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Darum steckte ein Autofahrer kürzlich seinen BMW vor dem BMW-Museum in Brand

Darum steckte ein Autofahrer kürzlich seinen BMW vor dem BMW-Museum in Brand

News Team
14.09.2017, 14:19 Uhr
Beitrag von News Team

Skurrile Szene am Münchner Petuelring: Ein Autofahrer setzte am Dienstag aus Protest seinen BMW in Brand - vor dem BMW-Museum. Ein Video zeigt den 65-Jährigen bei seiner Protestaktion neben der brennenden Karosse stehen - Dabei erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Automobil-Konzern!

Erst parkte er vor dem Museum BMW-Welt, schüttete Benzin in das Fahrzeuginnere und dann setzte seinen eigenen Wagen in Brand.

Grund des Spektakels war nach Aussage des 64-Jährigen ein Rechtstreit mit dem Automobilhersteller. Dazu stellte er sich in unmittelbarer Nähe des brennenden Autos mit einem Plakat auf, auf dem „Prozessbetrüger, Kundenerpressung, schämt Euch“ stand.


Passanten, die auf den Brand aufmerksam geworden sind, verständigten die Feuerwehr. Das Fahrzeug brannte bis zum Eintreffen der Feuerwehr komplett aus. Durch das Feuer wurden eine eingrenzende Wiese und ein Gehweg oberflächlich beschädigt.

Der Fahrer wurde durch die Inbrandsetzung selbst leicht verletzt.

Jetzt ermittelt die Polizei gegen ihn.


Doch hinter der Protestaktion steckt offenbar ein langer Rechtsstreit und heftige Anschuldigungen. Unter dem auf Youtube gepostetem Video erklärt der Mann sein Vorgehen:

BMW lässt seine Kunden im Stich! Ich habe den Neuwagen BMW M6 (120.000,- Euro) 2008 in Italien gekauft. Der Bordcomputer des Autos signalisierte von Anfang an einen Getriebeschaden und andere Fehler. Beim Fahren des Autos gibt es diverse Geräusche, Vibrationen, Klappern, Stöße u.s.w.. Das Auto rollt bei langsamem Vorwärtsfahren plötzlich zurück und fährt dann, mit lautem Stoßgeräusch und Gangwechsel, wieder vorwärts.

Die BMW-Werkstätten meinten, dies sei eine Elektroniksache, die neu eingestellt werden müsse und das Auto wird einwandfrei funktionieren. Die Elektronik wurde mehrmals eingestellt, die Probleme wurden nicht gelöst. Das Auto war zehn mal in der Werkstatt, aber die Ursache wurde bis heute nicht behoben. Der BMW-Händler hat trotz der immensen Motor-und Getriebeschäden eine weitere Reparatur abgelehnt, mit der Begründung, sie könnten nicht weiter reparieren, da ihr BMW-Computerterminal keine Fehler zeige und ich solle mich nur noch an BMW-Italia wenden. BMW-Italia hat mir geschrieben, für sie sei das Auto einwandfrei, da sie ihre Reparaturen der BMW-Autos mit direktem Anschluss an den Computern der BMW-München, nach den Kriterien der BMW-Mutterfirma in München, durchführen. Für BMW-Italia „ist das Produkt so“, ansonsten „solle BMW-München agieren“.

2011 habe ich die Zahlungen an die BMW-Leasing gestoppt und ihnen mitgeteilt, sie sollen die Getriebeschäden des Autos verifizieren und das Auto zurücknehmen. Die Leasingsgesellschaft hat dieses Angebot abgelehnt. Sie wollen die Motor-und Getriebeschäden bis heute nicht anerkennen. BMW-Leasing Italia hat meine Firma und mich als „kreditunwürdigen Nichtzahler“ im Register der Kredit- und Finanz-zentrale der italienischen Banken eingetragen (heute noch) und damit meiner Firma und mir enormen ökonomischen Schaden zugefügt. Auch die psychischen Schäden durch den Stress, den ich hatte und habe, sind erheblich. Mitte 2011 habe ich ein gerichtliches Sachverständigen-Gutachten beantragt. Im Juli 2012 vor Gericht in Italien haben BMW-Leasing-Italia, BMW-Italia und BMW-München gemeinsam ausgesagt, das Auto sei perfekt und einwandfrei. Mein ausführliches Schreiben vom Juli 2012 an BMW blieb ohne Antwort. Im gerichtlichen Sachverständigen-Gutachten vom Februar 2013 haben BMW-Italia und BMW-München verloren. Die Motor-und Getriebeschäden existieren. Die Sachverständigen von BMW-Italia und BMW-München haben dieses Gutachten auch unterschrieben.

Warum akzeptiert BMW die Motor-und Getriebeschäden erst durch ein Gericht?

Ist BMW wirklich technisch so schwach ausgelegt und nicht in der Lage die Getriebeschäden ihres eigenen Produktes zu erkennen ?

Nach all diesen Umständen hat BMW lediglich einen unverbindlichen, mündlichen Reparatur-Vorschlag gemacht. Eine verbindliche Reparatur akzeptiert BMW nicht, weil BMW die bestehenden Werkfehler nicht zugibt. Ich erwarte eine lückenlose und plausible Erklärung von BMW. Wer ist für meine Schäden in dieser Zeit verantwortlich ?

Das Verhalten von BMW ist kein Einzelfall, ähnliches ist vielen anderen BMW-M6-Kunden auch passiert. Die Kaufverträge für einen Neuwagen sind einseitig gestaltet: BMW sichert sich darin sämtliche Rechte, den Käufern hingegen gibt sie keine. Die Kaufverträge müssen auf Grundlage der Gleichberechtigung formuliert werden, nur so kann der Kunde ein Partner sein, der nicht nur Pflichten hat, sondern auch Rechte!

Da BMW immer noch schweigt und ich keine Möglichkeiten habe, zu meinem Recht zu kommen, sehe ich mich gezwungen durch Protestaktionen das Fehlverhalten der BMW publik zu machen. Dies geschieht in der Absicht BMW zu helfen ehrlicher zu werden, die Kunden ernster zu nehmen, weniger zu manipulieren und besser zu betreuen.

Solange BMW schweigt und nicht bereit ist, eine korrekte bilaterale Lösung für die von ihnen verursachten Probleme zu finden, werde ich mit weiteren Protestaktionen diesen Sachverhalt öffentlich darstellen.

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