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Jetzt hohe Strafen für Handy am Steuer

Jetzt hohe Strafen für Handy am Steuer

Wolfgang Stegers
24.09.2017, 11:36 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Mit der Reform des sogenannten Handyparagrafen, härteren Strafen für Raser sowie höheren Bußgeldern für Personen, die Rettungskräfte bei Hilfseinsätzen blockieren, hat der Bundesrat in dieser Woche wichtige Beiträge zu einer verbesserten Verkehrssicherheit geleistet. „Es wurde höchste Zeit, die gesetzlichen Vorschriften zur Nutzung moderner Kommunikationsmittel ein Führen von Fahrzeugen zu aktualisieren.“ Dieser Meinung des DVR, des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, schließen sich wohl alle Unfallexperten an.

Nicht das Handy betroffen

Das Verbot auch auf auf andere Geräte der Unterhaltungselektronik, wie zum Beispiel Tablets, andere tragbare Flachrechner oder Fernseher mit Videofunktion sowie Navigationsgeräte auszuweiten, war längst überfällig. Auch die mit der Nutzung dieser Geräte einhergehende Ablenkung wird von Verkehrsteilnehmern häufig in hohem Maße unterschätzt.

Sechsfach erhöhtes Risiko


Unfallforscher bei Versicherungen und Automobilfirmen gehen davon aus, dass in Deutschland mindestens jeder zehnte Verkehrsunfall durch Ablenkung verursacht wird. Ein kurzer Blick aufs Smartphone oder das Tablet kann schnell böse enden und tödliche Folgen haben. Die Wahrscheinlichkeit für einen so verursachten Unfall steigt beispielsweise beim Telefonieren um das Zweifache, beim Lesen oder Texten sogar um das Sechsfache und beim verbotenen Wählen einer Telefonnummer mit dem Handy in der Hand auf das Zwölffache. Hinzu kommt das Problem der Blickabwendung: Wer bei 50 km/h nur eine Sekunde den Blick vom Verkehrsgeschehen abwendet, legt 14 Meter im Blindflug zurück.

Bei Schäden wird es richtig teuer


Wer mit dem Handy am Ohr beim Autofahren erwischt wird, zahlt jetzt 100 Euro und kassiert einen Punkt in Flensburg. Auch Radfahrer werden mit jetzt 55 € (zuvor 25) zur Kasse gebeten. Wer derart im „Blindflug“ unterwegs ist und dabei noch einen Schaden verursacht, ist mit 200 €, 2 Punkten und einem zweimonatigen Fahrverbot dabei. Allein diese leicht einprägsame Zweier-Regel sollte abschreckend genug sein, sich dem Handy-Zwang oder Tablet-Diktat zu entziehen und einfach anzuhalten, wenn es so dringlich erscheint.

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