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Deutsche beklagen zunehmende Aggressionen im Straßenverkehr

Deutsche beklagen zunehmende Aggressionen im Straßenverkehr

News Team
06.07.2016, 13:35 Uhr
Beitrag von News Team

Eine Mehrheit der Deutschen klagt über eine Zunahme von Aggressionen im Straßenverkehr (53 Prozent). Dies hat eine repräsentative Studie von Ipsos im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats ergeben. Besonders ausgeprägt ist dieses Gefühl bei Frauen (56 Prozent) und den 35- bis 54-Jährigen (55 Prozent). Acht Prozent der Befragten sind bereits Zeugen körperlicher Auseinandersetzungen im Straßenverkehr geworden.

Ein Viertel der Befragten (27 Prozent) ist der Auffassung, dass es im Straßenverkehr schon immer Aggressionen gegeben hat und sich die Situation nicht verschlimmert hat. 14 Prozent empfinden den Straßenverkehr gar als unaggressiv.

Erhebliche Unterschiede gibt es laut Studie zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Osten inklusive Berlin beschweren sich mehr als 60 Prozent über zunehmende Aggressionen im Straßenverkehr; im Westen sind es immerhin nur 50 Prozent. Die Befragten, die aggressive Verhaltensweisen festgestellt haben, nennen dabei vor allem "zu schnelles Fahren", „dichtes Auffahren und Drängeln" und „riskantes Überholen". Jeweils ein Drittel der Befragen hat bereits Beschimpfungen und Bedrohungen im Straßenverkehr erlebt.

Besonders auffällig ist laut Studie der Unterschied zwischen Stadt und Land. Während in Kommunen bis 4999 Einwohnern fast zwei Drittel der Befragten über gestiegene Aggressionen im Straßenverkehr klagen, ist es in Orten ab 5000 Einwohnern etwas mehr als die Hälfte. Für die Studie wurden 2000 Personen ab 14 Jahren befragt.

Für den Berliner Verkehrspsychologen Heiko Ackermann ist das Ergebnis der Studie keine Überraschung. „Es gab auch vor 20 Jahren schon Verkehrsteilnehmer, die mit großer Brutalität auf vermeintliche Kontrahenten eingeprügelt haben“, sagt er der „Welt“. Was ihm Sorge bereite, sei die inzwischen deutlich größere Häufigkeit solcher Vorfälle. „Die Hemmschwelle ist gesunken.“ Als Grund dafür nennt er gestiegene Anforderungen in Beruf- und Privatleben, die generell höhere Verkehrsdichte sowie die damit verbundene Neigung, Frust unmittelbar in der Öffentlichkeit auszuleben. „Natürlich sind das keine Kriminellen, sondern ganze normale Menschen, die ausrasten“, betonte Ackermann „Das Auto verführt zum Frustabbau, weil man Aggressionen vermeintlich anonym ausleben kann. Man hat das Gefühl, dass die Blechhülle schützt.“

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25 Kommentare

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Ja, es ist leider so, dass viele Autofahrer ihre Agressionen beim Autofahren austoben (aus welchen Gründen auch immer)....und andere in Gefahr bringen. Verkehrsregeln interessieren manche gar nicht, Rücksichtnahme auf andere kennen viele Zeitgenossen auch nicht.
Und die Besitzer von PS-starken Vehikeln scheinen der Meinung zu sein, dass sie mehr Rechte haben als andere.
Da lobe ich mir die Fahrweise vieler Frauen....sie fahren defensiv aber klug, dem Verkehr angepasst. Da kann sich so mancher Macho am Steuer eine Scheibe abschneiden....
  • 06.07.2016, 21:02 Uhr
  • 0
ja genau so ist es lieber GERD,du sprichst mir aus der Seele....
  • 03.09.2016, 21:16 Uhr
  • 0
schliesse mich den worten von frau edith an---
  • 03.09.2016, 21:23 Uhr
  • 0
Danke REINHOLD !!!
  • 03.09.2016, 21:25 Uhr
  • 0
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Man braucht eigentlich keine Zahlen aus dem Strassenverkehr um zu erkennen, dass die Menschheit so aggressiv wie Mungos geworden ist. Die ganzen heutigen Lebensanforderungen (Flexibilität am Arbeitsplatz,mehrere Berufe, fortlaufender Ortswechsel. telefonische Erreichbarkeit selbst auf der Toilette, extrem hohe Lebenshaltungskosten, unsichere Zukunft usw.), dafür ist das menschliche Gehirn nicht ausgelegt. Bei einem Tier würde man von Überzüchtung sprechen - immer besser,immer grösser, immer schneller,noch intelligenter und nie krank und alt.
  • 06.07.2016, 20:38 Uhr
  • 2
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Nun ich ärgere mich auch immer wenn Sie so dicht vor einem herfahren und keinen Abstand halten, so das man gezwungenermaßen ja regelrecht in Sie reinfahren muß wenn Sie bremsen
  • 06.07.2016, 20:24 Uhr
  • 1
Ich kenne es so das der ...der hinter dem Autofahrer fährt den Sicheitsabstand hält ..um nicht aufzufahren. So bist du nicht gezwungenermaßen
reinzufahren
  • 07.07.2016, 09:42 Uhr
  • 0
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Vielleicht würde es schon reichen den Alkohol und ie Drogen zu verieten?
  • 06.07.2016, 20:24 Uhr
  • 0
Das denke ich auch.
  • 06.07.2016, 21:18 Uhr
  • 1
schlaf gut christine
  • 06.07.2016, 21:34 Uhr
  • 0
Du auch, Margarethe.
  • 06.07.2016, 22:01 Uhr
  • 0
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Wenn ich auf der AB von hinten mit 200 angerauscht komme , finde ich es auch weniger lustig , wenn ein notorischer Mittelstreifenfahrer mit 120 auf die linke Spur wechselt
Zudem es einfach zuviele gibt , die wenig Erfahrung haben , in einer
Großstadt zu fahren !
Wenn es Stau gibt , muß man meist nur aufs vorderste Kennzeichen schauen
  • 06.07.2016, 20:21 Uhr
  • 1
Martha, da vergeht mit der "Frohsinn", wenn du mit deiner PS-starken Kutsche mit 200 "angerauscht" kommst. Meine Auto ( eine "Kutsche" besitzt das Museum im Nachbarort) fährt nur 160 - mehr ist für mich als alleinstehende Rentnerin nicht drin.
Und ich finde es gar nicht lustig, mich ständig zwischen LKW drängen zu lassen, weil ein "Anrauscher" meint, die Autobahn gehöre ihm. Ach ja, ich fahre ca. 15.000 km im Jahr - und das seit Jahrzehnten, da ist schon einiges an Erfahrung zusammengekommen - auch dass man sich von "Anschrauschern" nicht einschüchtern lassen muss.
  • 06.07.2016, 21:13 Uhr
  • 0
Grüß dich Heidi ,
Ich bin Alleinerziehende Mama , und meine Blechbüchse hat schon über 15 Jahre auf dem Buckel
Was ich nicht abkann sind die Autofahrer/innen , die prinzipiell nur die mittlere Spur kennen und wenn sie dann die Spur wechseln einfach das Gaspedal nicht finden !
Das birgt einfach ein riesiges Gefahrenpotential für alle !
Liebe Grüße aus MUC !
  • 06.07.2016, 22:05 Uhr
  • 1
Martha, der übliche Verkehrsfluss erlaubt aber meist nur eine Geschwindigkeit von 130- 150 km/h. Daran halten sich auch die meisten - auch die mit PS-starken Autos - und wenn das alle täten, kämen alle schneller vorwärts. Notorische Linksfahrer kann ich auch nicht leiden --- aber auch diejenigen nicht, die permanent rasen wollen und sich die linke Spur leerfegen wollen, weil sie meinen, sie hätten ein Recht dazu. Gut, wenn du nicht zu denen gehörst.
  • 07.07.2016, 07:26 Uhr
  • 0
Dazu mal ne kleine wahre Geschichte: Vor einigen Jahren befuhr ich die A3 Richtung Nürnberg. In einem 2-spurigen Abschnitt überholte ich auf der linken Spur die LKW mit ca 130 km/h als ein Porsche mit Lichthupe zu mir auf schloß. Nach rechts konnte ich nicht, weil die Lücken zwischen den LKW zu kein waren. Also gab ich Gas um dem Porsche seinen Wunsch nach Geschwindigkeit zu erfüllen. Es nutze nichts. Bei ca 260 km/h fuhr er so dicht auf, daß ich in jedem Rückspiegel einen aufgeblendeten Scheinwerfer formatfüllend sah. Es dauerte eine ganze Zeit bis ich rechts eine Lücke fand, die groß genug war. Dann raste der Porsche vorbei, ohne daß ich mir die Nummer merken konnte.
Das blöde war nur, der saß in einer Blechdose mit Airbag und Gurt, ich auf einem Mopped mit Helm und Kombi.
Sicher es gibt auch Moppedfahrer deren Fahrstil ich nicht verstehen kann, aber die gefährden die Autofahrer nicht in der Weise wie die Autofahrer die Moppedfahrer.
  • 14.07.2016, 12:39 Uhr
  • 0
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........kann ich nicht sagen. Wenn jemand mir zu NAHE kommt mal kurz auf die Bremse aber das Gas niemals verringern. Der Schreck vom HINTERMANN ist gross und der Abstand dann ebenfalls.
  • 06.07.2016, 20:16 Uhr
  • 1
Stimmt wirkt Wunder ...
  • 06.07.2016, 20:18 Uhr
  • 0
...........und wenn es möglich ist zeige ich meinen HINTERMANN durch kurzes rechts blinken an, dass er mich überholen soll.
  • 06.07.2016, 20:41 Uhr
  • 0
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Ich finde das ,das Fahrverhalten sich sehr verändert hat ,dichtes Auffahren ,, Drängeln und sehr Aggressiv,,, wenn man nicht schnell genug ist sie fahren bis an die Stossstange ,,für mich fast wie eine Bedrohung .. die mich Zwingen soll schneller zu Fahren .. auch in Ortschaften bei 30 km,,,,Mein Gefühl ist :,,, das hier Frust ,, und Aggression
auf der -Strasse abgebaut werden soll ..und von einem Sicherheitsabstand ,, keine Rede .. Warum hat sich das Fahrverhalten so verändert ,,,?????
  • 06.07.2016, 20:15 Uhr
  • 2
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gibt es schon Sexuelle Belästigung im Verkehr auf der Strasse
  • 06.07.2016, 19:58 Uhr
  • 0
.....beim Verkehr.....
  • 06.07.2016, 20:46 Uhr
  • 0
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Das erzähle ich schon seit einigen Jahren. Frust wird hier entweder auf der Straße oder in Internetforen abgebaut. Für Sport sind viele zu bequem und einen Garten hat nicht jeder. Die ganze Fahrerei macht keinen Spaß mehr. Es wird ohne gegenseitige Rücksichtnahme drauf los gerast, ohne sich physikalischer Grenzen bewusst zu sein. Viele überschätzen heute sicherlich auch die Sicherheit ihres modernen Autos. Was nützen aber 6 oder 8 Airbags, wenn der Fahrer bei einem Crash ab einer bestimmten Geschwindigkeit den Motor auf dem Schoß hat und bei einem Auffahrunfall im Stauende, bei dem, der dazwischen steht, nur die Hinterachse übrig bleibt? Passive Sicherheit von PKW ist sehr relativ, zumal die EURO NCAP-Crashtests mit ziemlich geringen Geschwindigkeiten durchgeführt werden.
  • 06.07.2016, 19:38 Uhr
  • 1
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Aggression habe ich noch nicht erlebt, aber die Disziplin bleibt immer mehr auf der Strecke.
  • 06.07.2016, 19:15 Uhr
  • 0
jeder ist sich selbst der nächste
  • 06.07.2016, 20:25 Uhr
  • 0
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