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Defekte Parkuhr, Parken am Zebrastreifen, Handy am Steuer - Was Sie dürfen u ...

Defekte Parkuhr, Parken am Zebrastreifen, Handy am Steuer - Was Sie dürfen und was nicht!

News Team
23.03.2017, 15:33 Uhr
Beitrag von News Team

Jeder dritte Führerscheinanwärter fällt durch die schriftliche Theorieprüfung. Doch wie ist das mit langjährigen Autofahrern - wie gut kennen sich diese mit den Regeln aus?

Parkuhr kaputt - was nun?
Dürfen Autofahrer jetzt ohne Weiteres kostenlos auf der Parkfläche stehen bleiben? Ja, glauben rund ein Drittel der Befragten einer Studie des Kfz-Direktversicherers R+V24. Ein Irrtum, wie Sina Schmitt, Kfz-Expertin der R+V24, aufklärt: "Gibt es für die Parkfläche noch andere funktionierende Automaten, muss dort ein Ticket gelöst werden. Ansonsten gilt: Parkscheibe gut sichtbar auslegen."

Dürfen Autos direkt hinter einem Fußgängerüberweg parken oder halten?
Nein, sagen 86 Prozent der Befragten einer Studie von R+V24 - und irren sich. "Autofahrern ist es in der Tat gestattet, ihr Fahrzeug unmittelbar hinter einem Fußgängerüberweg zu parken, sofern sie keine anderen Park- oder Halteverbote missachten", erklärt Sina Schmitt. "Verboten ist es allerdings direkt vor oder auf dem Zebrastreifen - zum Schutz der Fußgänger."

Das Handy klingelt während der Autofahrt. Darf der Fahrer danach greifen und den Anruf wegdrücken?
Nein, urteilten 88 Prozent der Befragten einer Studie von R+V24 ganz richtig. Die Mehrheit der deutschen Autofahrer weiß: Telefonieren am Steuer ist ohne Freisprechanlage verboten - ebenso wie das Hantieren mit dem Handy während der Fahrt. "Wer sein Handy trotzdem bedient, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei", sagt Sina Schmitt. "Denn der Fahrer wird dadurch abgelenkt und reagiert verzögert."

Was ist der korrekte Sicherheitsabstand?

Wenn es auf deutschen Straßen kracht, liegt das häufig am nicht eingehaltenen Sicherheitsabstand zum Vordermann. Zu dichtes Auffahren ist laut statistischem Bundesamt die dritthäufigste Unfallursache mit Personenschaden. Wie nahe dürfen sich Autos außerhalb geschlossener Ortschaften also kommen? Eine aktuelle Studie von R+V24 zeigt große Unsicherheit bei den Befragten: Nur jeder zweite Autofahrer wusste die richtige Antwort. "Die Faustformel heißt: Abstand gleich halber Tacho", sagt Sina Schmitt. "Das gilt aber nur bei guten Sicht- und Straßenverhältnissen."

Stau! Ist die Abkürzung über den Seitenstreifen erlaubt?
Im Stau geht es nicht voran, die nächste Ausfahrt ist in Sichtweite: Da weicht so mancher Autofahrer auf den Seitenstreifen aus, um schneller voranzukommen. Jeder Sechste hält dies für eine gute Idee, wie eine Umfrage von R+V24 zeigt. Doch damit setzt er nicht nur sich und andere Verkehrsteilnehmer einer großen Gefahr aus, sondern riskiert auch ein Bußgeld und mindestens einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. "Der Seitenstreifen ist keine Abkürzung! Er darf nur im Notfall benutzt werden", so Sina Schmitt. "Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit."

Radfahrer überholen: Wie nahe ist erlaubt?
Fahrradfahren liegt im Trend. Rund 78 Millionen Fahrräder gibt es in Deutschland. Und rund 10 Prozent aller Wege werden mit dem Fahrrad erledigt. Doch obwohl Radler fest zum Straßenverkehr gehören, tun sich viele Autofahrer beim Umgang mit diesen Verkehrsteilnehmern schwer "Wichtig ist es, dass Autofahrer immer einen ausreichenden Seitenabstand zu den Radfahren einhalten", so Sina Schmitt. "Und der beträgt mindestens 1,5 Meter." Doch nehmen es die Autofahrer mit dem Abstand nicht so ernst, wie eine repräsentative Umfrage von R+V24 zeigt: 16 Prozent der Autofahrer glauben immerhin, dass sie auf schmalen Straßen die Radler auch mit nur 50 cm Abstand überholen dürfen.

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