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Ab 2018: In diesen 60 deutschen Städten droht Diesel-Fahrern Fahrverbot!

Ab 2018: In diesen 60 deutschen Städten droht Diesel-Fahrern Fahrverbot!

News Team
25.08.2017, 13:20 Uhr
Beitrag von News Team

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhöht in Ihrem Einsatz für 'Saubere Luft in unseren Städten' den Druck auf Bundesländer und Städte. In 16 Städten klagt die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation bereits auf schnellstmögliche Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte, in einer weiteren Stadt (Hamburg) unterstützt sie die Klage des BUND. Da die verantwortlichen Regierungspolitiker in Bund, Ländern und Kommunen der mit Dieselabgasen belasteten Bevölkerung weiterhin ihr ‘Recht auf saubere Luft‘ vorenthalten, hat die DUH gestern weitere Rechtsverfahren gegenüber nun insgesamt 45 Städte eingeleitet.

Dazu erklärte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Das Umweltbundesamt hat unsere eigenen zuvor veröffentlichten Berechnungen zur weitgehenden Unwirksamkeit des Micky-Maus Software-Updates bestätigt. Diesel-Fahrverbote in mehr als 60 deutschen Städten ab 2018 sind daher unabwendbar. Wir haben nun in insgesamt 62 Städten Rechts- bzw. bereits Klageverfahren eingeleitet, um für die vielen Millionen unter Dieselabgasen leidenden Menschen ihr „Recht auf Saubere Luft“ endlich durchzusetzen. Die durch das Dieselabgas Stickoxid verursachte innerstädtische Luftbelastung mit NO2 führt bundesweit zu über 10.600 vorzeitigen Todesfällen jährlich."

Laut DUH überschreiten 62 Städte die NO2-Grenzwerte um mehr als 10 Prozent. Neben den bereits bekannten 16 Städten kommen diese neu hinzu:

Kiel (65 μg/m3)
Düren (60 μg/m3)
Heilbronn (57 μg/m3)
Backnang (56 μg/m3)
Hannover (55 μg/m3)
Esslingen am Neckar (54 μg/m3)
Ludwigsburg (53 μg/m3)
Hagen (51 μg/m3)
Dortmund (51 μg/m3)
Bochum (50 μg/m3)
Paderborn (50 μg/m3)
Oldenburg (50 μg/m3)
Mühlacker (49 μg/m3)
Ravensburg (49 μg/m3)
Herrenberg (49 μg/m3)
Wuppertal (49 μg/m3)
Bielefeld (49 μg/m3)
Tübingen (48 μg/m3)
Siegen (48 μg/m3)
Oberhausen (48 μg/m3)
Osnabrück (48 μg/m3)
Leinfelden-Echterdingen (47 μg/m3)
Leonberg (47 μg/m3)
Pleidelsheim (47 μg/m3)
Marburg (47 μg/m3)
Hürth (47 μg/m3)
Mannheim (46 μg/m3)
Nürnberg (46 μg/m3)
Ludwigshafen am Rhein (46 μg/m3)
Augsburg (46 μg/m3)
Halle (Saale) (46 μg/m3)
Leverkusen (45 μg/m3)
Herne (45 μg/m3)
Witten (45 μg/m3)
Neuss (45 μg/m3)
Mülheim an der Ruhr (45 μg/m3)
Dresden (45 μg/m3)
Heidenheim an der Brenz (44 μg/m3)
Kuchen (44 μg/m3)
Norderstedt (44 μg/m3)
Schwerte (44 μg/m3)
Gießen (44 μg/m3)
Hildesheim (44 μg/m3)
Mönchengladbach (44 μg/m3).

Die DUH hat zudem bereits im März 2017 ein formales Verfahren gegen Leipzig (42 μg/m3) eingeleitet. (Quelle für die Daten: Umweltbundesamt)

Die DUH klagt bereits in 16 Städten für „Saubere Luft“ und hat alle bisher entschiedenen Fälle gewonnen. Für Düsseldorf, München und zuletzt hat Stuttgart hat die DUH Gerichtsentscheidungen erwirkt, die konkrete Diesel-Fahrverbote ab 2018 als einzige vom Gericht als wirksam angesehene Maßnahmen bewerten.
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