Sehr präzise die Handschriftenerkennung mit wenigen Krakeln werden die gewünschten Ziele aufgerufen.

Kein Diesel im Angebot

Dass in diesen stürmischen Zeiten kein Diesel für den Up angeboten wird, ist sicher nicht der „Dieselproblematik“, wie der Betrug um Abgaswerte VW-intern beschönigt wird, geschuldet. Nikolaus Diesels Triebwerke waren in der Klasse nie ein Geschäft. Denn lange Strecken werden mit solchen Fahrzeugen nicht zurückgelegt. Drei Dreizylinder-Ottotriebwerke bieten ausreichende Motorisierung mit 68, 75 und 90 PS. Bei ersten Testfahrten mit Autobahnfahrten und viel Stauverkehr lagen die realistischen Verbräuche unter sechs aber über fünf Litern Benzin.

Extrem kompakt, großer Innenraum

Da sage aber keiner, der Up sei nicht langstreckentauglich. Im Gegenteil. Mit bereits angesprochenem Spurtvermögen und der über 180 Kilometer pro Stunde Spitzengeschwindigkeit lassen sich die „Angriffe“ der 200 km/h Renner parieren. Nein der Up bietet entspanntes Fahren, auch auf langen Touren. Dazu bietet der kleine aber extrem kompakte Up eine Passagierbox mit nahezu ebenso viel Platz wie der größere Polo, der wiederum mit seinen Ausmaßen nahe an den Golf rückt.

Elektro-Up und Erdgas-Up

Mit 660 000 verkauften VW-Ups in den vergangenen fünf Jahren gehörte der Up zu den beliebtesten Kleinwagen in Europa. Besonders gefragt war er in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Jetzt mit seiner grundlegenden Auffrischung hat er die Chance, seine Stellung auszubauen. Denn er spricht nicht allein die Ewigjungen an.

Zusammen mit seinen beiden „Brüdern“, dem Seat Mii und dem Skoda Citigo, die alle von den gleichen Produktionsbändern laufen, ist das Trio auch für die „Downsizer“ interessant, also jene Menschen, die sich weniger Auto gönnen, aber auf die individuelle Mobilität nicht verzichten möchten. Mit dem Elektro-Up und dem Erdgas-Up bieten sich ab Herbst auch Alternativen an, die derzeit in aller Munde sind, aber von den Kunden noch nicht so angenommen werden.

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